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Und dann fehlt nur noch das Literaturverzeichnis: Ein Appell für die Nutzung von Literaturverwaltungsprogrammen für die Promotion

Kommentare: 23

Wer kennt das nicht: der Artikel ist fertig, alle Tabellen und Abbildungen sind sortiert und dann fehlt nur noch das eine, unvermeidbare: das Literaturverzeichnis. Moment mal, werden einige sagen, das erstellt man doch parallel! Es gibt nämlich eine Reihe von Programmen, die den Schreiber dabei unterstützen direkt mit der Zitation der Literaturangaben in Text und Fussnoten ein Literaturverzeichnis zu erstellen, das dann auch alle Angaben enthält und einheitlich formatiert ist.Dadurch erübrigen sich die stundenlangen Suchaktionen nach dem Artikel, den man zitiert, aber nirgends abgespeichert, sondern nur ausgedruckt hat; gefolgt von einem Zusammenkopieren der Referenzen aus Wikipedia und Co., wenn die Suche erfolglos blieb und man nur weiss, dass man irgendwas von dem Autor aus dem Jahr genutzt hat (gar nicht zu denken an Autoren, deren Namen in meheren Disziplinen gängig sind – da fängt der Spass erst richtig an). Unmöglich meint ihr! Nach informellen Erkundungen bin ich mir sicher, dass mehr als die Hälfte der Doktoranden diese Methode einmal angewandt hat und ein nicht zu vernachlässigender Teil Literaturangaben regelmässig “händisch” zusammenstellt. Natürlich gibt das keiner zu; deshalb bekenne ich mich hier stellvertretend für alle anderen schuldig. Ja, ich habe zwei der berüchtigten Helfer-programme auf meinem Computer installiert, doch wenn ich Artikel im Netz finde, drucke ich sie aus und speicher sie in ominösen Ordnern wie “Literatur Artikel 2″. Und das, obwohl man aus den meisten Literaturdatenbanken die Angaben direkt in EndNote, Citavi und Co. einlesen kann. Kommt dann der Tag, an dem das Literaturverzeichnis erstellt werden muss, dauert es tatsächlich den gesamten Tag, um aus diversen anderen Arbeiten die Quellen zusammen zu kopieren und in eine einheitliche Form zu bringen – und am nächsten Tag merkt man, dass ein Grossteil noch fehlt und investiert weitere wertvolle Zeit.

(Denkt so mancher Leser jetzt vielleicht auch an die Reihe von “Nichtzitationen”, die einigen in letzter Zeit den Doktortitel gekostet haben?) Ich habe jetzt den Entschluss getroffen, dem Drama ein Ende zu setzen und mich auf die technische Unterstützung einzulassen! Die Semesterferien sind ja so etwas wie das Jahresende für Doktoranden und passend dazu möchte ich alle Abstinenzler dazu aufrufen, einen guten Vorsatz für das nächste Semester zu treffen und die Zitationszettelwirtschaft aufzugeben. Einen Versuch ist es ja wert! Auch wenn der Satz “Ich suche meine Quellen.” schon Tradition hat, freue ich mich, nicht mehr per Münzwurf entscheiden zu müssen, welche Publikation von A. (1986) nun die war, von der ich mich hab inspirieren lassen, weil man mal wieder der Artikel abhanden gekommen ist. Denkt nur an die Zeit, die wir sparen können! Gerade jetzt im Sommer doch Motivation genug, um sich auf das Experiment einzulassen, oder?

Leider kann ich Moment noch nicht sagen, welches der Programme das beste ist. Ich freue mich deshalb auf Hinweise von “Erfahrenen” und werde Euch berichten, mit welchem, der an meiner Uni verfügbaren, ich am besten zurecht komme. Nun viel Erfolg beim Schreiben und ich freue mich auf Kommentare zu Euren Methoden der Literaturverwaltung.

Kommentare (23)

  • 22.07.2011 um 15:39 Uhr von Boris Schmidt

    Soweit ich weiß, ist LaTeX hierfür auch sehr gut geeignet – leider nicht für meinen Kopf. Die Schwierigkeit, der sich viele Autorinnen und Autoren gegenüber sehen, liegt nach meiner Beobachtung darin, dass der Einsatz einer solchen Software eine bestimmte Schreibmethode voraussetzt. Das Schreiben wiederum entspringt (bei den meisten) dem eigenen Denken, welches nun wiederum häufig nicht mit der Software kompatibel ist. Die Gedanken fließen und möchten nicht so gerne durch die Logik “ich zitiere gerade aus Quelle x, welche abgespeichert war unter y, dafür drücke ich jetzt Taste z” unterbrochen werden.

    Ich persönlich benutze Excel-Listen und Flodderstapel ausgedruckter und entsprechend aufgeschlagener Dokumente, und die Verknüpfungen sind in meinem Kopf – hoffentlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich aufraffe, das Literaturverzeichnis zu erstellen…

    Weniger zitieren ist auch eine Methode, das Problem zu lindern (d. h. sich auf die wichtigsten Quellen fokussieren, nicht: weniger häufig angeben, dass oder von wem gerade zitiert wurde, vgl. Hinweis auf “Nichtzitationen”).

  • 23.07.2011 um 15:19 Uhr von Ben Kriechel

    Ich kann zu diesem Zweck Mendeley empfehlen (http://www.mendeley.com/. Die Software ist gratis. Man kann neben Literaturverzeichnissen auch seine PDF Artikel direkt in die Literaturverwaltung einbinden.

  • 23.07.2011 um 17:02 Uhr von Bernhard

    Bei mir läuft das immer so: Ich schreibe einen Absatz mit meinem Gedankengut und wenn ich dabei Fremdwerk benutzte, dann erfolgt gleich am Ende des Gedankengangs per Fussnote ein eindeutiger Hinweis auf die Quelle.

    Bei Internetlinks in der Regel erstmal nur der Link. Details kann ich später noch raussuchen. Verwendete Seiten checke ich vor dem Abgeben einer Arbeit ja sowiso nochmal auf Vorhandensein und eventuelle Änderungen. Manchmal mache ich auch PDF-Ausdrucke direkt nach dem Verwenden, aber nur wenn es besonders wichtige Quellen sind.

    Bei Zitaten aus Büchern / Fachzeitschriften schreibe in der Regel den Namen des Buches / der Fachzeitschrift und die Seite auf. Einzelheiten werden dann später von mir beim Erstellen des Literaturverzeichnisses herausgesucht.

    Ich hab natürlich auch so meine Gehversuche mit Citavi unternommen, aber dies unterstützt (wie bereits von Boris angesprochen) meinen Schreib- / Denkprozess nicht so gut.

  • 24.07.2011 um 23:24 Uhr von Bleistifterin

    Citavi.
    Ich liebe Citavi.
    Ohne gehts nimmer.
    Wenn man über Jahre nebenher dissertiert, dann weiss Citavi noch, was ich vor fünf Jahren zum Thema mal gelesen habe. Dank der Recherchefunktion und der Wissensverwaltung ist Citavi für mich unersetzlich geworden. Allerdings habe ich immer shcon Literatur “in den Rechner hinein” exzerpiert – die Umstellung war daher nicht groß.
    Tipp:
    +VOR Beginn der Arbeit mit dem Programm vertraut machen (egal welches Programm) – am besten für einen kleinen Artikel, oder ein Expose, dabei Programm der Wahl in Aktion testen.
    +Informierte Entscheidung treffen, und dann dabei bleiben, d.h. durchziehen. Jaja, für die kleine Fußnote muss ich das jetzt nicht einpflegen, oder alle neuen Aufsätze gebe ich am Samstag ein… nächsten Samstag… funktioniert nicht. Der vermeintliche Mehraufwand zahlt sich aus.
    +Egal wie einfach die Software ist: nach Möglichkeit Kurs/Schulung besuchen/mit anderen Nutzern Erfahrungen austauschen, damit man auf Möglichkeiten aufmerksam wird, die man sich gar nicht vorgestellt oder erwartet hätte.
    *Werbung: citavi ist freeware, aber für Großprojekte wie eine Promotion sind die Lizenzgebühren für die erweierte Version (falls die Heimatuni keine Hochschullizenz hat) ihr Geld voll wert. Und von der Steuer absetzbar…

  • 26.07.2011 um 12:39 Uhr von Wenke Richter

    Ich bin mit Lit-Link ganz gut gefahren. Dieses Programm ist kostenlos erhältlich. Wie es funktioniert habe ich im folgenden Artikel beschrieben: http://www.wissens-werk.de/index.php/aeon/article/view/11

  • 26.07.2011 um 20:49 Uhr von Raphael

    Für bloßes Verwalten einer auf BibTex basierenden Datenbank hat sich JabRef bewährt: http://jabref.sourceforge.net/

    [Warum muss ich zwei Captchas eingeben?]

  • 28.07.2011 um 10:47 Uhr von Mark

    Wer mit Word oder Libreoffice schreibt, sollte am best Zotero benutzen, das Firefox-plugin. Gratis, stabiler als Endnote, und leichter zu bedienen.

    Wer mit Latex arbeitet: Bibdesk auf dem Mac oder Jabref auf dem PC. Auf dem Mac dazu am besten auch noch z2b und Zotero, damit man Zotero’s Importfunktion von Google Scholar benutzen kann, aber die Literaturdaten gleich in Bibdesk hat.

  • 28.07.2011 um 10:53 Uhr von Christine Huth-Hildebrandt

    Ich nutze – nachdem LiDat (für Mac) – nicht weiter entwickelt wurde, nun EndNote – http://www.adeptscience.de/bibliographie/endnote/. Ein Klick und die Kurzform der Angabe ist in den Fliesstext integriert und gleichzeitig wird automatisch hinten bei jeder neuen Angabe ein automatisch aktualisiertes Literaturverzeichnis erstellt.

  • 28.07.2011 um 11:11 Uhr von Schroeder

    Für Mac Benutzer, – Papers ist absolut super. Das Programm ist für mich ein Grund, nicht zu Linux zu wechseln. Ich kann von Papers aus alle möglichen wissenschaftlichen und anderen Suchmaschinen (inkl. Google, GScholar, GBooks) benutzen, die pdfs werden direkt importiert, Metadaten super umgewandelt und zitieren kann ich von jeder beliebigen anderen Software heraus. Ich habe lange Endnote genutzt, aber bin nie wirklich glücklich damit gewesen. Es kostet zwar Geld, aber das ist wirklich gut angelegt. http://www.mekentosj.com/

  • 28.07.2011 um 12:02 Uhr von Jörg

    Ich kann die Euphorie für diese Programme nicht teilen. Ich arbeite nunmehr seit über 10 Jahren in der Forschung, und habe viele Programme kommen und gehen sehen – vor allem auch bei Kollegen irgendwann nicht funktionierend erlebt. Wer einmal den kalten Angstschweiss im Gesicht gespürt hat, wenn eine persönlich wichtige Arbeit mit Abgabetermin am Abgrund steht, weil eine Software nicht funktioniert – wird den Wert des Verzichts auf solche Programme erkennen. Niemand kann bei der Geschwindigkeit neuer Internet-Angebote zu Literatursuche und Speicherung sagen, ob diese auch noch in 2 Jahren top sind – und ob sich diese Programme untereinander verstehen. In meinem Bereich ist selbst die Art der Abkürzung von Zeitschriften wieder abhängig von der jeweiligen Zeitschrift. Konkret muss ich dann doch wieder ‘händisch’ nacharbeiten. Jede Wette, ich bin ohne diese Programme schneller – und das Produkt ist sicherer. Ich kann aus meiner Erfahrung von der Verwendung dieser Programme also nur abraten. Vielleicht stellt sich das Thema in anderen Bereichen anders da, wo exzessives Fussnoten referenzieren üblich ist.

  • 28.07.2011 um 12:16 Uhr von Christian

    BibTeX ist als Grundlage in jedem Fall sinnvoll. Hier steigt auch bei Softwareproblemen der Blutdruck nicht, weil die Datei mit den Literaturstellen als einfacher, lesbarer ASCII-Text vorliegt.

    Ob man die *.bib-Datei nun zu Fuß mit seinem Texteditor bzw. seiner LaTeX-Umgebung (z.B. Texmaker für Windows, Kile für Linux) oder mit einem spezialisierten Tool (siehe Vorredner) pflegt, ist dabei unerheblich.

    [Im Gegensatz zu dem, was anderenorts üblich ist, sind die Captchas wenigstens gut lesbar]

  • 28.07.2011 um 13:17 Uhr von Dissertant (m/w)

    ICH benutze CITAVI seit dem Start meines Promotionsprojektes.

    Ich liebe es, da es wunderbar auch zur Literaturrecherche / -bestellung (es listet mir die Bibliotheken mit den Standortsignaturen auf :-) ) verwendet werden kann.

    Der Service ist auch phänomenal – mehrfach wurden mir bereits die Zitierweisen für einzelne Publikationen kostenfrei erstellt.

    Nicht mehr ohne CITAVI!!!

  • 28.07.2011 um 19:35 Uhr von Schlindwein

    Informieren Sie sich, ob an Ihrer Institution Literaturverwaltungsprogramme lizensiert sind. Dies erfahren Sie i.d.R. auf den Seiten der Bibliothek oder der IT. Achten Sie dabei auch darauf, ob Unterstützung angeboten wird und von wem. Besuchen Sie vor der Entscheidung für eine open source Lösung, ob es User-Foren gibt und wie dort miteinander umgegangen wird.

    Nebenbei bemerkt halte ich es für fahrlässig, ohne eine literaturverwaltende Unterstützung zu arbeiten – und das nicht nur wegen der korrekten Zitierungen. Schon um den Überblick über die gesammelte Literatur zu behalten, ist ein Programm/Add-on unerlässlich. Natürlich sollten die Daten in Standardformate (z.B. RIS) auslesbar sein.

  • 28.07.2011 um 19:44 Uhr von Schlindwein

    @ Dissertant (m/w)
    auch Citavi ist kein eierlegendes Wollmilchschwein. Nutzen Sie besser die spezialisierten Rechercheoberflächen der Literaturdatenbanken und -kataloge und importieren Sie die Treffer in Citavi. Diese Oberflächen bieten Ihnen u.a. die Möglichkeit ausgefeilte Recherchestrategien abzubilden. Nur so sind qualifizierte Recherchen möglich.

  • 29.07.2011 um 09:40 Uhr von PostDoc

    Mendeley ist klasse, da Freeware und mit praktischen Funktionen. Vorher habe ich Endnote benutzt, denn Hauptsache überhaupt irgendein Literatur-Verwaltungsprogramm. Per Hand die Referenzen umzuformatieren, wenn man das Journal wechselt, das wäre ja enorme Zeitverschwendung. Allerdings sollte man vorsichtig sein, wenn das Dokument zwischen verschiedenen Personen hin.und-her geschickt wird, da dann manchmal durch unterschiedliche Betriebssysteme und Versionen die Tags etc verschwinden oder nicht mehr korrekt funktionieren.

  • 29.07.2011 um 21:45 Uhr von Boris Schmidt

    @Schlindwein: Na, na, na! Fahrlässig, ohne literaturverwaltende Unterstützung zu arbeiten? Naja, wenn ich so darüber nachdenke… Doch, fahrlässig könnte es schon ein bisschen sein. Das kann man ja wohl mal machen. Bisschen fahrlässig sein… Jedenfalls ist es kein Vorsatz, wenn ich nach wie vor einen Bogen um diese Dinge mache. Einfach nur eine Aversion und der Umstand, dass mein Denken nicht softwarekompatibel ist.

    Jetzt könnte man sich noch fragen, ob all die Generationen von Publikationsersteller/-innen vor uns auch fahrlässig waren, als sie noch ohne solche Software auskommen mussten, oder ob es womöglich fahrlässig war, dass der Computer nicht erfunden wurde, bevor das große Publizieren einsetzte, sondern erst nachher, viel zu spät. Wo habe ich denn jetzt bloß gerade diese Quelle, aus der ich noch zitieren wollte? Über die Anfänge des Publizierens? Ah, weg ist sie…

  • 04.08.2011 um 15:38 Uhr von Schlindwein

    @Boris Schmidt
    Ich würde ja auch keine Bergabfahrt mit einem Fahrrad mit Stempelbremse (oder am besten noch ganz ohne Brems) wagen. Es gibt heute eben Systeme, es müssen keine elektronischen sein. Davon sprach ich nicht! “Ohne Bremse” wäre vergleichbar mit “ohne Literaturverwaltungssystem”, Stempelbremse würde ich mit Karteikasten vergleichen. Es gibt aber auch Trommelbremsen, in der Analogie z.B. “Citavi” u.s.w.

  • 09.08.2011 um 15:17 Uhr von Textbureau Strauß

    @Jörg: Dem kann ich nur zustimmen, es ist einfach der Entwicklungsgang der Betriebssysteme, der ein gut funktionierendes Programm und einen über Jahre angelegten Datenbestand gefährden kann. Und in der Tat: Jede Zeitschrift hat Vorgaben zur Zitation, die sich nur zufällig mit der Zitationsweise eines solchen Programms decken. Alles in allem kann ich nach ein paar Jahren Karteipflege mit Visual Composer.NET feststellen: Sinnvoll ist es, Exzerpte in schlichte Textformate abzuspeichern, die gute Chancen haben, auch in Zukunft noch geöffnet werden zu können. Dies ist zu kombinieren mit einer schlanken Volltextsuchmaschine (z. B. Archivarius) – was die Verschlagwortung spart. (Allein die Verschlagwortung ist ein Thema für sich!) Ich würde für ein Projekt durchaus die Nutzung eines Literaturverwaltungsprogramms empfehlen, weil es schult und das Denken ordnen hilft. Danach kann man sich getrost mit den vorhandenen Bordmitteln von Betriebssystem und Office-Software eine eigene Systematik aufbauen, die intuitiv und schneller von der Hand geht als das Ausfüllen von Formularen.

  • 09.08.2011 um 17:04 Uhr von Hinweis

    Hier wurden verschiedene Programme getestet: http://www.artefakt-sz.net/allerart/programme-zur-literaturverwaltung-im-test

  • 29.09.2011 um 11:35 Uhr von Daniel

    Ich habe viel zu spät mit der systematsichen Nutzung einer Literaturdatenbank angefangen – bitte macht das unbedingt, es ist einfach unglaublich effizienter.
    Nie mehr die Zitationen im Manuskript mit der Lit-Liste per Hand abgleichen! Nie mehr verzweifelt das PDF eines Papers unter tausenden auf der Festplatte suchen…

    Zwei Punkte, die für mich große Vorteile von Endnote sind:

    1) (Fast) perfekte Kommunikation mit Web of Science (http://www.isiknowledge.com/WOS), da beides von derselben Firma (Thomson) kommt. Web of Science ist für mich *die* Datenbank der Wahl. Vor allem die Möglichkeit, bei einem Paper nachzuschauen, wer dieses zitiert hat, ist absolut unabdingbar, wenn man sich einen Überblick über ein Forschungsgebiet verschaffen will. Stichwortsuche kann sehr irreführende Ergebnisse bringen – denn zu ein und demselben Thema kann man sich sehr unterschiedliche Stichworte ausdenken…

    Vom WoS Webinterface aus kann man per Mausclick Records nach Endnote exportieren (auf die “Marked list” schieben, dann “Save to Endnote”), auf Wunsch inklusive zB einem Feld, das die zitierte Literatur enthält. In Endnote hat der Record dann eine URL, mit der man das Paper in WoS wieder aufrufen kann (zB um zu sehen, ob es mittlerweile von weiteren Papers zitiert wurde).

    2) Endnote kopiert (auf Wunsch) PDF Anhänge in einen dedizierten Ordner. Dadurch kann man Kollegen seine Endnote Datenbank *inklusive* PDFs schicken.

    Selbst das automatische Finden von Volltexten funktioniert in Endnote mittlerweile halbwegs gut!

    Zusätzlich hatte ich bei Citavi das Geühl, dass *deutlich* weniger Importfilter bzw. Formatvorlagen für die Manuskripterstellung vorhanden waren, aber es ist länger her, dass ich mir Citavi angeschaut habe.

    Was bei Endnote verbesserungswürdig ist, sind die Schlagwortlisten – da kann man keine hierarchische Struktur abbilden, was die Klassifizierung erschwert.

    Ein weiteres ungelöstes Problem ist, dass Endnote die gemeinsame Nutzung einer Datenbank nur rudimentär “unterstützt”, indem nur ein Nutzer zur Zeit auf die Datenbank zugreifen kann. Da würde man sich in Zeiten des Arbeitens in der Cloud etwas zeitgemäßere Lösungen wünschen…

  • 01.10.2011 um 22:59 Uhr von Gerti

    @Citavi-Nutzer: Ich habe lange Citavi genutzt und lange gehofft, dass es für Mac kommt (ich habe es über eine virtuelle Maschine genutzt). Sehr gut, nur leider hat Citavi vor ein paar Tagen bekannt gegeben, dass sie die Entwicklung von Citavi für Mac einstellen. Nachdem jahrelang versprochen wurde, es solle erscheinen, eine herbe Enttäuschung für alle, die ihre Daten mit dem Programm gepflegt haben, aber Mac User sind.

  • 01.12.2011 um 23:03 Uhr von Mario

    Wenn man schnell und super einfach ein Zitat erstellen will, kann ich nur den Literatur-Generator empfehlen. Die Hompage macht nichts anderes als ein Literaturverzeichnis zu erstellen. Einfach den Buchtitel in die Sucheingabe schreiben und 2 Klicks später hat man das gewünschte Zitat. Die Seite überzeugt durch ihre übersichtlich und einfache Art. Jeder kann mit dieser Hompage in wenigen Sekunden richtig zitieren. Die Seite bietet auch BibTeX an, ich kenne keine Seite die BibteX ausgaben in diesem Umfang ausgibt. Der Literaturgenerator hat bis jedes Buch gefunden, dass ich wollte.

    http://www.literatur-generator.de/

  • 30.01.2012 um 16:06 Uhr von Browsergames

    Hier findet Ihr auch noch das eine oder andere im Test: http://www.artefakt-sz.net/allerart/programme-zur-literaturverwaltung-im-test

    Gruß Marco

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Über die Autorin

Sandy Schumann hat in Jena und Leiden Psychologie studiert. Aktuell arbeitet sie als Aspirant der belgischen Fondation National Recherche Scientifique und untersucht für ihre Dissertation in Jena und Brüssel Intergruppenphänomene wie Stereotypisierung und die Entwicklung extremer Einstellungen in Online-Communities.