Wissenschaft mit Kind

Herr Professorin? – Gendergerechte Sprache an Unis

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Das Thema „Wissenschaft mit Kind“ bringt uns immer wieder auf Gleichstellungsthemen. So auch dieses Mal: Vor etwa einem Jahr beschloss die Universität Leipzig, immerhin die zweitälteste in Deutschland, ihre Grundordnung im generischen Femininum zu verfassen. Wo früher rein männlich von „Professoren“ und „Mitarbeitern“ die Rede war, stand nun rein weiblich „Professorinnen“ und „Mitarbeiterinnen“. Nicht, weil plötzlich die gesamte männliche Belegschaft entlassen und stattdessen nur Frauen eingestellt worden waren, sondern weil man ein Zeichen setzen wollte, dass Frauen an Universitäten mehr Beachtung verdienen und gleichberechtigt teilhaben dürfen sollen. Wir wollen einmal betrachten was eigentlich genau passiert war, was seitdem passiert ist und was das über die Gleichstellung von Geschlechtern an deutschen Hochschulen aussagt. weiter ›

Ingenieurinnen

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Gerade hatten wir eine Podiumsdiskussion, auf der ein Firmenchef einer mittelständischen Firma mehrfach wissen wollte, warum sich bei ihm keine Ingenieurinnen bewerben würden, sondern nur Männer. Das gleiche Argument brachte auch der Rektor der hiesigen TU: Man könne leider nicht mehr Professorinnen berufen, wenn sich keine Frauen auf die Ausschreibungen bewerben würden. Was ist da los? Gibt es einfach keine Ingenieurinnen oder wollen die sich nur nicht bewerben (zumindest nicht bei gewissen Arbeitgebern)? weiter ›

Europawahl und -skeptiker

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Am 25.5. ist Europawahl. Das wollen wir diesmal nutzen, um einen Blick auf die diesbezügliche Politik zu werfen. Sicher ist die Europawahl nicht die wichtigste aus Wissenschaftssicht, denn Bildung ist ja vor allem Sache der Bundesländer. Deswegen weist wohl auch der Wahl-o-mat zur Europawahl keine einzige Aussage mit direktem Wissenschaftsbezug auf (obwohl er mit wissenschaftlicher Unterstützung der Uni Düsseldorf entwickelt wurde). Unterschätzen sollte man die anstehende Wahl aber auch nicht. weiter ›

Unser wissenschaftlicher Nachwuchs

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Es gibt zahlreiche Definitionen, wer denn nun eigentlich zum wissenschaftlichen Nachwuchs gehört. Wir möchten heute eine weitere hinzufügen: Wissenschaftlicher Nachwuchs, das ist der Nachwuchs für die Wissenschaft. Dies umfasst all diejenigen, die potenziell einmal wissenschaftlich tätig sein werden und sich am besten daran auch schon ein wenig versuchen. Also eigentlich alle Kinder dieser Welt. weiter ›

Motivation

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Neulich hatten wir ein Gespräch mit einer Professorin, die der Meinung ist, dass die meisten Doktorand_innen und Post-Docs Idealisten (im positiven Sinne) sind, die intrinsisch motiviert ihre Arbeit machen. Sie fragte sich daher, was wohl an den deutschen Hochschulen alles geleistet werden könnte, wenn diese Mitarbeiter_innen gute Arbeitsbedingungen vorfinden würden. Ist es so? Ist Motivation kein Problem an Hochschulen, sondern nur die vergleichsweise schlechten Arbeitsbedingungen? Damit käme der Branche Wissenschaft eine Sonderrolle in Deutschland zu. weiter ›

(Professor)Innensicht

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Kurz vor Beginn des Sommersemesters haben wir uns noch eine Woche Erholung und Verschnaufen im wärmeren Süden des Landes gegönnt. Wir besuchten die Stadt Freiburg im Breisgau und verbrachten sonnige Tage im städtischen Gewimmel aber auch im grünen und ruhigen Schwarzwald. Freiburg ist auch Universitätsstadt mit 25.000 Studierenden, denen mit Hans-Jochen Schiewer ein recht kritisch eingestellter Rektor vorsteht. Im Zeit-Artikel “Forschung aus fairer Produktion” vom 15. März 2014 benennt er die uns aus dem Alltag bekannten prekären Verhältnisse von Wissenschaftler_innen an deutschen Hochschulen. Der Freiburger Rektor hat selbst viele Stationen und Jahrzehnte der Ausbildung hinter sich gebracht und nach eigenen Angaben diese „Ochsentour“ nicht vergessen. Seiner Meinung nach kann es nicht sein, dass “die Universitäten ihren Nachwuchs bis Anfang vierzig in Unsicherheit und Unselbstständigkeit halten”. Er verspricht Abhilfe zu schaffen durch mehr feste Stellen für “endlich verlässliche Karrierewege in der Wissenschaft”. weiter ›

100 Tage schwarz-rote Hochschulpolitik im Bund

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Selbst wenn in Deutschland die Hoheit für Bildungspolitik bei den Ländern liegt, kann doch auch der Bund starke Akzente setzen. So hatten auch alle bekannten Parteien vor der Bundestagswahl angekündigt, Verbesserungen für die Situation der deutschen Hochschulen anzugehen. Wir wollen heute einmal schauen, was die schwarz-rote Bundesregierung nach 100 Tagen im Amt schon geschafft hat und was noch geplant ist – insbesondere aus der Sicht von Eltern, versteht sich. weiter ›

Gleichberechtigung = 50/50?

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In unserem letzten Blogbeitrag (Powerpaare), ging es um Eltern, die beide sehr erfolgreich Karriere gemacht haben. Dazu gab es einen Kommentar, der Alltags-Tipps für die Erreichbarkeit eines solchen Zustands gab. Einer dieser Tipps war: „ kein 50/50 krampfhaft anstreben, 60/40 ist auch okay“. Leider wurde nicht erklärt, was „50/50“ bedeutet, aber es hat uns an Kommentare zu einem unserer älteren Blogeinträge erinnert. Da ging es um Gleichberechtigung im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes. Dort stand „50/50“ für den Anteil an der Kinderbetreuungs- und Erziehungszeit, den beide Partner übernehmen. Also dafür, dass diese Arbeit zu genau gleichen Teilen zwischen Mutter und Vater aufgeteilt wird. Wäre das Gleichberechtigung? weiter ›

Powerpaare

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Gestern ging die diesjährige Leipziger Buchmesse zu Ende, ohne dass wir es einrichten konnten, dabei zu sein. Erinnern können wir uns aber sehr gut an positive und beeindruckende Erlebnisse bei Buchmessen der letzten Jahre. So sind wir bei einer Lesung im März 2008 auf das Buch “Powerpaare” der beiden Zeit-Redakteure Susanne Gaschke (ja, die kurzzeitige Kieler Oberbürgermeisterin) und Moritz Müller-Wirth aufmerksam geworden. Allein der Untertitel “Mit Kindern sind wir stärker” hat uns angesprochen, dachten wir doch – damals noch kinderlos – das wollen wir auch mal sagen können. Der Kinderwunsch war vor sechs Jahren schon da, aber auch die Skepsis und Sorge, ob das wirklich alles zu schaffen ist: Kind, Familie und Karriere. Das ist auch die Frage hinter dem Buch, um das es heute in einer Rezension gehen soll. weiter ›

BRain Drain?!

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Auch wir wollen noch das Thema Brain Drain aufgreifen, das letzte Woche mal wieder aktuell wurde. Grund war ein Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), das attestierte, dass Deutschland wohl nicht attraktiv für Forscher_innen sei. Schließlich wanderten in den letzten 15 Jahren etwa 4.000 „Wissenschaftler_innen“ mehr ins Ausland ab als nach Deutschland (zurück)kamen. weiter ›

Gastbeitrag aus Ausländersicht

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Wissenschaft international bedeutet nicht immer nur, den Blick ins Ausland zu richten. Auch die Erfahrungen von Ausländern mit dem deutschen Wissenschaftssystem können interessant sein; besonders, wenn dabei Kinder eine Rolle spielen. So z.B. in den Erzählungen von Raghid Sabri und Kamal Zurba aus Palästina, die in Deutschland promovieren und dabei einen Sohn bekommen haben. Im Folgenden fassen sie ihre Erlebnisse zusammen und sind dabei unseren eigenen Erfahrungen viel näher, als wir zuvor dachten. Sie haben für ihren Bericht die englische Sprache gewählt. weiter ›

Noch schnell heiraten?

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Der Plan, nach der Promotion ins Ausland zu gehen, zieht diverse Überlegungen nach sich. Eine davon hängt daran, dass wohl nur eine von uns dann schon promoviert sein wird und ein Stipendium oder eine Stelle bekommt. Hat dann der andere Visums- und Finanzierungsprobleme wenn wir nicht verheiratet sind? weiter ›

Ab ins Ausland!?

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In zwei Kommentaren zu unserem letzten Blogbeitrag wird von einer Wissenschaft(skarriere) mit Kind zumindest in Deutschland abgeraten. So heißt es einmal: „Erst mit genug zeitlichem und räumlichem Abstand und mit der Erfahrung ein Kind zu haben lässt sich erkennen, wie armselig der Wissenschaftsstandort Deutschland für Menschen mit Freude an Familie ist.“ Und ein anderer Kommentar rät gar: „Flüchten Sie aus dem System, solange Sie noch jung genug sind – außer, Sie sind aufgrund von Erbschaft o.ä. in der Lage, die wohl als Süße des Wissenschaftlerlebens angesehene Existenzangst zu mildern.“ weiter ›

Neue Fragen

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Am Anfang eines neuen Forschungsprojekts stehen immer Fragen. Daher soll auch die hiermit startende neue Projektphase unseres Blogs mit Fragen beginnen. Schließlich heißt der Blog nun nicht mehr „Promovieren mit Kind“, sondern „Wissenschaft mit Kind“ (dies schon seit letztem Mal) und erscheint statt einmal monatlich nun jede Woche (dafür etwas kürzer). Die folgenden Fragen sollen dabei Stichwortgeber sein (aber nicht die einzigen). weiter ›

Veränderungen und Wünsche 2014

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Alles neu macht 2014: Unser Blog hat einen leicht geänderten Namen, das macht uns flexibel. Außerdem wird er demnächst (zunächst für eine dreimonatige Testphase) wöchentlich erscheinen. Was sonst noch von diesem Jahr zu erwarten ist, bleibt vorerst unklar. Wir wissen erstmal nur, was wir uns als Wissenschaftler mit Kind für dieses Jahr wünschen… weiter ›

Promovieren mit Kind: Rechtsratgeber zur Vereinbarkeitsfrage

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Zu unserem Konferenzmarathon diesen Sommer gehörten auch zwei Tagungen, die sich mit der Lage und Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems auseinander setzten. Hier wollen wir diese kurz aus der Sichtweise promovierender Eltern darstellen. Nachdem letzte Woche Alexander von der Wissenschaftskonferenz der GEW berichtet hat, geht es nun bei Wenke um die PromovierendenKonferenz der HBS.

Ihre Geschichte

Noch immer scheint es etwas Außergewöhnliches zu sein, wenn Promovierende Nachwuchs bekommen. So wurde jedenfalls die Situation von einer Referentin der PromovierendenKonferenz der Hans Böckler Stiftung geschildert, die das bei einer befreundeten Doktorandin miterlebte: Als diese ein Kind erwartete, versetzte sie damit Kolleg_innen und vor allem ihren Doktorvater in helle Aufregung. Aber warum? Sie war doch eine junge Frau Anfang 30, also in den besten Jahren um eine Familie zu gründen. Warum ist es überraschend, wenn ein_e Doktorand_in Nachwuchs bekommt? Die betroffene Doktorandin hatte dadurch das Gefühl, dass nur wegen ihr spezielle Lösungen gefunden werden mussten und es umständlicher Absprachen bedurfte. weiter ›

Promovieren mit Kind: Wohin steuert das System?

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Zu unserem Konferenzmarathon diesen Sommer gehörten auch zwei Tagungen, die sich mit der Lage und Entwicklung des deutschen Wissenschaftssystems auseinandersetzten. Hier wollen wir diese kurz aus der Sichtweise promovierender Eltern darstellen. Diese Woche berichtet Alexander von der Wissenschaftskonferenz der GEW, nächste Woche Wenke von der PromovierendenKonferenz der HBS, wo der neue Rechtsratgeber „Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Qualifizierung“ vorgestellt wurde.

Seine Geschichte

Neben dem Managen des Alltags ist für Promovierende auch der Blick in die Zukunft wichtig. Für Eltern mag das noch etwas mehr gelten, da man ja nicht nur für sich selbst Sorge trägt, sondern auch für mindestens ein Kind. Und das soll vielleicht nicht alle zwei Jahre den Kindergarten und die Schule wechseln müssen, weil Mutter und/oder Vater als PostDoc durch die Lande ziehen. Daher stellt sich also die Frage nach den Perspektiven nach der Promotion. Dies war der Schwerpunkt der siebten Wissenschaftskonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Berlin-Köpenick. weiter ›

Promovieren mit Kind: Best Practices (zum Mitmachen!)

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Nun neigt sich der Sommer langsam dem Ende zu. Meteorologisch ist er ja schon Geschichte, akademisch dauert er für die meisten von uns noch bis Oktober, wenn das neue Semester beginnt. Um die sommerliche Stimmung bis dahin hoch zu halten, haben wir uns entschieden, diesmal nicht über Probleme zu berichten. Stattdessen soll es um ausnahmslos positive Erfahrungen gehen, nämlich um eine Sammlung von “best practices”. Aber nicht nur von unserer Seite. Wir legen mit Beispielen vor, fordern hiermit aber alle Blogleser_innen dazu auf, Kommentare zu hinterlassen, die gute Beispiele für ein Promovieren mit Kind darstellen. weiter ›

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Über den Autor

Wenke Wilhelms hat nach dem Studium im Rahmen ihrer Promotion mit der Entwicklung eines Inversionsprogramms zur Auswertung magnetotellurischer Messdaten an der TU Bergakademie Freiberg begonnen.   Alexander Egeling promoviert aktuell stipendienfinanziert zum Thema „Anreize einer Mitgliedschaft in Arbeitgeberverbänden“ an der HSU Hamburg. Zuvor war er an einem Lehrstuhl der TU Freiberg angestellt.