Im Anfang war das Wort, und das Wort war eigentlich zwei Wörter und lautete: „Fleckentferner Blut“. Säuberlich notiert auf einem nicht mehr ganz so säuberlichen Zettel lagen die Wörter auf der Straße, begleitet von weiteren Wörtern, deren nächstes lautete: „Tapetenreiniger“. Das klang vielversprechend; ich überwand gewisse ansozialisierte Hemmungen und nahm den Zettel an mich. weiter ›
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Warum Doktoranden immer klagen, die Gesellschaft immer feindlich gestimmt und Doktorväter und -mütter immer übelgesonnen sein müssen…
10.05.2012 | Keine KommentareDer Klagen über den Betreuer oder die Betreuerin hört man unter Doktoranden wahrlich genug: Während bei dem einen trotz überschaubarer Zahl von Doktoranden der Doktorvater nach zwei Jahren Arbeit am opus magnum den Namen seines Doktoranden immer noch nicht kennt (geschweige denn das Thema von dessen Arbeit), kann der andere den akademischen Zögling gar nicht oft genug einbestellen, um ihm beispielsweise zu sagen, dass alles bisher Verfasste noch einmal grundlegend überarbeitet werden muss, oder aber, um ihm Aufgaben zu übertragen, die mit der Dissertation eigentlich nichts zu tun haben, die zu erledigen aber selbstredend im aufgeklärten Eigeninteresse des so Beauftragten liegen. Seien wir ehrlich: Manchmal berechtigt, manchmal auch weniger berechtigt – das Dauerklagen scheint zum Habitus des Doktoranden zu gehören. Und selbst den Leidensgenossen wird das Leid der anderen bisweilen ein leidiges Leid: So schön es ist, sich im geteilten Schicksal zu suhlen, auf die Dauer nervt’s. Warum aber klagen Doktoranden dauernd, und warum macht es offenbar kein Doktorvater/-mutter je richtig? Zufall oder kulturelle Notwendigkeit?
Spätestens seit Arnold van Gennep, dank seiner Opposition gegen die Durkheim-Schule ein intellektueller Outlaw seiner Zeit, wissen wir um die Existenz sogenannter Übergangsriten. Dabei geht van Gennep von einer allgemeinen Beobachtung aus, nämlich der, dass sich doch bestimmte Rituale in gänzlich verschiedenen Kulturen strukturell ziemlich ähnlich sind – und zwar solche, die, grob gesagt, Menschen innerhalb einer bestimmten Gruppe von einer Teilgruppe in eine andere befördern; und dabei – sagt uns van Gennep – gibt es dann drei Phasen: Trennungs-, Schwellen- und Wiederangliederungsphase, zu denen entsprechende Rituale gehören, die dann eben in der entsprechenden Reihenfolge durchgeführt werden (van Gennep 1999: 13f, 21). Victor Turner war es, der van Genneps Theorie aufgriff und nachhaltig erweiterte, indem er ein Schwergewicht auf die Phase der Liminalität, den Schwellenzustand also, legte.
Hilft uns das in unserer Frage weiter? Klar, denn wer wollte schon bestreiten, dass der Erwerb des Doktortitels ein Übergangsritus ist? Bleibt uns nur noch, das, was intuitiv einleuchtet, am Datenmaterial zu überprüfen.
Da heißt es bei Turner: „Schwellenwesen sind weder hier noch da; sie sind weder das eine noch das andere, sondern befinden sich zwischen den vom Gesetz, der Tradition, der Konvention und dem Zeremonial fixierten Positionen.“ (Turner 1969: 95) In der Schwellenphase ist der „Passierende“ in einer Art kulturellem Niemandsland: Hier hat er keine oder kaum mehr Merkmale des vorangegangenen und noch keine des zukünftigen Zustands. Dass das auf unseren Doktoranden zutrifft, da dürfte kein Zweifel bestehen: War er vorher noch ordentlicher Studierender mit allen dazugehörigen Vorzügen, in der gesellschaftlichen Position des angehenden Akademikers, fällt er nach dem Studienabschluß in ein kulturelles Loch: Während die Nicht-Initianten in akademische Würden und Weihen nun nämlich „ordentlich“ arbeiten gehen, verliert der Doktorand mit dem Abschluß jeden Status: Er ist kein Student mehr, der ewig pleite sein und spät aufstehen darf, er geht aber auch nicht über in den Status des Berufstätigen (Übergang, der wiederum mit seinen eigenen Initiationsriten gesegnet ist), geschweige denn in den des Mitglieds der akademischen Community: Davor steht die Promotionsphase – der Doktorand ist ein „Passierender“. Passieren tut da aber oft jahrelang nicht viel.
„In komplexen Gesellschaften“, schreibt Victor Turner, „ist Liminalität infolge der fortschreitenden Arbeitsteilung oft zu einer religiösen oder quasi-religiösen Daseinsform geworden.“ (Turner 1969: 160) Vor allem dem Ausdruck „Daseinsform“ können wir wohl beipflichten, wo sich diese „Schwelle“ doch bei so manch einem über ein Dezennium ausdehnt. Da fällt dann auch sogleich ein weiteren gutes Stichwort – auch wenn Turner da etwas anderes im Sinn hatte – nämlich: Arbeitsteilung.
Die Arbeitsteilung verstreut sich in unserem Falle fröhlich auf die gesamte Gesellschaft, denn nicht etwa nur die Doktorelternteile spielen ihre Rolle im Ritual, sondern auch alle weiteren Institutionen und Personen. Bevor wir dazu aber mehr sagen können, müssen wir noch rasch einen weiteren Punkt anführen, den Turner sehr schön ausgearbeitet hat, nämlich die Frage nach dem Sinn und Zweck der rituellen Übung. Ein solcher findet sich nämlich – in einer bestimmten Form des Übergangsritus, dem der Statuserhöhung (ohne Zweifel geht’s hier genau darum) – darin, dass das zu initiierende Subjekt auf die zukünftige gesellschaftliche Rolle vorbereitet wird, in dem er möglichst nachhaltig gedemütigt und herabgesetzt wird. Da haben wir es also.
Hier spielen nun alle in unserer Kultur ihre wertvolle und unverzichtbare Rolle, wobei je nach Einzelfall die Rolle unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Hier nur einmal synoptisch: Forschungs- und Förderinstitutionen (Herabsetzung durch Ablehnung der Mittel oder mindestens Erschwerung des Mittelzugangs durch ritualisierte im hohen Maße enigmatische Antragsverfahren), Familie (Demonstration von größtmöglichem Desinteresse oder aber von hartnäckigen Erkundigungen nach dem Arbeitsfortschritt), die anderen Mitglieder der Communitas (Turners Wortwahl) der Initianten, die durch gegenseitiges Wehklagen eine allgemein schlechte Stimmung erzeugen, die auch den Fortschritt der Communitas selbst lähmen soll (dies ist vielleicht ein sonst in der Tradition der Übergangsriten nicht ganz so verbreitetes Mittel).
Die Schlüsselrolle kommt freilich dem Betreuer oder der Betreuerin zu. Er oder sie verfügt hier über einen oral tradierten Katalog an wertvollen und effizienten Mitteln, hier in der Reihenfolge von der höchsten Wirksamkeit zur niedrigsten: Leugnung der Kenntnis des Namens des Doktoranden; Erteilung von nur vorgeblichen Verbesserungsvorschlägen, die beim nächsten Treffen als völlig falscher Pfad enttarnt werden; Erteilung von Arbeitsaufträgen, die mit der Dissertation möglichst nicht in Zusammenhang stehen, um die Fertigstellung möglichst mühselig zu gestalten; Vortäuschen cholerischer Anfälle, heimtückischem Verhalten und sonstigen sozialen Inkompetenzen. Individuell und subkulturell bedingt können Nebenformen auftreten. Manche dieser Mittel haben durchaus magischen Charakter. Es ist bekannt, dass dem Eigennamen traditionell eine Schlüsselrolle für die Existenz zukommt (wer hier Zweifel hat, informiere sich in den Schriften Ernst Cassirers zum mythischen Denken): Die rituelle Verleugnung des Namens hat also eine magische Wirkung. Durch den Verlust des Namens verliert der Doktorand seine Existenz, er wird zu nichts. Eben deshalb steht dieses Mittel an höchster Stelle, was seine Wirksamkeit im Gesamtritus angeht; da es aber ein sehr gefährliches Mittel ist, darf es nur von hochkompetenten Spezialisten zum Einsatz gebracht werden.
Beruhigt können wir also nach knapper Analyse nun das Ergebnis vorlegen: Alles ist in bester kultureller Ordnung. Würde sich der Doktorand also wohlfühlen, wäre das ganze kulturelle Gefüge mit einem Schlage dahin! Was wie besonders schädliches Verhalten seitens der Betreuer und der Mitglieder der Communitas wirkt, sind in Wirklichkeit die am höchsten zu schätzenden Mittel, um aus den Doktoranden am Ende hochkompetente Wissenschaftler zu machen.
Wer da etwa glaubt, sich glücklich schätzen zu dürfen, weil er mit der Betreuung rundum zufrieden ist, hat eigentlich die Pointe verpasst. Sein Fall stellt ein für Theoretiker eigentlich höchst unliebsamen Fall dar, da er mit der Theorie nicht sinnvoll zu erfassen ist. Wir machen also einfach ein neues Fässchen auf, das wir mit „Devianzen“ beschriften, tun einen Deckel obendrauf, stellen es ganz oben und hinten in unser wohlsortiertes theoretisches Regal und vergessen es möglichst zügig. Denn: Eigentlich ist es dem kulturellen Sinn und Zweck so sehr zuwider, dass es gar nicht sein kann, gar nicht sein darf!
Beruhigt? Nein? Meinen Sie, geneigter Leser, gar, Sie müssten doch mal etwas zur Verbesserung der Verhältnisse tun? Dann darf ich ihnen noch kurz erläutern: Dem kulturrelativistischen Paradigma gemäß sollten Sie doch anerkennen, dass es sich um eine Lebensform handelt – mag sie Ihnen als Außenstehendem auch wenig wünschenswert erscheinen – die sie dennoch achten müssen, kann doch ein Wandel nur von innen heraus stattfinden, und müssen wir doch prinzipiell die dahinterstehende kulturelle Logik als ein unserer Lebenswelt (so wir ihr nicht zugehören) ebenbürtiges Muster anerkennen. Ja – müssen wir?
Mir scheint: Das führt uns sogleich auf weitere Fragen…
Lesen Sie in zwei Wochen:
Warum wir Eulen nach Athen, aber nicht nach Angola tragen dürfen: Ethnozentrismus, Postkolonialismus und das Ding mit dem Denken
Postskriptum:
Einige Antworten auf Fragen, die nicht gestellt wurden.
— Nein, ich habe diesen Text nicht verfasst, weil ich selbst allzu viel gequält wurde – eher bin ich ein Produkt der Devianz.
— Nein, ich habe keine Ahnung, warum ich gerade über dieses Thema geschrieben habe. Ist das wichtig?
— Nein, die Beispiele sind nicht ausgedacht, sondern mir genau so zu Ohren gekommen.
— Ja, ich wurde durch andere Doktoranden genervt.
— Ja, ich habe andere Doktoranden genervt.
— Nein, die Gruppe derjenigen, die von mir genervt wurden, beschränkte sich nicht auf Doktoranden.
Und wen’s genauer interessiert:
Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen. Zweiter Teil: Das mythische Denken, hrsg. v. Birgit Recki, Text u. Anm. bearb. v. Claus Rosenkranz, Hamburg 2002.
Arnold van Gennep, Übergangsriten (Les rites de passage). Campus Verlag, Frankfurt, New York; Édition de la Maison des Sciences de l’Homme, Paris, 1999.
Victor Turner, Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur. Campus Verlag, Frankfurt, New York, 1969.
Auf Stufe 3 der akademischen Leiter (Studium – Doktorand – Postdoc – x) verzweigen sich die Wege vieler junger Nachwuchswissenschaftler. Wenn man sich das Studium als Stamm denkt, den vergleichsweise viele Kommilitonen gemeinsam erklettern, so teilen sich die Wege nach dem Studium zunehmend in die Ästelungen der Promotionsphase. Und je weiter man danach voranschreitet, desto weiter nach außen kommt man in der Baumkrone.
Die Bezeichnung „Postdoc“ sagt also an sich noch nicht viel aus über die Anforderungen, Inhalte und das Tätigkeitsfeld eines promovierten Nachwuchswissenschaftlers – nur so viel, dass er sich (zumindest vorerst) für eine akademische Laufbahn entschieden hat und diese entweder an einer Hochschule oder einer Forschungseinrichtung verbringt. Abhängig von der Finanzierung der Postdoc-Stelle und der Ausgestaltung des Lehrstuhls bzw. der Arbeitsgruppe muss zumeist eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben und einen Hut gebracht werden. Blatt, Blüte oder vom Baum fallen sind da nicht selten die drei Optionen, die sich im Laufe des Weges stellen.
Welche der drei Optionen es dann letztendlich wird, hängt davon ab, inwieweit es dem Postdoc gelingt, sich neben dem Tagesgeschäft über ebenfalls drei Dinge auszuweisen: Publikationen, Einwerben von Drittmitteln und Hochschullehre. Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal! Und dass die oftmals nur mit zahlreichen Überstunden und Verzicht auf Annehmlichkeiten wie unbefristete Verträge, verhandelbares Gehalt oder Freizeit überhaupt zu bewältigen sind, erfahren viele tagtäglich.
Was aber, wenn man auf einer Stelle sitzt, in deren Profil weder Lehre noch Drittmitteleinwerben vorgesehen sind? In meinem Fall ist das nämlich so und oft ist die erste Reaktion ein respektvolles „Herzlichen Glückwunsch!“ – ehe dann doch folgt: „Warte mal…das tut mir leid! So kannst du ja nie Prof werden!“ Denn die Frage, die sich damit stellt, ist nicht selten die, ob es dann überhaupt jemals etwas werden kann mit der Professur. Immerhin wird mein wissenschaftliches Profil nicht durch die üblichen Errungenschaften geprägt und damit bringe ich auch sehr wahrscheinlich keine eigenen Projekte mit auf eine künftige Professur. Meine aktuelle Aufgabe ist die Koordination eines sehr umfangreichen Forschungsprojektes, das in einem Dreijahreszyklus verläuft. Publizieren ist nebenbei vorgesehen, Lehre und Projektanträge ergänzen meine akademische Vita zurzeit jedoch nicht. Besonders lang ist die Liste meiner bisherigen Veröffentlichungen auch (noch) nicht. Da kann man sich schon die Frage stellen, für welche Universität ich überhaupt als Professorin interessant sein könnte.
Dennoch hatte ich nicht dieses „Hurra! – Ach nee, doch nicht“-Gefühl, seit ich meine Postdoc-Stelle angetreten habe. Die Frage und die damit verbundene Sorge, wohin der Weg wohl gehen mag, sind natürlich immer irgendwie da. Aber auf der anderen Seite stehen das große Projekt, das viele Vernetzungsmöglichkeiten bietet und vor allem auch der große Spaß an der Arbeit. Im Moment überwiegen eindeutig die positiven Aspekte. Daher hoffe ich auf Blüte statt Blatt oder Baumsturz. Ob sich am Ende der Satz, den ich kürzlich auf einer Konferenz zu hören bekam, bewahrheitet, wird sich in einigen Jahren zeigen: “Oh, so now you have been swallowed by this project!”
“Rate mal, wo ich im nächsten Semester sein werde!”, rief meine Tante ins Telefon. “Ach, ich sage es dir, darauf kommst du sowieso nicht – an der Uni!” – “Was willst du denn studieren, Tante?” – “Studieren? Ha! Lehren werde ich!” Ich muss wohl kurz erwähnen, dass meine Tante vor ihrer Emeritierung Professorin für Volkswirtschaftlehre war. [das glaubt mir jetzt eh niemand - oder kennt jemand eine emeritierte Professorin der Volkswirtschaftslehre? Aber im Netz liest man ja die unglaublichsten Geschichten. Also weiter:] weiter ›
Within the scope of the international collaborative EU project SYMBIOCORE I have joined a pilot field campaign to the Abrolhos Archipelago off the coast of southern Bahia (Brazil), which represents the kick-off event of this collaborative effort in coral reef science. This particular field campaign has originally been initiated by our Brazilian (UFBA, Salvador do Bahia) and UK (UESSEX) SYMBIOCORE partners for seasonal comparative studies on scleractinian coral photophysiology with respect to turbidity levels and water depth along a gradient from near-shore to off-shore reefs. For this field trip the SYMBIOCORE partners CESAM (Portugal) and ZMT joined the team to contribute their expertise to on-going studies, establish first personal contacts, explore and document potential study sites and plan future collaborative projects in the region.
The coastal zone and shelf area of South Bahia harbours the southern-most warm-water reef ecosystems of the Atlantic Ocean. These marginal reef environments are still only poorly investigated and offer multiple approaches to study the functioning of key reef ecosystem processes (e.g. calcification, primary production, respiration) influenced by a number of environmental factors triggered by strong seasonality (stormy seasons from May-August and dry seasons from September-April).
Stormy seasons particularly influence turbidity and sedimentation within in-shore and near-shore reefs as well as in islands further off-shore (e.g. Parcel dos Abrolhos) by enforcing sediment resuspension. Coral reef ecosystems of southern Bahia are characterized by their distinct mushroom-like morphology (“chapeirois” = “big heads”). They represent the main research target during the present expedition. In comparison to for example Indo-Pacific reef ecosystems the number of scleractinian coral species in the Abrolhos region is very low and reaches only 17, of which the endemic Mussismilia braziliensis (massive growth form) represents the most dominant and main reef-building species. In addition, 3 species of Millepora hydrocorals occur in the region. Water current velocities are generally low to moderate (during stormy season) and seasonal water temperature in the area ranges from 24 – 28 °C. Tidal range is between 2-3 m.
16. – 17.4.12
Travel from Caravelas back to Salvador do Bahia. Visit of RECOR (UFBA) research facilities in Salvador do Bahia and concluding exchange with SYMBIOCORE project partners.
15.4.12
Recovery of multiparameter probes at St. Barbara island in the morning. Transfer to station 3 (Parcels dos Abrolhos). Investigation of the study site by video recordings, deployments of Manta multiparameter probes, surface sediment sampling, live coral samples for photophysiology and water column sampling. Observations: Moderate water current in shallow depth (ca. 20 cm s-1), higher turbidity than close to St. Barbara island (Secchi depth: 10 m). Complex coral formations, protruding massive coral heads (column-like), steep drop-off to 20 m depth. High coral cover (ca. 30-40 %). High fish abundance relative to in and near-shore reefs and groups of adult parrot fish (showing undisturbed feeding). Return to St. Barbara island for sampling of carbonate sediments close to the fringing reef (collection permit from national park authority received). Transfer back to Caravelas. Unloading of boat, sample storage and night stay at local hotel.
14.4.12
Transfer to station 2 (Pedra de Lixa, near-mid-shore, position: S 17° 41.591’ W 38° 59.555’). Investigation of the study site by video recording, deployment of Manta multiparameter probes, sediment sampling and water sampling. As in station 1, the team members from UFBA, UESSEX and CESAM sampled live coral colonies for photophysiological measurements. Observations: Very similar to station 1, low water currents (< 5 cm s-1), relatively high turbidity (Secchi depth: 7.7 m), although generally this site is known to show lower sedimentation rates than Pedre de Leste. Swarms of fish observed (adult parrot and surgeon fish). Evening transfer to off-shore islands (i.e. Parcel dos Abrolhos). Night snorkelling at St. Barbara island (Abrolhos national park) to investigate the fringing reef of the island and to deploy 2 Manta and Pendant probes overnight. Observations: Reduced turbidity (visibility: 10+ m). Relatively high coral cover (30%) and high abundance of fish (adult parrot fish and groupers). Sighting of a logger head turtle. Night stay close to the island.
13.4.12
Start of pilot cruise from Caravelas. A fully equipped catamaran with sufficient space for 7 scientists and 4 crew members has been rented from a local operator. Transfer to 1. Station (Pedra de Leste, near-shore reef, position: S 17° 46.560’ W 39° 03.050’). Investigation of the reef site by photo and video documentation, deployment of Manta multiparameter probes, while live coral samples have been collected for photophysiological measurements. In addition, water samples were taken for pigment analysis. Observations: low water current (< 5 cm s-1), high turbidity (Secchi depth: 7.5 m), Millepora hydrocorals are very abundant at reef crest with strong mucus sheet production, extensive macro-algae growth in shallow depth. Many hard corals covered with fine sediment. Very few fish were present, but if, then small groups of adult parrot fish. Overnight stay at the study site.
12.4.12
Transfer from Salvador do Bahia (North Bahia) to Caravelas (South Bahia).
Dr. Malik Naumann, WG Coral Reef Ecology
Der „Added Value“-Ansatz: Eine Möglichkeit zur Berücksichtigung unterschiedlicher Startbedingungen im Wettbewerb von Hochschulen
12.04.2012 | Keine KommentareAngesichts einer stärker werdenden Diskussion um die notwendige größere Diversität der Studierendenschaft stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies bei gleichzeitig verstärkt eingesetzten Leistungsanreizen an Hochschulen hat. Eine dabei aufgeworfene Frage ist (so auch zu einem vorangegangenen Blogbeitrag): „Hat dann schon verloren, wer sich aus Überzeugung (oder aufgrund der Ausgangsbedingungen) diesem Ziel verschreibt/verschreiben muss?“ Bzw. könnte man die Frage auch anders formulieren: Sind Nachteile für Hochschulen mit einer inhomogenen Studierendenpopulation im bestehenden Leistungsanreiz-System unvermeidbar? Dieser Beitrag [1] widmet sich schwerpunktmäßig der knappen Darstellung und Diskussion eines Beispiels für ein „gerecht(er)es“ System der leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM). Hierfür wird mit dem in Deutschland bisher kaum rezipierten australischen Modell eine Möglichkeit zur Berücksichtigung von Diversität und unterschiedlichen Startbedingungen im Wettbewerb von Hochschulen vorgestellt und seine Übertragbarkeit auf den deutschen Kontext diskutiert. weiter ›
Ihre Geschichte
Ein Jahr nach der Geburt unserer Tochter wollten wir beide wieder mehr Zeit für unsere Promotionen haben. Unsere Tochter sollte daher in eine der Kinderkrippen zur Betreuung gehen. Dass diese Plätze knapp sind, war uns durch andere Eltern im Freundeskreis bekannt. weiter ›
Seine Geschichte
Wir haben viele Freunde, die in letzter Zeit Kinder bekommen haben. Alle sind sie recht intelligent und haben moderne Einstellungen zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Doch als dann mit dem Kind die Frage auftauchte, wer sich darum kümmert, hörte sich wieder alles althergebracht an: Bei nur einem Paar brachte der männliche Part genau so viel Zeit für die Betreuung auf wie der weibliche. Nur einmal nahm Er also so viel Karriereeinschnitte in Kauf wie Sie. Wieso ist das immer noch nicht anders? weiter ›
Wenn es um Leistungsbewertungen und Leistungsanreize geht, wird oft auch deren (Leistungs-)Gerechtigkeit[1] diskutiert. Allerdings wird dabei meist auch schnell deutlich, dass sehr unterschiedliche Vorstellungen davon existieren, was als `gerecht´ anzusehen sei, wie nachfolgende Äußerungen veranschaulichen: „Fair ist der Vergleich nur zwischen Hochschulen, die mit Blick auf die Zielsetzungen, ihr Profil und ihre Strukturen wirklich vergleichbar sind.“, so ein Mitarbeiter des CHE zu deren geplantem europäischen Hochschulranking U-Multirank (Federkeil 2009: 7, vgl. auch CHE 2011: 2). Dagegen sagte der ehemalige baden-württembergische Wissenschaftsminister Frankenberg[2]: „Es ist im Leben immer so, dass es keine gleichen Voraussetzungen gibt.“ Was als gerecht wahrgenommen wird, kann sich also selbst zwischen Personen deutlich unterscheiden, die als Protagonisten von Leistungsanreizen im Hochschulbereich gelten. In diesem Beitrag[3] möchte ich daher zur Erweiterung der Argumentationsbasis in die teilweise sehr anekdotische und emotional geführte Diskussion gerechtigkeitstheoretische Überlegungen einbringen, welche die Ursachen für sehr unterschiedliche Wahrnehmungen von Gerechtigkeit etwas erhellen dürften. weiter ›
Im letzten Jahr wurde durch die Guttenberg-Affäre der Glaube an das System der Qualifizierung als Dr.-Titel-Träger in den Grundfesten erschüttert. Sind die aufgedeckten Fälle des Plagiats tatsächlich bedauerliche Einzelfälle oder liegt etwas im Promotionswesen generell im Argen in Deutschland?
In Folge der öffentlichen Diskussionen um die Qualität der Promotionen hierzulande, wurden verschiedene Modelle vorgeschlagen, die überwiegend darauf aus sind, die Doktorandinnen und Doktoranden stärker zu kontrollieren oder einfach nur mehrere Betreuer zur Verfügung zu stellen. Kontrolle statt Ursachenforschung! Kontrollmaßnahmen und geänderte Promotionsordnungen täuschen über die Tatsache hinweg, dass oftmals mit einer mangelnden Betreuung durch die Doktormütter und -väter das Übel erst anfängt und wissenschaftliches Fehlverhalten in Hochschulen – nicht so selten wie man vielleicht denkt – auch vorgelebt wird. Nicht umsonst hatte der Deutsche Hochschulverband seinen 60. DHV-Tag 2010 unter das Motto „Wissenschaft braucht Ethik“ gestellt. weiter ›
Aus aktuellem Anlass schreiben wir heute zu einem etwas anders geartetem Thema als bisher (ein klein wenig hat es aber auch mit “Promovieren mit Kind” zu tun). Vor einigen Tagen fand an unserer Universität die erste Promovierendenvollversammlung mit der Wahl eines Promovierendenrats statt. Der Rat wird die Interessen der Promovierenden unter anderem gegenüber der Hochschulleitung vertreten. Er versteht sich als Sprachrohr aller Doktorandinnen und Doktoranden unserer Hochschule. weiter ›
Über meinem Schreibtisch hängt ein Bild, das ich aus der Zeitung ausgerissen habe. Es zeigt ein Foto mit der Beschriftung: „Der sowjetische Arzt Leonid Rogazow entfernte sich 1961 auf einer einsam gelegenen Polarstation eigenhändig den Blinddarm.“ – Montag muss meine Diss in die Druckerei, und der Text ist noch nicht fertig. weiter ›
Fahren auf Sicht, Lieben auf Zeit: Trübe Aussichten für den wissenschaftlichen Nachwuchs?
31.01.2012 | Kommentare: 26Studentinnen und Studenten wissen, dass es mehrheitlich wissenschaftliche Nachwuchskräfte sind, die für Durchführung und Organisation der Lehre verantwortlich und damit für die Qualität der Hochschulbildung insgesamt wesentlich sind. Professorinnen und Professoren wissen, dass Promotionen, Habilitationen und andere Forschungsleistungen von Nachwuchskräften wesentlich zur Produktivität des Forschungssystems beitragen. Ein nachwuchsfreundliches Klima sollte für eine Universität, an der Forschung und Lehre denselben Ort haben, also im Sinne aller und damit selbstverständlich sein. Was klare und strukturierte Aufstiegsperspektiven, frühe selbstständige Lehr- und Forschungstätigkeit und halbwegs attraktive Arbeitsbedingungen auch für den Nachwuchs bedeuten würde. weiter ›
Seine Geschichte
Wir wollten unsere Tochter immer möglichst gleichberechtigt betreuen (mehr dazu in einem kommenden Beitrag), aber bezüglich Elternzeit und Elterngeld wollten wir natürlich auch auf möglichst wenig Familieneinkommen verzichten. weiter ›






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