Es wurde an dieser Stelle ja schon einiges über wissenschaftliche Konferenzen geschrieben, doch ich denke, daß ein wichtiges Element bisher nicht ausreichend gewürdigt wurde und deshalb erlaube ich mir heute, so kurz vor dem Wochenende, mal einen subjektiv-launigen Beitrag zu diesem Thema.
Beiträge aus der Kategorie ‘ Wir forschen ’
Was ist eigentlich Erfolg in der Wissenschaft? Gemeint sind jetzt nicht Erfolge auf der Metaebene – bessere Gesundheit, Umweltschutz, Mobilität und so weiter. Nein, ganz konkret, bezogen auf den Arbeitsalltag eines Forschers: Was ist (ein) Erfolg?
Einer der größten Vorteile des Forscherlebens ist die angenehme Tatsache, dass man auf Forschungspositionen nicht lehren muss. (Selbstverständlich kann man, wenn man will: zu meiner Forschungsarbeit gehört ein freiwilliges Lehrdeputat von zwei Semesterwochenstunden, und das Seminar, welches ich leite, ist ein Forschungsseminar, also keine dröge Druckbetankung ohnehin nur aus purer Not anwesender Studis, die schlicht und ergreifend „den Schein brauchen“ und so lust- wie hirnlos meinen Ausführungen lauschen. Doch dazu später mehr.)
Jetzt geht es wieder los: Die nächste Runde der Exzellenzinitiative steht vor der Tür. Doch sind die ersten Runden noch nicht verdaut: An den Exzellenzorten sammelt man erste Erfahrungen mit ‘dem großen Geld’ und damit, in schnellem Tempo Rechenschaft über die Ausgaben und Leistungen abzulegen. Andernorts bereiten sich Rektorate und Wissenschaftler darauf vor, bei der kommenden ExIni endlich gut abzuschneiden. Zu diesem Zweck werden Anträge geschrieben, und es wird umverteilt, um den langfristigen Erhalt der Exzellenzprojekte zu gewährleisten. Im Ergebnis ist die Unilandschaft in einer Weise dynamisiert, dass sie an die Grenzen des akademisch und sozial Verantwortbaren gerät. weiter ›
Auf welche Quintessenz könnte man kommen, wenn man eine erfolgreiche Forschungsphase im Rahmen der Promotion und knapp anderthalb Jahre als Forschungsleiter in einem ambitionierten Vorhaben beschreiben möchte? Man könnte zum Beispiel sagen: Die Forschung ist frei. Und das sind nicht nur ein gesetzliches Postulat sowie eine Binsenweisheit, sondern es ist in jeder Hinsicht richtig. So schön diese Tatsache inhaltlich ist, so schwierig ist es in vielen anderen Bereichen, mit denen sich ein Forscher im Rahmen seiner Arbeit auseinandersetzen muss. (Und damit meine ich nicht nur die allgemein bekannten Herausforderungen, vor die einen manch Uni-Verwaltung stellt.) In loser Folge möchte ich an dieser Stelle die verschiedenen Ausprägungen von Freiheit vorstellen und so einen kleinen Einblick in die digitale Forschungswelt ermöglichen.


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