22.06.2010 von
Stephan Humer |
Im aktuellen Newsletter des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) entdeckte ich eine interessante Passage zum Thema Berufungsrecht. Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner will das Berufungsrecht aus verschiedenen Gründen nicht den Hochschulen übertragen. In den vergangenen drei Jahren ist er einige Male von den Berufungsvorschlägen abgewichen:
„Als Gründe nannte der Senator Gleichstellungsgesichtspunkte oder die Nichtberücksichtigung der Überqualifikation von Bewerbern auf eine Juniorprofessur seitens der Hochschulen.“
(Quelle: Newsletter DHV 06/2010)
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08.05.2010 von
Stephan Humer |
Neulich erreichte auch mich wieder einmal eines dieser “tollen Angebote”, die sich später mit Sicherheit “richtig auszahlen” würden. Ein honoriger Professor (anerkannt, kompetent, rührig und sympathisch, wenngleich auch nicht gerade unkompliziert) fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, etwas “Zeit und Energie” in ein (sehr vages) Vorhaben zu investieren, welches sich spätestens in ca. sechs bis neun Monaten in Form von Honoraren auszahlen würde. Eine Gewähr gäbe es freilich nicht und man müsse in meiner Position ja stets etwas investieren, bevor man (vielleicht) auch etwas herausbekommt. So sei das heutzutage nun mal in der Wissenschaft. Halt so wie im Freiberuflertum. Flexibel und mit Risiko. Da müsse man durch.
Ich habe abgelehnt.
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19.02.2010 von
Stephan Humer |
Es wurde an dieser Stelle ja schon einiges über wissenschaftliche Konferenzen geschrieben, doch ich denke, daß ein wichtiges Element bisher nicht ausreichend gewürdigt wurde und deshalb erlaube ich mir heute, so kurz vor dem Wochenende, mal einen subjektiv-launigen Beitrag zu diesem Thema.
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17.11.2009 von
Stephan Humer |
Was ist eigentlich Erfolg in der Wissenschaft? Gemeint sind jetzt nicht Erfolge auf der Metaebene – bessere Gesundheit, Umweltschutz, Mobilität und so weiter. Nein, ganz konkret, bezogen auf den Arbeitsalltag eines Forschers: Was ist (ein) Erfolg?
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21.07.2009 von
Stephan Humer |
Einer der größten Vorteile des Forscherlebens ist die angenehme Tatsache, dass man auf Forschungspositionen nicht lehren muss. (Selbstverständlich kann man, wenn man will: zu meiner Forschungsarbeit gehört ein freiwilliges Lehrdeputat von zwei Semesterwochenstunden, und das Seminar, welches ich leite, ist ein Forschungsseminar, also keine dröge Druckbetankung ohnehin nur aus purer Not anwesender Studis, die schlicht und ergreifend „den Schein brauchen“ und so lust- wie hirnlos meinen Ausführungen lauschen. Doch dazu später mehr.)
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21.06.2009 von
Sandra Richter |
Jetzt geht es wieder los: Die nächste Runde der Exzellenzinitiative steht vor der Tür. Doch sind die ersten Runden noch nicht verdaut: An den Exzellenzorten sammelt man erste Erfahrungen mit ‘dem großen Geld’ und damit, in schnellem Tempo Rechenschaft über die Ausgaben und Leistungen abzulegen. Andernorts bereiten sich Rektorate und Wissenschaftler darauf vor, bei der kommenden ExIni endlich gut abzuschneiden. Zu diesem Zweck werden Anträge geschrieben, und es wird umverteilt, um den langfristigen Erhalt der Exzellenzprojekte zu gewährleisten. Im Ergebnis ist die Unilandschaft in einer Weise dynamisiert, dass sie an die Grenzen des akademisch und sozial Verantwortbaren gerät. weiter ›
06.06.2009 von
Stephan Humer |
Auf welche Quintessenz könnte man kommen, wenn man eine erfolgreiche Forschungsphase im Rahmen der Promotion und knapp anderthalb Jahre als Forschungsleiter in einem ambitionierten Vorhaben beschreiben möchte? Man könnte zum Beispiel sagen: Die Forschung ist frei. Und das sind nicht nur ein gesetzliches Postulat sowie eine Binsenweisheit, sondern es ist in jeder Hinsicht richtig. So schön diese Tatsache inhaltlich ist, so schwierig ist es in vielen anderen Bereichen, mit denen sich ein Forscher im Rahmen seiner Arbeit auseinandersetzen muss. (Und damit meine ich nicht nur die allgemein bekannten Herausforderungen, vor die einen manch Uni-Verwaltung stellt.) In loser Folge möchte ich an dieser Stelle die verschiedenen Ausprägungen von Freiheit vorstellen und so einen kleinen Einblick in die digitale Forschungswelt ermöglichen.
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