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Beiträge aus der Kategorie ‘ Nachrichten aus dem Mittelbau ’

Warum Doktoranden immer klagen, die Gesellschaft immer feindlich gestimmt und Doktorväter und -mütter immer übelgesonnen sein müssen…

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Der Klagen über den Betreuer oder die Betreuerin hört man unter Doktoranden wahrlich genug: Während bei dem einen trotz überschaubarer Zahl von Doktoranden der Doktorvater nach zwei Jahren Arbeit am opus magnum den Namen seines Doktoranden immer noch nicht kennt (geschweige denn das Thema von dessen Arbeit), kann der andere den akademischen Zögling gar nicht oft genug einbestellen, um ihm beispielsweise zu sagen, dass alles bisher Verfasste noch einmal grundlegend überarbeitet werden muss, oder aber, um ihm Aufgaben zu übertragen, die mit der Dissertation eigentlich nichts zu tun haben, die zu erledigen aber selbstredend im aufgeklärten Eigeninteresse des so Beauftragten liegen. Seien wir ehrlich: Manchmal berechtigt, manchmal auch weniger berechtigt – das Dauerklagen scheint zum Habitus des Doktoranden zu gehören. Und selbst den Leidensgenossen wird das Leid der anderen bisweilen ein leidiges Leid: So schön es ist, sich im geteilten Schicksal zu suhlen, auf die Dauer nervt’s. Warum aber klagen Doktoranden dauernd, und warum macht es offenbar kein Doktorvater/-mutter je richtig? Zufall oder kulturelle Notwendigkeit?

Spätestens seit Arnold van Gennep, dank seiner Opposition gegen die Durkheim-Schule ein intellektueller Outlaw seiner Zeit, wissen wir um die Existenz sogenannter Übergangsriten. Dabei geht van Gennep von einer allgemeinen Beobachtung aus, nämlich der, dass sich doch bestimmte Rituale in gänzlich verschiedenen Kulturen strukturell ziemlich ähnlich sind – und zwar solche, die, grob gesagt,  Menschen innerhalb einer bestimmten Gruppe von einer Teilgruppe in eine andere befördern; und dabei – sagt uns van Gennep – gibt es dann drei Phasen: Trennungs-, Schwellen- und Wiederangliederungsphase, zu denen entsprechende Rituale gehören, die dann eben in der entsprechenden Reihenfolge durchgeführt werden (van Gennep 1999: 13f, 21). Victor Turner war es, der van Genneps Theorie aufgriff und nachhaltig erweiterte, indem er ein Schwergewicht auf die Phase der Liminalität, den Schwellenzustand also, legte.

Hilft uns das in unserer Frage weiter? Klar, denn wer wollte schon bestreiten, dass der Erwerb des Doktortitels ein Übergangsritus ist? Bleibt uns nur noch, das, was intuitiv einleuchtet, am Datenmaterial zu überprüfen.

Da heißt es bei Turner: „Schwellenwesen sind weder hier noch da; sie sind weder das eine noch das andere, sondern befinden sich zwischen den vom Gesetz, der Tradition, der Konvention und dem Zeremonial fixierten Positionen.“ (Turner 1969: 95) In der Schwellenphase ist der „Passierende“ in einer Art kulturellem Niemandsland: Hier hat er keine oder kaum mehr Merkmale des vorangegangenen und noch keine des zukünftigen Zustands. Dass das auf unseren Doktoranden zutrifft, da dürfte kein Zweifel bestehen: War er vorher noch ordentlicher Studierender mit allen dazugehörigen Vorzügen, in der gesellschaftlichen Position des angehenden Akademikers, fällt er nach dem Studienabschluß in ein kulturelles Loch: Während die Nicht-Initianten in akademische Würden und Weihen nun nämlich „ordentlich“ arbeiten gehen, verliert der Doktorand mit dem Abschluß jeden Status: Er ist kein Student mehr, der ewig pleite sein und spät aufstehen darf, er geht aber auch nicht über in den Status des Berufstätigen (Übergang, der wiederum mit seinen eigenen Initiationsriten gesegnet ist), geschweige denn in den des Mitglieds der akademischen Community: Davor steht die Promotionsphase – der Doktorand ist ein „Passierender“. Passieren tut da aber oft jahrelang nicht viel.
„In komplexen Gesellschaften“, schreibt Victor Turner, „ist Liminalität infolge der fortschreitenden Arbeitsteilung oft zu einer religiösen oder quasi-religiösen Daseinsform geworden.“ (Turner 1969: 160) Vor allem dem Ausdruck „Daseinsform“ können wir wohl beipflichten, wo sich diese „Schwelle“ doch bei so manch einem über ein Dezennium ausdehnt. Da fällt dann auch sogleich ein weiteren gutes Stichwort – auch wenn Turner da etwas anderes im Sinn hatte – nämlich: Arbeitsteilung.
Die Arbeitsteilung verstreut sich in unserem Falle fröhlich auf die gesamte Gesellschaft, denn nicht etwa nur die Doktorelternteile spielen ihre Rolle im Ritual, sondern auch alle weiteren Institutionen und Personen. Bevor wir dazu aber mehr sagen können, müssen wir noch rasch einen weiteren Punkt anführen, den Turner sehr schön ausgearbeitet hat, nämlich die Frage nach dem Sinn und Zweck der rituellen Übung. Ein solcher findet sich nämlich – in einer bestimmten Form des Übergangsritus, dem der Statuserhöhung (ohne Zweifel geht’s hier genau darum) – darin, dass das zu initiierende Subjekt auf die zukünftige gesellschaftliche Rolle vorbereitet wird, in dem er möglichst nachhaltig gedemütigt und herabgesetzt wird. Da haben wir es also.
Hier spielen nun alle in unserer Kultur ihre wertvolle und unverzichtbare Rolle, wobei je nach Einzelfall die Rolle unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Hier nur einmal synoptisch: Forschungs- und Förderinstitutionen (Herabsetzung durch Ablehnung der Mittel oder mindestens Erschwerung des Mittelzugangs durch ritualisierte im hohen Maße enigmatische Antragsverfahren), Familie (Demonstration von größtmöglichem Desinteresse oder aber von hartnäckigen Erkundigungen nach dem Arbeitsfortschritt), die anderen Mitglieder der Communitas (Turners Wortwahl) der Initianten, die durch gegenseitiges Wehklagen eine allgemein schlechte Stimmung erzeugen, die auch den Fortschritt der Communitas selbst lähmen soll (dies ist vielleicht ein sonst in der Tradition der Übergangsriten nicht ganz so verbreitetes Mittel).
Die Schlüsselrolle kommt freilich dem Betreuer oder der Betreuerin zu. Er oder sie verfügt hier über einen oral tradierten Katalog an wertvollen und effizienten Mitteln, hier in der Reihenfolge von der höchsten Wirksamkeit zur niedrigsten: Leugnung der Kenntnis des Namens des Doktoranden; Erteilung von nur vorgeblichen Verbesserungsvorschlägen, die beim nächsten Treffen als völlig falscher Pfad enttarnt werden; Erteilung von Arbeitsaufträgen, die mit der Dissertation möglichst nicht in Zusammenhang stehen, um die Fertigstellung möglichst mühselig zu gestalten; Vortäuschen cholerischer Anfälle, heimtückischem Verhalten und sonstigen sozialen Inkompetenzen. Individuell und subkulturell bedingt können Nebenformen auftreten. Manche dieser Mittel haben durchaus magischen Charakter. Es ist bekannt, dass dem Eigennamen traditionell eine Schlüsselrolle für die Existenz zukommt (wer hier Zweifel hat, informiere sich in den Schriften Ernst Cassirers zum mythischen Denken): Die rituelle Verleugnung des Namens hat also eine magische Wirkung. Durch den Verlust des Namens verliert der Doktorand seine Existenz, er wird zu nichts. Eben deshalb steht dieses Mittel an höchster Stelle, was seine Wirksamkeit im Gesamtritus angeht; da es aber ein sehr gefährliches Mittel ist, darf es nur von hochkompetenten Spezialisten zum Einsatz gebracht werden.
Beruhigt können wir also nach knapper Analyse nun das Ergebnis vorlegen: Alles ist in bester kultureller Ordnung. Würde sich der Doktorand also wohlfühlen, wäre das ganze kulturelle Gefüge mit einem Schlage dahin! Was wie besonders schädliches Verhalten seitens der Betreuer und der Mitglieder der Communitas wirkt, sind in Wirklichkeit die am höchsten zu schätzenden Mittel, um aus den Doktoranden am Ende hochkompetente Wissenschaftler zu machen.
Wer da etwa glaubt, sich glücklich schätzen zu dürfen, weil er mit der Betreuung rundum zufrieden ist, hat eigentlich die Pointe verpasst. Sein Fall stellt ein für Theoretiker eigentlich höchst unliebsamen Fall dar, da er mit der Theorie nicht sinnvoll zu erfassen ist. Wir machen also einfach ein neues Fässchen auf, das wir mit „Devianzen“ beschriften, tun einen Deckel obendrauf, stellen es ganz oben und hinten in unser wohlsortiertes theoretisches Regal und vergessen es möglichst zügig. Denn: Eigentlich ist es dem kulturellen Sinn und Zweck so sehr zuwider, dass es gar nicht sein kann, gar nicht sein darf!
Beruhigt? Nein? Meinen Sie, geneigter Leser, gar, Sie müssten doch mal etwas zur Verbesserung der Verhältnisse tun? Dann darf ich ihnen noch kurz erläutern: Dem kulturrelativistischen Paradigma gemäß sollten Sie doch anerkennen, dass es sich um eine Lebensform handelt – mag sie Ihnen als Außenstehendem auch wenig wünschenswert erscheinen – die sie dennoch achten müssen, kann doch ein Wandel nur von innen heraus stattfinden, und müssen wir doch prinzipiell die dahinterstehende kulturelle Logik als ein unserer Lebenswelt (so wir ihr nicht zugehören) ebenbürtiges Muster anerkennen. Ja –  müssen wir?
Mir scheint: Das führt uns sogleich auf weitere Fragen…

Lesen Sie in zwei Wochen:
Warum wir Eulen nach Athen, aber nicht nach Angola tragen dürfen: Ethnozentrismus, Postkolonialismus und das Ding mit dem Denken

Postskriptum:

Einige Antworten auf Fragen, die nicht gestellt wurden.

— Nein, ich habe diesen Text nicht verfasst, weil ich selbst allzu viel gequält wurde – eher bin ich ein Produkt der Devianz.
— Nein, ich habe keine Ahnung, warum ich gerade über dieses Thema geschrieben habe. Ist das wichtig?
— Nein, die Beispiele sind nicht ausgedacht, sondern mir genau so zu Ohren gekommen.
— Ja, ich wurde durch andere Doktoranden genervt.
— Ja, ich habe andere Doktoranden genervt.
— Nein, die Gruppe derjenigen, die von mir genervt wurden, beschränkte sich nicht auf Doktoranden.

Und wen’s genauer interessiert:

Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen. Zweiter Teil: Das mythische Denken, hrsg. v. Birgit Recki, Text u. Anm. bearb. v. Claus Rosenkranz, Hamburg 2002.

Arnold van Gennep, Übergangsriten (Les rites de passage). Campus Verlag, Frankfurt, New York; Édition de la Maison des Sciences de l’Homme, Paris, 1999.

Victor Turner, Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur. Campus Verlag, Frankfurt, New York, 1969.

Der „Added Value“-Ansatz: Eine Möglichkeit zur Berücksichtigung unterschiedlicher Startbedingungen im Wettbewerb von Hochschulen

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Angesichts einer stärker werdenden Diskussion um die notwendige größere Diversität der Studierendenschaft stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies bei gleichzeitig verstärkt eingesetzten Leistungsanreizen an Hochschulen hat. Eine dabei aufgeworfene Frage ist (so auch zu einem vorangegangenen Blogbeitrag): „Hat dann schon verloren, wer sich aus Überzeugung (oder aufgrund der Ausgangsbedingungen) diesem Ziel verschreibt/verschreiben muss?“  Bzw. könnte man die Frage auch anders formulieren: Sind Nachteile für Hochschulen mit einer inhomogenen Studierendenpopulation im bestehenden Leistungsanreiz-System unvermeidbar? Dieser Beitrag [1] widmet sich schwerpunktmäßig der knappen Darstellung und Diskussion eines Beispiels für ein „gerecht(er)es“ System der leistungsorientierten Mittelvergabe (LOM). Hierfür wird mit dem in Deutschland bisher kaum rezipierten australischen Modell eine Möglichkeit zur Berücksichtigung von Diversität und unterschiedlichen Startbedingungen im Wettbewerb von Hochschulen vorgestellt und seine Übertragbarkeit auf den deutschen Kontext diskutiert. weiter ›

Wie „gerecht“ sind Leistungsanreize an Hochschulen?

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Wenn es um Leistungsbewertungen und Leistungsanreize geht, wird oft auch deren (Leistungs-)Gerechtigkeit[1] diskutiert. Allerdings wird dabei meist auch schnell deutlich, dass sehr unterschiedliche Vorstellungen davon existieren, was als `gerecht´ anzusehen sei, wie nachfolgende Äußerungen veranschaulichen: „Fair ist der Vergleich nur zwischen Hochschulen, die mit Blick auf die Zielsetzungen, ihr Profil und ihre Strukturen wirklich vergleichbar sind.“, so ein Mitarbeiter des CHE zu deren geplantem europäischen Hochschulranking U-Multirank (Federkeil 2009: 7, vgl. auch CHE 2011: 2). Dagegen sagte der ehemalige baden-württembergische Wissenschaftsminister Frankenberg[2]: „Es ist im Leben immer so, dass es keine gleichen Voraussetzungen gibt.“ Was als gerecht wahrgenommen wird, kann sich also selbst zwischen Personen deutlich unterscheiden, die als Protagonisten von Leistungsanreizen im Hochschulbereich gelten. In diesem Beitrag[3] möchte ich daher zur Erweiterung der Argumentationsbasis in die teilweise sehr anekdotische und emotional geführte Diskussion gerechtigkeitstheoretische Überlegungen einbringen, welche die Ursachen für sehr unterschiedliche Wahrnehmungen von Gerechtigkeit etwas erhellen dürften. weiter ›

Meine schönsten Fußnoten

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Die Fußnote als wissenschaftliche Einrichtung ist in letzter Zeit etwas in Verruf geraten, ganz zu schweigen von der fehlenden Fußnote und – noch schlimmer – der Scheinfußnote, die sich, wie man jetzt weiß, zu einer prächtigen Fußangel auswachsen kann. Um dem beschädigten Ruf der Fußnote wieder aufzuhelfen, weiter ›

…schon wieder ein Plagiatsfall!

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Liebes Finanzamt,

wenn Sie behaupten, meine Steuererklärung sei ein Plagiat, dann kann ich dazu nur sagen: Das ist abstrus. Dieser Steuerbescheid ist in mühevoller Kleinarbeit neben meiner Tätigkeit als Wissenschaftlerin und junger Familienmutter entstanden. Vielleicht habe ich den einen oder anderen Beleg vergessen einzureichen weiter ›

Wissenschaft oder Wirtschaft? Arbeitsmarktchancen und Perspektiven für Promovierte in Deutschland

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Ein zentrales Ergebnis der Analyse von Promoviertenbefragungen für den Bundes­bericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland (BuWiN 2008) war: Promovierte sind durchschnittlich erfolgreicher als Nichtpromo­vierte, und: Sie sind im privaten Sektor erfolgreicher als im Hochschulsektor. Inwiefern sich die Promotion auszahlt, hängt also nicht nur vom Dr.-Titel ab, sondern (neben dem Fach) auch vom Beschäfti­gungssektor. Eine wesentliche Frage für die Promovierten bezüglich ihrer Arbeitsmarkt­chancen lautet daher: Wissenschaft oder Wirtschaft? (siehe ausführlicher dazu: Krempkow 2010a) weiter ›

Ich heirate eine Wissenschaft

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Etwas überrascht war ich ja schon, als mir für die schätzungsweise zweihundertfünfundvierzigste Verlängerung meines Arbeitsvertrags die folgende Eidesformel vorgelegt wurde: Ich schwöre, der Wissenschaft treu zu dienen, in guten wie in schlechten Tagen, bis dass das Wissenschaftszeitvertragsgesetz uns scheide…” weiter ›

Der Terror der Politischen Korrektheit

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Da war ich doch in den letzten Wochen so in meinen Forschungen versunken, dass ich die neueste Gefahr für die Freiheit der Wissenschaft glatt übersehen habe: den Terror der politischen Korrektheit. Nachzulesen in diesem Portal weiter ›

Wie man einen schlechten Vortrag hält

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1. Der Einleitungssatz:

Mach dem Publikum deutlich, wieso du vor ihm stehst – falls du es weißt.

Variante 1: „Meine Damen und Herren, schön, dass Sie nun alle schweigen müssen und ich sprechen darf.“

Variante 2: „Ja. Ich weiß auch nicht. Aber ich fang mal an.“ weiter ›

Wie man einen guten Vortrag schreibt

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Einen guten Vortrag zu schreiben, ist überhaupt nicht schwierig: Man beginne frühzeitig mit der Planung, sichte die relevante Literatur und erarbeite eine Gliederung, die eine klare Gedankenführung erahnen lässt. weiter ›

Wer schreibt, bleibt. Fragt sich nur: wo?

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„Ach, wie gut du es doch hast, dass du in der Wissenschaft arbeiten kannst“, mailte mir neulich meine alte Freundin Zora. „Wieso?“, schrieb ich zurück, denn ich sortierte gerade das Stichwortverzeichnis für einen Tagungsband und befand mich nicht auf der üblichen Höhe meines Lebensgefühls. weiter ›

Exzellenz

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Gerade habe ich die letzte Klausur des Semesters korrigiert – da drüben liegt der große Stapel, den ich in den letzten Tagen abgearbeitet habe. Was für ein exzellentes Gefühl! Und Exzellenz wollen wir doch alle, oder? Exzellenz ist das neue Schlagwort im Wissenschaftsmanagement: Nachdem all die „Module“ und „Cluster“, die uns in den letzten Jahren scharenweise heimgesucht haben, die Lage allenfalls verschlimmbessern konnten, soll die „Exzellenz“ es jetzt richten. weiter ›

Der Forschungsantrag

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Wenn der academics-blog so etwas wie der Freizeitpark des Lebens im Mittelbau ist, dann ist die Vorhölle: der Forschungsantrag. Einen Forschungsantrag zu schreiben geht so: Ich entwerfe einen Plan für etwas, wovon ich leider noch keinen Plan habe, weil ich kein Geld oder keine Stelle habe, um ihn mir zu verschaffen. weiter ›

Könnt ihr mich hören? Eine Zwischenbilanz

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Neulich fragte ich an dieser Stelle: Wo sind die Wissenschaftler/innen mit Kindern (kurz:“WmKs“)? Sie haben sich zahlreich zur Stelle gemeldet, sogar beiderlei Geschlechts und international gestreut – erste gute Nachricht: Es gibt sie also, und sie sind überall. Hier die Toplist ihrer dringendsten Anliegen: weiter ›

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