Etwas überrascht war ich ja schon, als mir für die schätzungsweise zweihundertfünfundvierzigste Verlängerung meines Arbeitsvertrags die folgende Eidesformel vorgelegt wurde: Ich schwöre, der Wissenschaft treu zu dienen, in guten wie in schlechten Tagen, bis dass das Wissenschaftszeitvertragsgesetz uns scheide…” weiter ›
Beiträge aus der Kategorie ‘ Nachrichten aus dem Mittelbau ’
Da war ich doch in den letzten Wochen so in meinen Forschungen versunken, dass ich die neueste Gefahr für die Freiheit der Wissenschaft glatt übersehen habe: den Terror der politischen Korrektheit. Nachzulesen in diesem Portal weiter ›
1. Der Einleitungssatz:
Mach dem Publikum deutlich, wieso du vor ihm stehst – falls du es weißt.
Variante 1: „Meine Damen und Herren, schön, dass Sie nun alle schweigen müssen und ich sprechen darf.“
Variante 2: „Ja. Ich weiß auch nicht. Aber ich fang mal an.“ weiter ›
Einen guten Vortrag zu schreiben, ist überhaupt nicht schwierig: Man beginne frühzeitig mit der Planung, sichte die relevante Literatur und erarbeite eine Gliederung, die eine klare Gedankenführung erahnen lässt. weiter ›
Jetzt neu: die Niedersächsische Technische Hochschule
03.09.2008 von Friederike Wapler | Kommentare: 2Aus unserer Serie „Innovative Projekte – direkt vom grünen Tisch“, heute: Die Niedersächsische Technische Hochschule, kurz „NTH“. Eine kreative Lösung für das allen Landesregierungen bekannte Problem: Forschung fördern wir gern – wenn nur die vielen Unis nicht wären… weiter ›
„Ach, wie gut du es doch hast, dass du in der Wissenschaft arbeiten kannst“, mailte mir neulich meine alte Freundin Zora. „Wieso?“, schrieb ich zurück, denn ich sortierte gerade das Stichwortverzeichnis für einen Tagungsband und befand mich nicht auf der üblichen Höhe meines Lebensgefühls. weiter ›
Gerade habe ich die letzte Klausur des Semesters korrigiert – da drüben liegt der große Stapel, den ich in den letzten Tagen abgearbeitet habe. Was für ein exzellentes Gefühl! Und Exzellenz wollen wir doch alle, oder? Exzellenz ist das neue Schlagwort im Wissenschaftsmanagement: Nachdem all die „Module“ und „Cluster“, die uns in den letzten Jahren scharenweise heimgesucht haben, die Lage allenfalls verschlimmbessern konnten, soll die „Exzellenz“ es jetzt richten. weiter ›
Wenn der academics-blog so etwas wie der Freizeitpark des Lebens im Mittelbau ist, dann ist die Vorhölle: der Forschungsantrag. Einen Forschungsantrag zu schreiben geht so: Ich entwerfe einen Plan für etwas, wovon ich leider noch keinen Plan habe, weil ich kein Geld oder keine Stelle habe, um ihn mir zu verschaffen. weiter ›
Neulich fragte ich an dieser Stelle: Wo sind die Wissenschaftler/innen mit Kindern (kurz:“WmKs“)? Sie haben sich zahlreich zur Stelle gemeldet, sogar beiderlei Geschlechts und international gestreut – erste gute Nachricht: Es gibt sie also, und sie sind überall. Hier die Toplist ihrer dringendsten Anliegen: weiter ›
Neulich bei unserem Thailänder hatte ich einen solchen Hunger, dass ich aus Versehen diese kleine winkende Katze mitgegessen habe. „Das ist die Deko!“, hatte mein Mann mir noch zugezischelt, aber da war es schon zu spät. Die Wirtsfamilie machte einen Riesenaufstand, das sei eine Glückskatze, und was solle jetzt nur aus ihrem Restaurant werden, aber was sollte ich schon tun? Nun winkt das Katzentier in meinem Bauch. Mit meiner Work-Life-Balance habe ich seitdem keine Probleme mehr. weiter ›
„Mama“, fragte mich meine Achtjährige, als ich gerade damit beschäftigt war, mein Fahrrad anzuschließen, „woher wissen wir eigentlich, dass wir gerade nicht nur träumen?“ – „Äh ja, gute Frage“, antwortete ich um Zeit zu gewinnen. weiter ›
„Schreiben Sie doch auch einmal etwas über Ihre Work-Life-Balance als Wissenschaftlerin und Mutter“, forderte man mich auf. Mache ich gern, dachte ich, da gibt es einiges zu erzählen. Aber – bange Frage: Wen interessiert das überhaupt? Mal sehen, wie viele Wissenschaftlerinnen mit Kindern ich hier im akademischen Mittelbau noch kenne … weiter ›


RSS Feed