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Beiträge aus der Kategorie ‘ Promotionsecke ’

Doktor à l’Anglaise

von Christoph Meyer | Kommentare: 7

Gibt es Noten für die Doktorarbeit in Großbritannien? Wozu denn? Wir haben ja Optionen A bis F. A heisst „Bestanden – herzlichen Glückwunsch. F heisst nicht bestanden und versuch gar nicht erst wieder einzureichen und Du bekommst noch nicht einmal einen MPhil zum Trost. De facto gibt es eigentlich nur drei Optionen: Pass (well-done!), pass with minor revisions (das war ja wohl erwartet), major revise and resubmit (Oh nein!). Kein summa, magna oder Hauptsache-Fertig-Note.

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Aufruf zum Ungehorsam

von Vanessa-Isabelle Reinwand | Kommentare: 7

Was ist das Schwierigste an einer Dissertation? Die Antwort ist simpel, die Umsetzung meistens sehr schwer: Grenzen ziehen! weiter ›

Time to get a real job

von Christine Saelzer | Kommentare: 4

Bald wird meine Zeit hier in Stanford vorbei sein. „Time to get a real job, huh?“ ist eine Frage, die mir – mit einem Augenzwinkern – häufig gestellt wird. „Grad School“, also die Jahre als Doktorand, zählen halt nicht als „real job“. Als geneigter Leser der PhD comics bin ich mir nun auch im Klaren darüber, das Grad School bedeutet: you make no money, you never see the sun, you eat Ramen noodles all the time and you work your ass off for your advisor. Klingt nach Hölle? Stimmt, aber trotzdem hielt das weder mich noch die übrigen PhD-Studenten davon ab, diesen Weg zu wählen. Und die allermeisten würden es wieder tun. Denn obwohl man kaum Geld verdient, oft bei schönem Wetter ein Paper fertig schreiben und viele Arbeiten für den betreuenden Professor erledigen muss, so bleibt einem doch so Manches übrig, das einem immer wieder zeigt: ich bin hier irgendwie richtig. weiter ›

Schreiben lernen – E wie ergebnisorientierte vs. eruptive Arbeitsweisen

von Jens Gerdes | Kommentare: 3

Angeblich dürfen angehende japanische Sushi-Meister während ihrer Lehrzeit immer nur zuschauen, ohne jemals selbst Reis zu kochen oder Fisch zu schneiden. Wenn sie lange Jahre geschaut und nachvollzogen haben, gelingt ihnen das erste eigene Zubereiten der Reisröllchen perfekt und auf Anhieb. Ich glaube, auf diese Art arbeite ich gerade an meiner Diss. weiter ›

Der gemeine Konferenzgänger

von Christine Saelzer | Kommentar: 1

Ich liebe ja Konferenzen. Endlich mal raus aus dem Alltag, hinein in eine Ansammlung von Wissenschaftlern, die zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind und sich austauschen möchten. Man schaut dem Gaul einmal so richtig ins Maul, betrachtet, lauscht, fragt und bildet sich eine Meinung. Knüpft Kontakte, flieht aus Vortragsreihen und freut sich über Begegnungen mit lange nicht mehr gesehenen Kollegen. weiter ›

Warum nochmal? Ach ja…

von Christine Saelzer | Kommentare: 9

Am Ende so manchen langen Tages fragt man sich als Doktorand: warum tu ich mir das eigentlich an? In der akademischen Nahrungskette relativ weit unten und abhängig vom good will des Doktorvaters, fristet man sein Dasein und lebt so. Neulich bin ich über eine Internetseite gestolpert, die die 10 wichtigsten Merkmale einer Sekte beschreibt und ich dachte mir: Moment! weiter ›

Schreiben lernen – D wie Druck machen! Durchgreifen! Drangsalieren!

von Jens Gerdes | Kommentare: 7

Ich bin ein miserabler Chef. Mein Laden ist ein Sauhaufen. Sicher, die Angestellten können sich keinen besseren Chef wünschen: Ich bin großzügig und freimütig gegenüber meinem Bediensteten, ich bin nachsichtig und verständnisvoll, ich habe ein Ohr für ihre Bedürfnisse, auch (oder gerade) wenn sie nicht die Arbeit betreffen. Ich markiere meine Autorität nicht, ich übe nur selten Druck aus, ich lasse meine Leute machen, wie sie wollen und wenn sie nicht wollen, versuche ich nicht mal, sie zu motivieren – es mangelt mir komplett an Führungsqualität. Die Arbeit, für die letzten Endes ich als Chef verantwortlich bin, gerät dabei leicht ins Hintertreffen. weiter ›

Why I won’t graduate this year

von Christine Saelzer | Kommentare: 11

Dass auch Graduate Schools keine Garantie dafür sind, in drei oder vier Jahren mit der Promotion durch zu sein, war eine meiner ersten Erkenntnisse hier in Stanford. Ich fand das sympathisch, zumal meine vorangehenden Erwartungen, eine Uni voller Einsteins vorzufinden, damit auf angenehme Weise entkräftet wurden. Statt auf einem Catwalk intelligenter Oberschichtkinder befinde ich mich mitten in einer Flipflop-Subkultur, die auch gerne mal in Jogginghosen und mit nassen Haaren im Seminar sitzt. Ich mag das irgendwie, es ist so unprätentiös. weiter ›

Just wrap it up!

von Christine Saelzer | Kommentare: 10

Der Doktorand an sich durchläuft viele verschiedene Phasen und Schleifen, während er an seiner Dissertation schreibt. Und spätestens, wenn es auf die Abgabe und Verteidigung zugeht, macht man sich so seine Gedanken über das Prädikat, welches dann die Promotionsurkunde zieren wird. weiter ›

Niemals Neuschnee

von Jens Gerdes | Kommentare: 2

Doktoranden sollen forschen, untersuchen und Entdeckungen machen. Was aber, wenn nach einiger Zeit des Forschens und Untersuchens nur die eine große Entdeckung zu machen ist: Dass die eigenen Erkenntnisse schon anderswo gewonnen und veröffentlicht wurden? weiter ›

Ein Jahr ist herum. Das nächste folgt. Pläne? Oh ja!

von Jens Gerdes | Keine Kommentare

Allerorten die gleiche Frage: Hast du dir was vorgenommen für das nächste Jahr? Was willst du besser machen? Was ist dein Plan für 2009? Der brave Doktorand sagt jetzt: Ich will noch mehr, noch strukturierter, noch effizienter, noch zielorientierter promovieren. Alles in den Dienst meiner Diss stellen. Ich sage: So nicht! weiter ›

I do it my way

von Christine Saelzer | Kommentar: 1

And now, the end is near,
And so I face the final curtain.
My friend, I’ll say it clear,
I’ll state my case, of which I’m certain.

I write a diss that’s full
of brilliant thoughts and canny notions;
And more, much more than this,
I do it my way.

Oh well, willkommen in der Endphase. Wir verlassen den sicheren Grund der Datenanalyse, der uns über Monate Stabilität und Struktur im Tagesablauf gegeben hat. weiter ›

Kollektive Prokrastination

von Christine Saelzer | Kommentar: 1

Auch im stringentesten Alltag eines Doktoranden gibt es Tage, an denen man sich vornehmlich einem Thema widmet: extensiver Prokrastination. Was Jens bereits im Sommer zur witterungsbedingten Prokrastination beschrieben hat, gilt auch für klimatisierte Großraumbüros in Stanford: weiter ›

The good, the bad and the ugly

von Christine Saelzer | Kommentare: 6

Wie eng die Betreuung einer Dissertation ist, hängt von vielen Faktoren ab: von der Anzahl der Doktoranden pro Professor, von der Fachdisziplin und entsprechenden Arbeitsweisen, von der Persönlichkeit, der Einstellung und den Ressourcen der Betreuungsperson und sicher auch vom Auftreten und der Erwartungshaltung des Doktoranden selbst. weiter ›