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Beiträge aus der Kategorie ‘ Schmidts kleine Elfenbeinwelt ’

“Was wollen die denn hier!?” – Gewerkschaften und Hochschule

von Boris Schmidt | Kommentare: 12

Die 2,5 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner der Elfenbeinwelt sind kein einfaches Klientel für die Gewerkschaften in Deutschland. Die allermeisten Personen scheinen für die gewerkschaftliche Arbeit von vornherein gar nicht in Frage zu kommen: Die Studierenden sind eben Studierende und keine Arbeitnehmer/-innen. Professorinnen und Professoren sind mehrheitlich Beamte und haben ihre eigenen Interessenverbände. Lehrbeauftragte, Honorarkräfte und Stipendiaten/innen befinden sich in Vertragsformen jenseits gewerkschaftlicher Arbeit. Für das Personal in Verwaltung, Pflege und Technik gelten ähnliche Bedingungen wie in den anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes auch. Und wissenschaftliches Dauerpersonal jenseits der Professur stellt den Ausnahmefall dar. Wer bleibt denn da eigentlich noch übrig für gewerkschaftliche Arbeit? weiter ›

“L’État c’est moi!” – die herrschaftliche Führung

von Boris Schmidt | Kommentare: 7

Historische Dokumente belegen, dass die Leibeigenschaft in Europa vor Jahrhunderten offiziell abgeschafft wurde. Gleichwohl hat sie den Sprung in die Neuzeit gut überstanden: Denn ein verschworener Kreis ehrenwerter Personen hat sich der Aufgabe verpflichtet, sie in einer modernen Form weiter zu praktizieren, damit dieses uralte Wissen dem kulturellen Erbe Europas nicht verloren geht. So treffen wir auch an den deutschen Hochschulen in einer Größenordnung von rund 15 Prozent der Professorinnen und Professoren den Führungstyp „herrschaftliche Führung“ an. weiter ›

Heiter bis wolkig: Zukunftsaussichten von Promovierenden

von Boris Schmidt | Kommentare: 6

Seitdem es Wettervorhersagen gibt, werden darüber Witze gemacht. Und seitdem es sie gibt, orientieren sich die Menschen trotzdem an ihnen. Passen meine Pläne zum Wetter, passt das Wetter zu meinen Plänen? Und wird es nächste Woche wohl eher wieder schöner, oder war das schon der Sommer?

Die Großwetterlage beschäftigt auch Promovierende. weiter ›

Grenzenlos frei oder einfach nur planlos? Das unbeteiligte Nebeneinander.

von Boris Schmidt | Kommentare: 4

Die Freiheit ist dem deutschen Hochschulwesen heilig. Zu Recht. Doch sie wirft manchmal mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt: Ist Freiheit dasselbe wie Beliebigkeit? Ist sie das Gegenteil von Verbindlichkeit? Hat sie auch etwas mit Verantwortung tun?

Eine bemerkenswerte Interpretation des Freiheitsbegriffs stellt der Führungstyp „unbeteiligtes Nebeneinander“ dar. weiter ›

Sind wir nicht alle ein bisschen exzellent?

von Boris Schmidt | Kommentare: 12

Es ist wie ein Naturgesetz: Wenn es von einer Sorte recht viele gibt, dann gibt es unter diesen schönere und weniger schöne, bedeutendere und weniger bedeutende, bessere und weniger gute. Keinesfalls sind alle überdurchschnittlich schön, von herausragender Bedeutung oder ganz besonders gut.

Außer in der Hochschule. weiter ›

Gemischtes Führungsprofil: Leuchttürme mit Wackelkontakt

von Boris Schmidt | Kommentare: 5

Am Dienstag komme ich mit einer tollen Idee in die Teamsitzung, und alle schmieden sofort eifrig Pläne. Mittwoch habe ich eine neue tolle Idee. Am Donnerstag gar keine, da bin ich nämlich spontan woanders. Und nächsten Montag werfe ich vielleicht alles wieder über den Haufen, und alle müssen von vorne anfangen.

Es ist gar nicht so einfach mit dem „gemischten Führungsprofil“. Rund 20 Prozent der deutschen Professorinnen und Professoren entsprechen diesem Führungstyp. weiter ›

Hochschuldidaktik: Zwischen allen Stühlen oder mittendrin?

von Boris Schmidt | Kommentare: 5

Nein, leicht hat sie es nicht, die „gute Leh­re“ an den deut­­schen Hochschulen. Seit Ewig­­kei­ten wird hierzulande über die Qualität von Stu­dium und Lehre debat­tiert. Das Thema flackert auf, wenn Unter­suchun­gen zeigen, wie­viel noch un­­er­reicht ist, oder wenn die Stu­die­ren­­­den pro­tes­tie­ren. Doch dann verliert es wie­der an Schwung, während andere Themen ins Blick­feld rücken – wie Qua­li­täts­mana­ge­ment, Ak­kre­­di­tierung, Bologna. Achja, richtig, ei­gent­lich ging es bei diesen ja auch um die Qualität der Lehre, aber das fällt oft gar nicht weiter auf. Eine konstante Größe in dieser wechselvollen Dis­kussion ist die deutsche Hoch­schul­di­dak­tik weiter ›

„Wir könnten ja mal…“ – Die ungesteuerte Kooperation

von Boris Schmidt | Keine Kommentare

Professorales Führungshandeln ist vielfältig. Die einen herrschen, die anderen steuern, wieder andere sind gedanklich ganz woanders. Die „ungesteuerte Kooperation“ ist ein Führungstyp, der viel Gutes mit sich bringt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Freiheit schenkt. Rund ein Viertel der deutschen Professorinnen und Professoren zählen nach einer aktuellen Studie zu diesem Führungstyp. Was zeichnet die „ungesteuerte Kooperation“ aus? weiter ›

Zehn Jahre Bologna – zehnmal “Wozu das Ganze?”

von Boris Schmidt | Kommentare: 4

Zehn Jahre nach ihrem Auftakt ist die Bologna-Dis­kussion in Deutschland endlich an ihrer Kern­frage an­­­gekommen: Wozu das Ganze? Warum und mit welchen Zielen sollen Hoch­schulen und ihre Lehrenden Studiengänge umstellen, neu gestalten, weiter entwickeln?

Dass diese Fragen immer noch offen sind, zeigt sich in der Praxis. weiter ›

Die Geheimnisse professoraler Führungskunst

von Boris Schmidt | Kommentare: 9

Arbeiten Sie an einer Hochschule oder einer an­de­ren Wissen­schaftseinrichtung? Sind Sie in For­schung, Lehre oder Hochschulmanagement tätig oder vielleicht im Sekretariat, in der Pflege, im La­bor oder im tech­nischen Support? Gut, dann kom­­­men Sie wahrscheinlich in den Genuss pro­­fes­so­raler Füh­rungs­­­kunst. weiter ›

Promotionsprogramme: Trüffel, Champignons und Fliegenpilze

von Boris Schmidt | Kommentare: 7

Allerorts entstehen Graduate Schools, PhD-Programme, Graduiertenakademien, strukturierte Promotionsangebote und wie sie alle heißen. Ganz geruhsam hatte es in den 1990-er Jahren mit den DFG-geförderten Graduiertenkollegs angefangen, und jetzt schießen neue Konzepte für die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden wie Pilze aus dem Boden. Doch Obacht: Nicht jeder Pilz ist ein Trüffel. weiter ›

Warum nicht Coaching?

von Boris Schmidt | Kommentare: 7

Hoffnung ist ein kostbares Gut. Hoffnung auf schlaue Ideen, bahnbrechende Einfälle und hilfreiche Erkenntnisse. Hoffnung auf Lösungen für das Unlösbare. Hoffnung auf elegante Auswege aus kniffligen Situationen, in denen viele Bewohnerinnen und Bewohner der kleinen Elfenbeinwelt immer wieder stecken: Übermäßige Arbeitsbelastung, mangelnde Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Arbeit, befristete Verträge, unklare und unsichere Karrierewege, schwierige Kommunikations- und Betreuungssituationen, unvereinbar scheinende Ansprüche zwischen Forschung, Lehre und Hochschulmanagement. weiter ›

Familienfreundliche Hochschule – Märchen oder Vision?

von Boris Schmidt | Kommentare: 11

Es war einmal eine Nachwuchwissenschaftlerin. Sie war klug, hübsch und 29 Jahre alt. Sie stand kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion und hatte sich bislang sehr gut geschlagen. Auch mit ihrem „Arbeitsplatz Hochschule“ war sie recht zufrieden – ein nettes Team, ein unterstützender Chef, und ihre Aufgaben in Forschung und Lehre machten ihr Spaß. Sie konnte sich gut vorstellen, ihre Karriere in der Hochschule fortzusetzen, gerne als Dozentin, vielleicht eines Tages als eine der zahlreicher werdenden Professorinnen in ihrem Bereich.

Und doch trübte ein Schatten ihr unbeschwertes Hochschuldasein: Ihr bislang unerfüllter Kinderwunsch. weiter ›

Veränderung ist… was du daraus machst!

von Boris Schmidt | Kommentar: 1

Deutschland ist stark darin, über große Veränderungen zu reden und schwach darin, mit kleinen Veränderungen anzufangen: Wirtschaftsreformen, Klimawandel, Föderalismus, Hochschulautonomie, Bologna und so weiter. weiter ›