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Beiträge aus der Kategorie ‘ Schmidts kleine Elfenbeinwelt ’

Krise [griech. krisis Wendepunkt, Entscheidung] – eine Topografie

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Der Wissenschaftsalltag bietet reichhaltige Anlässe für Krisen: (1) Aktuelle Informationen, Quellen oder Befunde lassen Zweifel an Ihrer Theorie, Ihrer Vorgehensweise , Ihren Ideen aufkommen, (2) ein mit viel Hoffnung eingereichter Text (Manuskript, Bewerbung, Projektantrag) wird gnadenlos abgewiesen, (3) statt der glanzvollen roter-Teppich-Wissenschaftskarriere finden Sie sich auf einem Flickenteppich von Lehraufträgen, Werkverträgen und Teilzeitbeschäftigungen wieder. Und so weiter. weiter ›

Dr. Schmidt’s kleine Teststunde – Lektion 2: Totem und Tabu

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Märchen, Mythen und Magie – kein Platz für sie in unserer rationalen Wissenschaftswelt, wo Vernunft, Wahrheit und Objektivität ihr Zuhause haben? In dieser Welt, die wie sonst nur die Kirche, die Monarchie und einige wenige abgeschiedene Kulturen auf jahrhundertealten Traditionen und Entwicklungslinien gebaut ist? Na, da lohnt sich doch bestimmt ein zweiter Blick. weiter ›

„Ist das von Ihnen oder steht da bloß Ihr Name drauf?“

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In der Wissenschaft gibt es keine Plagiate. Niemals. Zumindest nicht oft. Also jedenfalls nicht so oft, wie man denkt. Oder vielleicht einfach nur – oft nicht?

Es ist schon so eine Sache mit der Autorenschaft. Ab wann ist ein Plagiat ein Plagiat? Und ab wann ist ein Autor ein Autor, eine Autorin eine Autorin? Veröffentlichungen spielen in allen wissenschaftlichen Disziplinen eine Hauptrolle: Vom Posterabstract im Tagungsband über den wissenschaftlichen Zeitschriftenartikel und das Buchkapitel bis hin zur voluminösen Monografie – sie sind in jeder Disziplin das, worauf geschaut wird. weiter ›

Gärtner/-innen (m/w) für Feldarbeit gesucht

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Führung und Management an deutschen Hochschulen sind wie naturbelassene Wiesen. Nur wenige Eingriffe stören den Wildwuchs, und der weitgehende Verzicht auf Methoden der Feldbearbeitung ermöglicht einen großen Artenreichtum, von der Sumpfblüte bis zum hartnäckigen Unkraut, von strahlenden Solitärgewächsen bis hin zu schützenswerten, vom Aussterben bedrohten Exemplaren. weiter ›

Dr. Schmidts kleine Teststunde – Lektion 1: Jagen und Sammeln

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Die einen jagen Terminen, Trends und Tagungen hinterher, die anderen sammeln Publikationen, Pläne und Projekte: Jagen und Sammeln ist in Wissenschaft und Hochschule weit verbreitet. Aus Sorge, etwas zu verpassen oder zu übersehen, kann es passieren, dass am Ende des Tages alles erreicht ist – außer dasjenige, was eigentlich hätte erreicht werden sollen. Deswegen wird munter weiter gejagt und gesammelt, denn wer in allen Töpfen rührt, erhöht die Aussicht auf Ertrag und sichert das Überleben – zumindest bis zum nächsten Morgengrauen. weiter ›

Hawthorne in der Hochschule – ein Schwindel wird Realität

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Cicero, Illinois, ist ein 100.000-Seelen-Vorort von Chicago der berühmten amerikanischen Großstadt. Hier, in Cicero, fanden vor knapp 100 Jahren die ebenso berühmten Hawthorne-Experimente statt, deren Ziel es war, Bedingungen zur Steigerung der Arbeitsleistung von Industriearbeiterinnen herauszufinden. weiter ›

Spieglein, Spieglein an der Wand: Professorale Führung im Selbst- und Fremdbild

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Wer, metaphorisch gesprochen, in den Spiegel schaut, erlebt manchmal eine kleine Enttäuschung: Reviewer weisen das voller Zuversicht eingereichte Manuskript als „unwissenschaftliche Zumutung“ zurück. Die Gutachterkommission lässt den exzellent geglaubten Forschungsantrag schon in der Vorrunde sang- und klanglos durchfallen. Studierende dösen inmitten der spannendsten methodischen Erläuterungen einfach weg. Schade eigentlich. weiter ›

Hochschulkarriere – oder: was ein Würfel so alles aussagt…

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Nehmen wir einmal an, eine junge Masterabsolventin möchte gerne in Forschung und Lehre an einer deutschen Hochschule arbeiten. Nehmen wir an, dass sie – gar nicht dumm – mit diesem Ziel zunächst ein Promotionsvorhaben aufnimmt. Mehr wissen wir im Moment noch nicht über sie. Frage 1: Wie hoch sind ihre Chancen, dass sie ihr Promotionsziel erreicht? 80 Prozent, 60 Prozent, 30 Prozent? weiter ›

As good as it gets – Führungstyp ‘Gesteuerte Kooperation’

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Auf saftigen Blumenwiesen grasen zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter friedlich vor sich hin. Der sanfte Klang ihrer Glocken, der Duft von Gras und ein gelegentliches Muhen liegen in der Luft. Sie bleiben zusammen, im flachen wie im steilen Gelände, aus einer unsichtbaren Kraft heraus, die ihnen Zusammenhalt und eine gemeinsame Richtung gibt. Und geht ein einzelnes doch einmal verloren, so macht sich das Leittier auf die Suche, bis es gefunden ist, und hilft ihm ruhig und ohne Schelte, den Weg zurück zu finden. Sicherlich haben nur ganz wenige Zugang zu einem solchen Paradies… weiter ›

“Was wollen die denn hier!?” – Gewerkschaften und Hochschule

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Die 2,5 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner der Elfenbeinwelt sind kein einfaches Klientel für die Gewerkschaften in Deutschland. Die allermeisten Personen scheinen für die gewerkschaftliche Arbeit von vornherein gar nicht in Frage zu kommen: Die Studierenden sind eben Studierende und keine Arbeitnehmer/-innen. Professorinnen und Professoren sind mehrheitlich Beamte und haben ihre eigenen Interessenverbände. Lehrbeauftragte, Honorarkräfte und Stipendiaten/innen befinden sich in Vertragsformen jenseits gewerkschaftlicher Arbeit. Für das Personal in Verwaltung, Pflege und Technik gelten ähnliche Bedingungen wie in den anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes auch. Und wissenschaftliches Dauerpersonal jenseits der Professur stellt den Ausnahmefall dar. Wer bleibt denn da eigentlich noch übrig für gewerkschaftliche Arbeit? weiter ›

“L’État c’est moi!” – die herrschaftliche Führung

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Historische Dokumente belegen, dass die Leibeigenschaft in Europa vor Jahrhunderten offiziell abgeschafft wurde. Gleichwohl hat sie den Sprung in die Neuzeit gut überstanden: Denn ein verschworener Kreis ehrenwerter Personen hat sich der Aufgabe verpflichtet, sie in einer modernen Form weiter zu praktizieren, damit dieses uralte Wissen dem kulturellen Erbe Europas nicht verloren geht. So treffen wir auch an den deutschen Hochschulen in einer Größenordnung von rund 15 Prozent der Professorinnen und Professoren den Führungstyp „herrschaftliche Führung“ an. weiter ›

Heiter bis wolkig: Zukunftsaussichten von Promovierenden

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Seitdem es Wettervorhersagen gibt, werden darüber Witze gemacht. Und seitdem es sie gibt, orientieren sich die Menschen trotzdem an ihnen. Passen meine Pläne zum Wetter, passt das Wetter zu meinen Plänen? Und wird es nächste Woche wohl eher wieder schöner, oder war das schon der Sommer?

Die Großwetterlage beschäftigt auch Promovierende. weiter ›

Grenzenlos frei oder einfach nur planlos? Das unbeteiligte Nebeneinander.

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Die Freiheit ist dem deutschen Hochschulwesen heilig. Zu Recht. Doch sie wirft manchmal mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt: Ist Freiheit dasselbe wie Beliebigkeit? Ist sie das Gegenteil von Verbindlichkeit? Hat sie auch etwas mit Verantwortung tun?

Eine bemerkenswerte Interpretation des Freiheitsbegriffs stellt der Führungstyp „unbeteiligtes Nebeneinander“ dar. weiter ›

Sind wir nicht alle ein bisschen exzellent?

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Es ist wie ein Naturgesetz: Wenn es von einer Sorte recht viele gibt, dann gibt es unter diesen schönere und weniger schöne, bedeutendere und weniger bedeutende, bessere und weniger gute. Keinesfalls sind alle überdurchschnittlich schön, von herausragender Bedeutung oder ganz besonders gut.

Außer in der Hochschule. weiter ›

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