Am Ende einer Dissertation hat sich jeder Doktorand durch emotionale Höhen und Tiefen sowie Stapel von Literatur gekämpft, um dann seine Erkenntnisse in Artikeln, Buchkapiteln und eben der Doktorarbeit festzuhalten. Und auch wenn das Schreiben sozusagen zu unserem täglichen Broterwerb gehört, sind längst nicht alle Wissenschaftler begeistert, vor einem weißen Blatt den Tag zu beginnen. Doch es gibt andere, die im Laufe ihrer Promotion ihr Talent und die Freude am Schreiben entdecken.
Wer damit nicht nur andere Wissenschaftler, sondern die interessierte Öffentlichkeit erreichen möchte, für den bietet der Wissenschaftsjournalismus ein mögliches Berufsfeld nach der Promotion. weiter ›
Ihre Geschichte
Ein Jahr nach der Geburt unserer Tochter wollten wir beide wieder mehr Zeit für unsere Promotionen haben. Unsere Tochter sollte daher in eine der Kinderkrippen zur Betreuung gehen. Dass diese Plätze knapp sind, war uns durch andere Eltern im Freundeskreis bekannt. weiter ›
Seine Geschichte
Wir haben viele Freunde, die in letzter Zeit Kinder bekommen haben. Alle sind sie recht intelligent und haben moderne Einstellungen zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Doch als dann mit dem Kind die Frage auftauchte, wer sich darum kümmert, hörte sich wieder alles althergebracht an: Bei nur einem Paar brachte der männliche Part genau so viel Zeit für die Betreuung auf wie der weibliche. Nur einmal nahm Er also so viel Karriereeinschnitte in Kauf wie Sie. Wieso ist das immer noch nicht anders? weiter ›
Im letzten Jahr wurde durch die Guttenberg-Affäre der Glaube an das System der Qualifizierung als Dr.-Titel-Träger in den Grundfesten erschüttert. Sind die aufgedeckten Fälle des Plagiats tatsächlich bedauerliche Einzelfälle oder liegt etwas im Promotionswesen generell im Argen in Deutschland?
In Folge der öffentlichen Diskussionen um die Qualität der Promotionen hierzulande, wurden verschiedene Modelle vorgeschlagen, die überwiegend darauf aus sind, die Doktorandinnen und Doktoranden stärker zu kontrollieren oder einfach nur mehrere Betreuer zur Verfügung zu stellen. Kontrolle statt Ursachenforschung! Kontrollmaßnahmen und geänderte Promotionsordnungen täuschen über die Tatsache hinweg, dass oftmals mit einer mangelnden Betreuung durch die Doktormütter und -väter das Übel erst anfängt und wissenschaftliches Fehlverhalten in Hochschulen – nicht so selten wie man vielleicht denkt – auch vorgelebt wird. Nicht umsonst hatte der Deutsche Hochschulverband seinen 60. DHV-Tag 2010 unter das Motto „Wissenschaft braucht Ethik“ gestellt. weiter ›
Aus aktuellem Anlass schreiben wir heute zu einem etwas anders geartetem Thema als bisher (ein klein wenig hat es aber auch mit “Promovieren mit Kind” zu tun). Vor einigen Tagen fand an unserer Universität die erste Promovierendenvollversammlung mit der Wahl eines Promovierendenrats statt. Der Rat wird die Interessen der Promovierenden unter anderem gegenüber der Hochschulleitung vertreten. Er versteht sich als Sprachrohr aller Doktorandinnen und Doktoranden unserer Hochschule. weiter ›
Seine Geschichte
Wir wollten unsere Tochter immer möglichst gleichberechtigt betreuen (mehr dazu in einem kommenden Beitrag), aber bezüglich Elternzeit und Elterngeld wollten wir natürlich auch auf möglichst wenig Familieneinkommen verzichten. weiter ›
Seine Geschichte:
Wie schon im letzten Beitrag geschrieben*, bin ich der Meinung, dass man seine Frau nicht mit dem Neugeborenen allein lassen und möglichst lang auch als Mann daheim bleiben sollte. Laut Statistik war ich dennoch einer der üblichen von-der-Leyen-Väter, die lediglich ihre zwei Partnermonate „bezahlten Urlaub“ nehmen: Ich hatte einen Monat Elternzeit nach der Geburt und einen am Ende des ersten Jahres genommen. weiter ›
Wer an eine Dissertation denkt, hat oft „das große Werk“ im Kopf, das erst nach Jahren des Schreibens nicht nur vom eigenen Doktorvater, sondern allen Interessenten gelesen werden kann. Doch dies ist schon lange nicht mehr die einzige Form, seine Doktorarbeit zu verfassen. Immer häufiger wird kumuliert promoviert: eine Reihe von (veröffentlichten) Artikeln werden mit einer Einleitung und zusammenfassendem Ausblick verbunden. weiter ›
Wer kennt das nicht: der Artikel ist fertig, alle Tabellen und Abbildungen sind sortiert und dann fehlt nur noch das eine, unvermeidbare: das Literaturverzeichnis. Moment mal, werden einige sagen, das erstellt man doch parallel! Es gibt nämlich eine Reihe von Programmen, die den Schreiber dabei unterstützen direkt mit der Zitation der Literaturangaben in Text und Fussnoten ein Literaturverzeichnis zu erstellen, das dann auch alle Angaben enthält und einheitlich formatiert ist. weiter ›
In der Reihe „Neulich entdeckt“ stelle ich Alltagsphänomene aus dem Leben eines Doktoranden vor, die ich so oder ähnlich erlebt habe und Euch als Lesern sicher ebenso bekannt sind. Einige dieser Beobachtungen bringen auch mich zum Schmunzeln oder werfen Fragen auf, die ich selbst noch nicht beantworten konnte. Ich freue mich deshalb auf Eure Kommentare und Fragen, sowie auf Hinweise zu Themen, die einen Platz in der Rubrik finden sollen. Aus gegebenem Anlass möchte ich als erste „Entdeckung“ den Doktorand in der Urlaubszeit vorstellen. weiter ›
Ein unbefristeter Vertrag, höheres Gehalt oder einfach Lust auf etwas Neues – es gibt verschiedene Gründe warum man sich entscheidet, nach der Promotion die Universität wieder zu verlassen, um in einem Unternehmen oder einer öffentlichen Einrichtung die Karriere fortzusetzen. Die Mehrheit der Doktoranden kommt zu diesem Entschluss sicher erst während der Dissertation und stellt sich gleichzeitig die Frage, in wieweit mehrjährige Erfahrungen in Forschung, Administration und Lehre Pluspunkte bei einer Bewerbung um eine Stelle in einem Unternehmen, einer Nichtregierungsorganisation oder im öffentlichen Dienst sein können.
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Die Generation Erasmus geht ein Jahr in die Schule in den USA, studiert in Spanien und absolviert Praktika in China und Südafrika. Wer einmal für längere Zeit im Ausland gewesen ist, wird meist zum Wiederholungstäter – warum also nicht auch während der Promotion über den deutschen Tellerrand hinaus schauen? weiter ›
Die Fußnote als wissenschaftliche Einrichtung ist in letzter Zeit etwas in Verruf geraten, ganz zu schweigen von der fehlenden Fußnote und – noch schlimmer – der Scheinfußnote, die sich, wie man jetzt weiß, zu einer prächtigen Fußangel auswachsen kann. Um dem beschädigten Ruf der Fußnote wieder aufzuhelfen, weiter ›
Liebes Finanzamt,
wenn Sie behaupten, meine Steuererklärung sei ein Plagiat, dann kann ich dazu nur sagen: Das ist abstrus. Dieser Steuerbescheid ist in mühevoller Kleinarbeit neben meiner Tätigkeit als Wissenschaftlerin und junger Familienmutter entstanden. Vielleicht habe ich den einen oder anderen Beleg vergessen einzureichen weiter ›