Krise ist etymologisch gesehen nichts, was depressiv und frustriert machen muss – ganz im Gegenteil. Eine Krise entsteht, wenn sich Verhältnisse und Bedingungen zuspitzen und führt damit zu einer Entscheidung und Beurteilung und letztlich zu einem Wendepunkt. Das deutsche Universitätssystem ist mit der Einführung des Bachelor und Master in der Folge der Bolognabeschlüsse in eine Krise gekommen und einmal so richtig durch- und wachgeschüttelt worden. weiter ›
Beiträge aus der Kategorie ‘ Zukunftsideen ’
Wohin man schaut: Es ist kein Geld da. Und wo noch Geld ist, da könnte sich demnächst ein großes schwarzes Loch auftun. Zeitungen stellen nicht mehr ein, Unternehmen, Banken und Anwaltskanzleien sparen. Was tun, wenn man gerade frisch geprüft, diplomiert, promoviert ins Berufsleben starten will? weiter ›
Hochschule wird in Deutschland gerne mit Universität gleichgesetzt. Dennoch gibt es mit den Fachhochschulen und demnächst mit den Berufsakademien in Baden-Württemberg noch andere Institutionen, die akademisch ausbilden. Die Fachhochschulen versuchen zunehmend mit dem Namen
„Hochschule“ mehr Reputation zu erlangen, was aber nur wenig an den klaren Unterschieden ändert. weiter ›
Was erlauben unverschämte Junioren? Das hätte wohl Giovanni Trapattoni in die Fachbereichsratsrunde gefragt, wenn er als Lehrstuhlinhaber mit dem Antrag eines Nachwuchsgruppenleiters, Habilitanden oder Assistenten auf Prüfungsberechtigung behelligt worden wäre. weiter ›
Als Wissenschaftler hat man es zu Zeiten eines Fußballgroßereignisses wie der Europameisterschaft besonders schwer. Es gibt eine ganze Reihe von Begleiterscheinungen, die ablenken und den wissenschaftlichen Alltag durcheinander bringen. weiter ›
Aufstiegsmöglichkeiten im universitären Bereich
12.06.2008 von Christian Scheckhuber | Keine KommentareDie weiterführende Qualifikation, an der ich momentan arbeite, ist die Habilitation. Durch die Habilitation soll der Nachweis erbracht werden, dass man sein Fachgebiet selbständig sowohl in der Forschung als auch in der Lehre in vollem Umfang vertreten kann. Zusätzlich mit der Habilitation wird die Lehrbefähigung, facultas docendi, verliehen. Diese ist wiederum die Voraussetzung für die Beantragung der Lehrerlaubnis, auch als venia legendi bezeichnet. Letztere wird für ein bestimmtes Fach vergeben. weiter ›
Immer öfter begegnen sie mir in der Naturwissenschaft: Menschen, die sehr viel Zeit und Mühe darauf verwenden die Relevanz von Nebenaspekten zu überprüfen, bzw. den Versuch unternehmen die Schwächen einer Methode zu identifizieren. weiter ›
Vereinbarung von Wissenschaft und Forschung mit Freizeit und privaten Interessen
02.06.2008 von Christian Scheckhuber | Keine KommentareWissenschaft nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Freizeit und private Interessen müssen da im Allgemeinen relativ stark zurücktreten. Dennoch ist Freizeit auch durchaus wichtig, um leistungsfähig im Beruf zu bleiben. Manchmal muss man jedoch auch am Wochenende ins Labor, um z. B. Vorbereitungen für bestimmte Experimente zu treffen, da ansonsten viel Zeit verloren gehen würde. Gerade in der Wissenschaft ist es bedeutend, die Projekte zügig zu bearbeiten, denn andere Gruppen sind nicht untätig. weiter ›
peer-reviewed journals – eine Forderung nach double blind-reviewing
29.05.2008 von Daniel Esch | Kommentar: 1Wenn auch der Begriff der Erkenntnis nicht unumstritten ist, so hoffen doch die Wissenschaftler mit ihrer Forschung zu einem faktenbasierten Verständnis unserer Welt beitragen zu können. Damit sollte die Wissenschaft eine trockene und nüchterne Angelegenheit sein – ein angestrebter aber nicht realisierbarer Anspruch, denn sie wird vom Menschen betrieben. Und so ist die noble Wissenschaft längst von einer großen Gefahr bedroht: Politik-assoziierte Faktoren wie Egozentrik, Lobbyismus und Kapitalabhängigkeit stehen dem ideellen Streben nach Wissen diametral gegenüber und führen die elementarsten Werte der Wissenschaft ad absurdum. Da wir offensichtlich das Wesen des Menschen nicht ändern können, müssen wir Strukturen schaffen um die Qualität der Wissenschaft zu wahren.
Einer der wichtigsten Aspekte, um den Alltag zu bewältigen, ist eine straffe Zeitplanung, um so effektiv und zügig wie möglich arbeiten zu können. Verschiedene Projekte müssen koordiniert, Lehrverpflichtungen wollen erfüllt werden. weiter ›
Im Dialog fällt es mir relativ leicht, meine Forschung gut zu „verkaufen“. Sicherlich ist das auch etwas, was man erst lernen muss. Ein geeigneter Einstiegspunkt ist der Sachverhalt, dass Altern uns alle betrifft. Leider ist Altern meist mit Erkrankungen verknüpft. Diese zu mindern bzw. zu verhindern ist ein ambitioniertes Arbeitsziel. Von daher ist bei anderen dass Verständnis für meine Forschung in den meisten Fällen sofort gegeben. weiter ›
Sicherlich ist das Thema, an dem man arbeitet, maßgebend für Karriereperspektiven. Untersuchungen der molekularen Grundlagen von Krankheiten wie z. B. Alzheimer, Diabetes, Krebs bzw. Stammzellforschung werden mit höherer Wahrscheinlichkeit finanziell gefördert. Dadurch fällt auch die Selbstverwirklichung leichter. Allerdings ist hier natürlich die Konkurrenz deutlich höher. weiter ›
Durch die Habilitation soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, sein Fachgebiet in Forschung und Lehre selbständig vertreten zu können. Nach meiner Promotion bestand für mich die Möglichkeit, an der Uni Frankfurt am Habilitationsverfahren teilnehmen zu können. Da mein Berufsziel Hochschullehrer ist, kam diese Gelegenheit natürlich günstig. Die Idee Hochschullehrer zu werden bekam ich während meiner Promotion. Warum Hochschullehrer? weiter ›


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