Bologna hat sicherlich einen Anteil an der aktuellen Situation der Hochschulen in Deutschland. Dabei ist es aber wie mit oben besagter Soße. Sie kann sehr unterschiedliche Qualität haben. An unserer Fachhochschule in Bayern erleben wir gerade die Tütenvariante. weiter ›
Krise ist etymologisch gesehen nichts, was depressiv und frustriert machen muss – ganz im Gegenteil. Eine Krise entsteht, wenn sich Verhältnisse und Bedingungen zuspitzen und führt damit zu einer Entscheidung und Beurteilung und letztlich zu einem Wendepunkt. Das deutsche Universitätssystem ist mit der Einführung des Bachelor und Master in der Folge der Bolognabeschlüsse in eine Krise gekommen und einmal so richtig durch- und wachgeschüttelt worden. weiter ›
Weil man uns die Bildung klaut!
Tübingen ist klein. So konnte ich gestern auf dem Weg von der Uni nachhause hören, wie der genannte Slogan lautstark von einer Horde Studierender skandiert wurde.
Eigentlich denke ich: recht so. weiter ›
Studentenproteste oder was lief beim Bachelor falsch?
18.11.2009 von Christoph Meyer | Kommentare: 28Warum protestieren die Studenten in Deutschland? Als deutscher Wissenschaftsflüchtling auf der Insel und ehemaliger Student (für 4 Semester) an der Uni Hamburg erschien mir die Umstellung auf BA und MA enorm vernünftig zu sein (zumindest in den Sozialwissenschaften), doch jetzt scheint mir als sei an deutschen Unis doch einiges falsch gelaufen. Ich freue mich auf Kommentare, aber meine These ist, dass viele Unis anstatt eines BA einfach ein auf 3-Jahre geschrumpftes Diplom konzipiert haben, weil niemand seinem Kollegen auf die Füsse treten wollte: ”Deine Veranstaltung brauchen wir nicht mehr, aber Du könntest doch bitte etwas anderes unterrichten!” Anstatt neu zu konzipieren und Prioritäten zu setzten, haben die Professoren nur umetikettiert und ins drei Jahres-Konzept gepresst. Und dafür soll man bezahlen? Ausnahmsweise scheint mir die Wissenschaftpolitik nicht schuld zu sein, die Unis selbst sind es. weiter ›
Was ist eigentlich Erfolg in der Wissenschaft? Gemeint sind jetzt nicht Erfolge auf der Metaebene – bessere Gesundheit, Umweltschutz, Mobilität und so weiter. Nein, ganz konkret, bezogen auf den Arbeitsalltag eines Forschers: Was ist (ein) Erfolg?
Arbeiten Sie an einer Hochschule oder einer anderen Wissenschaftseinrichtung? Sind Sie in Forschung, Lehre oder Hochschulmanagement tätig oder vielleicht im Sekretariat, in der Pflege, im Labor oder im technischen Support? Gut, dann kommen Sie wahrscheinlich in den Genuss professoraler Führungskunst. weiter ›
Gibt es Noten für die Doktorarbeit in Großbritannien? Wozu denn? Wir haben ja Optionen A bis F. A heisst „Bestanden – herzlichen Glückwunsch. F heisst nicht bestanden und versuch gar nicht erst wieder einzureichen und Du bekommst noch nicht einmal einen MPhil zum Trost. De facto gibt es eigentlich nur drei Optionen: Pass (well-done!), pass with minor revisions (das war ja wohl erwartet), major revise and resubmit (Oh nein!). Kein summa, magna oder Hauptsache-Fertig-Note.
Promotionsprogramme: Trüffel, Champignons und Fliegenpilze
15.10.2009 von Boris Schmidt | Kommentare: 5Allerorts entstehen Graduate Schools, PhD-Programme, Graduiertenakademien, strukturierte Promotionsangebote und wie sie alle heißen. Ganz geruhsam hatte es in den 1990-er Jahren mit den DFG-geförderten Graduiertenkollegs angefangen, und jetzt schießen neue Konzepte für die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden wie Pilze aus dem Boden. Doch Obacht: Nicht jeder Pilz ist ein Trüffel. weiter ›
In diesen Tagen dreht sich selbst in wissenschaftlichen Soziotopen einiges um die Wahl. Jeder kluge Wissenschaftler weiß, ohne politisch günstige Rahmenbedingungen, ohne finanzielle Unterstützung und ohne ein anregendes Umfeld forscht und lehrt es sich nur halb so gut. Daher interessiert viele (Nachwuchs-)Wissenschaftler in Zeiten, in denen man angeblich die Wahl hat, hauptsächlich eines: wie stehen die unterschiedlichen Parteien zu Wissenschaftspolitik? weiter ›
Hoffnung ist ein kostbares Gut. Hoffnung auf schlaue Ideen, bahnbrechende Einfälle und hilfreiche Erkenntnisse. Hoffnung auf Lösungen für das Unlösbare. Hoffnung auf elegante Auswege aus kniffligen Situationen, in denen viele Bewohnerinnen und Bewohner der kleinen Elfenbeinwelt immer wieder stecken: Übermäßige Arbeitsbelastung, mangelnde Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Arbeit, befristete Verträge, unklare und unsichere Karrierewege, schwierige Kommunikations- und Betreuungssituationen, unvereinbar scheinende Ansprüche zwischen Forschung, Lehre und Hochschulmanagement. weiter ›


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