15.02.2010 von
Boris Schmidt |
Nein, leicht hat sie es nicht, die „gute Lehre“ an den deutschen Hochschulen. Seit Ewigkeiten wird hierzulande über die Qualität von Studium und Lehre debattiert. Das Thema flackert auf, wenn Untersuchungen zeigen, wieviel noch unerreicht ist, oder wenn die Studierenden protestieren. Doch dann verliert es wieder an Schwung, während andere Themen ins Blickfeld rücken – wie Qualitätsmanagement, Akkreditierung, Bologna. Achja, richtig, eigentlich ging es bei diesen ja auch um die Qualität der Lehre, aber das fällt oft gar nicht weiter auf. Eine konstante Größe in dieser wechselvollen Diskussion ist die deutsche Hochschuldidaktik weiter ›
15.01.2010 von
Boris Schmidt |
Professorales Führungshandeln ist vielfältig. Die einen herrschen, die anderen steuern, wieder andere sind gedanklich ganz woanders. Die „ungesteuerte Kooperation“ ist ein Führungstyp, der viel Gutes mit sich bringt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Freiheit schenkt. Rund ein Viertel der deutschen Professorinnen und Professoren zählen nach einer aktuellen Studie zu diesem Führungstyp. Was zeichnet die „ungesteuerte Kooperation“ aus? weiter ›
16.12.2009 von
Boris Schmidt |
Zehn Jahre nach ihrem Auftakt ist die Bologna-Diskussion in Deutschland endlich an ihrer Kernfrage angekommen: Wozu das Ganze? Warum und mit welchen Zielen sollen Hochschulen und ihre Lehrenden Studiengänge umstellen, neu gestalten, weiter entwickeln?
Dass diese Fragen immer noch offen sind, zeigt sich in der Praxis. weiter ›
03.09.2008 von
Friederike Wapler |
Aus unserer Serie „Innovative Projekte – direkt vom grünen Tisch“, heute: Die Niedersächsische Technische Hochschule, kurz „NTH“. Eine kreative Lösung für das allen Landesregierungen bekannte Problem: Forschung fördern wir gern – wenn nur die vielen Unis nicht wären… weiter ›
25.08.2008 von
Sandra Richter |
Mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen verbinden Studierende und Lehrende gemischte Gefühle: das kalte Grauen, was verwaltungsmäßige Probleme betrifft, Ärger über nur in Häppchen dargebotene Studieninhalte, aber auch Begeisterung über vergleichsweise kurze Studienzeiten und berufspraktisch orientierte Studiengänge. Ich wüsste gern mehr darüber: Wie haben Sie, Studierende und Lehrende, die neuen Studiengänge erfahren? Was läuft gut, was gar nicht, was ist verbesserungsbedürftig?
Mein Interesse ist dabei doppelt: Zum einen wüsste ich gern, was diese einschneidende hochschulpolitische Reform gebracht hat. Sie war teuer, kostete Nerven, Zeit und sehr viel Geld, gab aber auch die Chance, eingefahrene Strukturen zu überdenken. Es ist m.E. Zeit für eine Evaluierung der Reform.
Zum anderen gibt es ein ganz praktisches Interesse: Ich möchte aus Ihren Kommentaren lernen, wie wir an der eigenen Uni (Stuttgart) unsere neuen Masters (MA Germanistik/Literaturwissenschaft, MA Wissenskultur) am besten anlegen sollen.
17.07.2008 von
Christoph Meyer |
Was man von englischen Universitäten lernen kann. Eine Replik auf Sandra Richters Artikel “Wie deutsche und englische Universitäten voneinander lernen können”.
Glaubt man Sandra Richter, sind alle globalen Universitätsrankings einem großen Irrtum aufgesessen. Die englischen Unis “verscherbeln ihr akademisches Tafelsilber, um sich auf den ersten Plätzen des akademischen Weltmarktes zu positionieren“. Die Universitäten sind „unterfinanziert“ und werden „kaputtgespart“. Das Studium ist „verschult“ und fördert den „akademischen Durchschnitt“, da die Studenten zur intellektuellen „Unselbstständigkeit“ erzogen werden. Frau Richters Fazit: Vom „angloamerikanischen“ System ist nichts zu lernen. Deutsche Universitäten mögen sich bitte im Sinne einer europäischen Vielfalt auf ihre Stärken besinnen. weiter ›
19.06.2008 von
Redaktion |
Diskutieren Sie den Artikel auf academics.de von Sandra Richter:
[...] Wenn die englische Philosophiestudentin Kate, 23, Deutschen ihr akademisches Traumziel erklärt, erntet sie verständnislose Blicke: “Wie, Deutschland?” – “Ja, Deutschland.” Kates Wunsch klingt paradox. Wollen doch übereifrige Bildungsreformer in Deutschland einführen, was sie für das vorbildliche und effiziente Universitätssystem halten: das angloamerikanische. Doch seit ihrem Auslandsjahr sehnt sich Kate nach diesem eigenartigen Land, in dem man sich selbst im Denken orientieren muss. Sie will dort promovieren, sich gründlich und in aller Ruhe mit komplizierten Gedanken über den Untergang der Zivilisation befassen, mit Karl Poppers Attacken gegen totalitaristische Philosophien ebenso wie mit aktuellen Positionen zum viel beschworenen “Kampf der Kulturen”. [...] zum Artikel