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Hochschulreform

Hochschuldidaktik: Zwischen allen Stühlen oder mittendrin?

von Boris Schmidt | Kommentare: 5

Nein, leicht hat sie es nicht, die „gute Leh­re“ an den deut­­schen Hochschulen. Seit Ewig­­kei­ten wird hierzulande über die Qualität von Stu­dium und Lehre debat­tiert. Das Thema flackert auf, wenn Unter­suchun­gen zeigen, wie­viel noch un­­er­reicht ist, oder wenn die Stu­die­ren­­­den pro­tes­tie­ren. Doch dann verliert es wie­der an Schwung, während andere Themen ins Blick­feld rücken – wie Qua­li­täts­mana­ge­ment, Ak­kre­­di­tierung, Bologna. Achja, richtig, ei­gent­lich ging es bei diesen ja auch um die Qualität der Lehre, aber das fällt oft gar nicht weiter auf. Eine konstante Größe in dieser wechselvollen Dis­kussion ist die deutsche Hoch­schul­di­dak­tik weiter ›

„Wir könnten ja mal…“ – Die ungesteuerte Kooperation

von Boris Schmidt | Keine Kommentare

Professorales Führungshandeln ist vielfältig. Die einen herrschen, die anderen steuern, wieder andere sind gedanklich ganz woanders. Die „ungesteuerte Kooperation“ ist ein Führungstyp, der viel Gutes mit sich bringt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Freiheit schenkt. Rund ein Viertel der deutschen Professorinnen und Professoren zählen nach einer aktuellen Studie zu diesem Führungstyp. Was zeichnet die „ungesteuerte Kooperation“ aus? weiter ›

Zehn Jahre Bologna – zehnmal “Wozu das Ganze?”

von Boris Schmidt | Kommentare: 4

Zehn Jahre nach ihrem Auftakt ist die Bologna-Dis­kussion in Deutschland endlich an ihrer Kern­frage an­­­gekommen: Wozu das Ganze? Warum und mit welchen Zielen sollen Hoch­schulen und ihre Lehrenden Studiengänge umstellen, neu gestalten, weiter entwickeln?

Dass diese Fragen immer noch offen sind, zeigt sich in der Praxis. weiter ›

Jetzt neu: die Niedersächsische Technische Hochschule

von Friederike Wapler | Kommentare: 2

Aus unserer Serie „Innovative Projekte – direkt vom grünen Tisch“, heute: Die Niedersächsische Technische Hochschule, kurz „NTH“. Eine kreative Lösung für das allen Landesregierungen bekannte Problem: Forschung fördern wir gern – wenn nur die vielen Unis nicht wären… weiter ›

BA/MA-Studiengänge: Segen oder Fluch?

von Sandra Richter | Kommentare: 9

Mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen verbinden Studierende und Lehrende gemischte Gefühle: das kalte Grauen, was verwaltungsmäßige Probleme betrifft, Ärger über nur in Häppchen dargebotene Studieninhalte, aber auch Begeisterung über vergleichsweise kurze Studienzeiten und berufspraktisch orientierte Studiengänge. Ich wüsste gern mehr darüber: Wie haben Sie, Studierende und Lehrende, die neuen Studiengänge erfahren? Was läuft gut, was gar nicht, was ist verbesserungsbedürftig?

Mein Interesse ist dabei doppelt: Zum einen wüsste ich gern, was diese einschneidende hochschulpolitische Reform gebracht hat. Sie war teuer, kostete Nerven, Zeit und sehr viel Geld, gab aber auch die Chance, eingefahrene Strukturen zu überdenken. Es ist m.E. Zeit für eine Evaluierung der Reform.

Zum anderen gibt es ein ganz praktisches Interesse: Ich möchte aus Ihren Kommentaren lernen, wie wir an der eigenen Uni (Stuttgart) unsere neuen Masters (MA Germanistik/Literaturwissenschaft, MA Wissenskultur) am besten anlegen sollen.

Zurück in die Gelehrtenrepublik?

von Christoph Meyer | Kommentare: 2

Was man von englischen Universitäten lernen kann. Eine Replik auf Sandra Richters Artikel “Wie deutsche und englische Universitäten voneinander lernen können”.

Glaubt man Sandra Richter, sind alle globalen Universitätsrankings einem großen Irrtum aufgesessen. Die englischen Unis “verscherbeln ihr akademisches Tafelsilber, um sich auf den ersten Plätzen des akademischen Weltmarktes zu positionieren“. Die Universitäten sind „unterfinanziert“ und werden „kaputtgespart“. Das Studium ist „verschult“ und fördert den „akademischen Durchschnitt“, da die Studenten zur intellektuellen „Unselbstständigkeit“ erzogen werden. Frau Richters Fazit: Vom „angloamerikanischen“ System ist nichts zu lernen. Deutsche Universitäten mögen sich bitte im Sinne einer europäischen Vielfalt auf ihre Stärken besinnen. weiter ›

Wie deutsche und englische Universitäten voneinander lernen können

von Redaktion | Kommentare: 6

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[...] Wenn die englische Philosophiestudentin Kate, 23, Deutschen ihr akademisches Traumziel erklärt, erntet sie verständnislose Blicke: “Wie, Deutschland?” – “Ja, Deutschland.” Kates Wunsch klingt paradox. Wollen doch übereifrige Bildungsreformer in Deutschland einführen, was sie für das vorbildliche und effiziente Universitätssystem halten: das angloamerikanische. Doch seit ihrem Auslandsjahr sehnt sich Kate nach diesem eigenartigen Land, in dem man sich selbst im Denken orientieren muss. Sie will dort promovieren, sich gründlich und in aller Ruhe mit komplizierten Gedanken über den Untergang der Zivilisation befassen, mit Karl Poppers Attacken gegen totalitaristische Philosophien ebenso wie mit aktuellen Positionen zum viel beschworenen “Kampf der Kulturen”. [...] zum Artikel