Bewerben in Nordamerika, Part 2: Tipps für ein gutes CV
22.11.2008 von Carsten Boesel | Kommentar: 1“Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.” Bonmots wie dieses von Bert Brecht lese ich bisweilen verwundert in den Signaturen geschäftlicher E-Mails und frage mich, weshalb wildfremde Menschen mir als erstes ihr Lebensmotto mitteilen. Nichts gegen Brecht, Gandhi oder Saint-Exupéry, aber philosophische Aussprüche haben in der geschäftlichen Korrespondenz nichts zu suchen. Schon gar nicht, wenn es sich um eine Bewerbung als Doktorand, Postdoc oder Hochschullehrer handelt. Zwar darf bei wissenschaftlichen Auswahlgremien davon ausgegangen werden, dass sie ein kluges Wort zu schätzen wissen, aber wer sich, wie heute üblich, per E-Mail an Universitäten in den USA oder Kanada bewirbt und dabei mit tiefsinnigen Thesen internationaler Geistesgrößen aufwartet, wirkt nicht professionell, sondern peinlich, und muss froh sein, wenn der angehängte Lebenslauf überhaupt geöffnet wird. Und auch im CV selbst, um den es heute gehen soll, lauern noch zahlreiche Fallstricke. weiter ›


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