Historische Dokumente belegen, dass die Leibeigenschaft in Europa vor Jahrhunderten offiziell abgeschafft wurde. Gleichwohl hat sie den Sprung in die Neuzeit gut überstanden: Denn ein verschworener Kreis ehrenwerter Personen hat sich der Aufgabe verpflichtet, sie in einer modernen Form weiter zu praktizieren, damit dieses uralte Wissen dem kulturellen Erbe Europas nicht verloren geht. So treffen wir auch an den deutschen Hochschulen in einer Größenordnung von rund 15 Prozent der Professorinnen und Professoren den Führungstyp „herrschaftliche Führung“ an. weiter ›
Professoren
Grenzenlos frei oder einfach nur planlos? Das unbeteiligte Nebeneinander.
15.05.2010 von Boris Schmidt | Kommentare: 4Die Freiheit ist dem deutschen Hochschulwesen heilig. Zu Recht. Doch sie wirft manchmal mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt: Ist Freiheit dasselbe wie Beliebigkeit? Ist sie das Gegenteil von Verbindlichkeit? Hat sie auch etwas mit Verantwortung tun?
Eine bemerkenswerte Interpretation des Freiheitsbegriffs stellt der Führungstyp „unbeteiligtes Nebeneinander“ dar. weiter ›
Gemischtes Führungsprofil: Leuchttürme mit Wackelkontakt
15.03.2010 von Boris Schmidt | Kommentare: 5Am Dienstag komme ich mit einer tollen Idee in die Teamsitzung, und alle schmieden sofort eifrig Pläne. Mittwoch habe ich eine neue tolle Idee. Am Donnerstag gar keine, da bin ich nämlich spontan woanders. Und nächsten Montag werfe ich vielleicht alles wieder über den Haufen, und alle müssen von vorne anfangen.
Es ist gar nicht so einfach mit dem „gemischten Führungsprofil“. Rund 20 Prozent der deutschen Professorinnen und Professoren entsprechen diesem Führungstyp. weiter ›
„Wir könnten ja mal…“ – Die ungesteuerte Kooperation
15.01.2010 von Boris Schmidt | Keine KommentareProfessorales Führungshandeln ist vielfältig. Die einen herrschen, die anderen steuern, wieder andere sind gedanklich ganz woanders. Die „ungesteuerte Kooperation“ ist ein Führungstyp, der viel Gutes mit sich bringt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Freiheit schenkt. Rund ein Viertel der deutschen Professorinnen und Professoren zählen nach einer aktuellen Studie zu diesem Führungstyp. Was zeichnet die „ungesteuerte Kooperation“ aus? weiter ›
Arbeiten Sie an einer Hochschule oder einer anderen Wissenschaftseinrichtung? Sind Sie in Forschung, Lehre oder Hochschulmanagement tätig oder vielleicht im Sekretariat, in der Pflege, im Labor oder im technischen Support? Gut, dann kommen Sie wahrscheinlich in den Genuss professoraler Führungskunst. weiter ›
Das habe ich mich neulich wieder gefragt, als mir eine Stellenanzeige für eine W3 Professur in Internationale Beziehungen an der TU Darmstadt auffiel. Dort wird eine Position im „aussertariflichen Angestelltenverhältnis“ mit Vergütung in „Anlehnung an die W-Besoldung“ versprochen. Nur Bewerber die zuvor schon Professorenstatus hatten, „können in einem solchen weiterbeschäftigt werden“. Die typische Diskriminierung gegenüber Erberufenden. Doch ist das der schleichende Anfang vom Ende des verbeamteten Professors? Und wenn ja, ist das ein Problem? weiter ›
Seit dem 18. Jahrhundert zählten Professoren zur Elite der Gesellschaft. Sie glaubten an die Suche nach Wahrheit, herrschten über einen Hofstaat von Assistenten, verdienten viel Geld, besaßen Villen. Noch dreihundert Jahre später prägen diese Ordinarien öffentliche Vorurteile über die Halbgötter im Talar. Diesen Vorurteilen zufolge genießt die professorale Wissenselite akademische Freiheit, Reputation, Sozialprestige, Geld. weiter ›
Vor ein paar Tagen bekomme ich einen frustrierten Anruf von einem befreundeten externen Doktoranden (d.h. ein Promovierender ohne Einbindung in eine universitäre Anstellung).
Er habe gegen Ende seiner Dissertation seine Ergebnisse in einem Seminar seines Profs an einer deutschen Uni vorgestellt. Das feedback auf die schriftliche Leistung sei sehr gut, das auf die Präsentation verheerend gewesen. Prof: „Warum tun Sie sich das Ganze denn überhaupt an? – Sie wollen doch sowieso nicht an der Uni bleiben!“ weiter ›
Auf tagesschau.de erschien am 3.07.2008 dieser Artikel von Christian Blenker. Mit freundlicher Genehmigung der tagesschau.de-Redaktion posten wir ihn hier noch einmal für Sie:
Überfüllte Seminarräume, schlecht ausgestattete Bibliotheken und im internationalen Vergleich eher Durchschnitt: Das dürfte vielen in den Sinn kommen, wenn sie an deutsche Universitäten denken. Der Wissenschaftsrat empfiehlt nun ein interne Qualitätskontrolle – auch für die Leistung von Professoren.
Der Hörsaal platzt aus allen Nähten, mit monotoner Stimme hält der Professor seinen Vortrag, während auf den Bänken die Studierenden mit dem Schlaf kämpfen. weiter ›


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