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Wissenschaft

Ich habe abgelehnt – Gegen “Venture Labor” in der Wissenschaft

von Stephan Humer | Kommentare: 8

Neulich erreichte auch mich wieder einmal eines dieser “tollen Angebote”, die sich später mit Sicherheit “richtig auszahlen” würden. Ein honoriger Professor (anerkannt, kompetent, rührig und sympathisch, wenngleich auch nicht gerade unkompliziert) fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, etwas “Zeit und Energie” in ein (sehr vages) Vorhaben zu investieren, welches sich spätestens in ca. sechs bis neun Monaten in Form von Honoraren auszahlen würde. Eine Gewähr gäbe es freilich nicht und man müsse in meiner Position ja stets etwas investieren, bevor man (vielleicht) auch etwas herausbekommt. So sei das heutzutage nun mal in der Wissenschaft. Halt so wie im Freiberuflertum. Flexibel und mit Risiko. Da müsse man durch.

Ich habe abgelehnt.

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s’Läbe isch koi Schlotzer

von Christine Saelzer | Kommentare: 3

Von Kalifornien in die schwäbische Provinz? Für die Wissenschaft mach ich das, klar. Mobilität ist schließlich gefragt in einer Wissenschaftlerkarriere, also bin ich jetzt mal in Tübingen. Dabei weiß ich ja gar nicht, ob sich die Umzieherei am Ende dann auch „auszahlt“, ob ich die gewünschte Professur bekomme oder mir eine Alternative suchen muss. Irgendwie ist ja jeder Umzug eine Investition in die Zukunft, ob diese nun eine Professur oder Plan B mit sich bringt. Bei genauerem Hinsehen ist das Wissenschaftlertum gar keine schlechte Ausgangslage für diverse „Plan B’s“, denn was man als Forscher so treibt, kann man auch woanders gebrauchen. weiter ›

Und es gibt sie doch! Von sinnvollen Kongressen….

von Vanessa-Isabelle Reinwand | Keine Kommentare

Da mir ja von einigen Kommentatoren meines letzten Beitrages „Vom Sinn und Unsinn wissenschaftlicher Kongresse“ dazu geraten wurde, doch als Jungwissenschaftler einfach erst einmal den Mund zu halten und weitere Erfahrungen zu machen, um das Wissenschaftssystem richtig kennen und es plus Spielregeln (seien sie auch noch so überflüssig) akzeptieren zu lernen, habe ich diesen Rat zumindest zum Teil sogleich verfolgt und mich stumm zum nächsten Kongress begeben. weiter ›

Appraisal: Bevormundung oder Unterstützung?

von Christoph Meyer | Kommentare: 8

In der englischen Wissenschaft gibt man sich gern der Illusion hin doch irgendwie alle gleich und gleich frei zu sein. Der Herr Professor, von der Stellung etwa mit C4/W3 zu vergleichen, hat im Normalfall weder mehr Befugnisse noch mehr Resourcen als ein Lecturer, Senior Lecturer oder Reader. Noch nicht einmal eine Sekretärin oder SHKs. Dennoch gibt es sehr wohl Unterschiede als auch Über- und Unterordnungsverhältnisse. Seit jüngester Zeit haben alle englischen Universitäten so genannte Appraisals eingeführt weiter ›

Kinder und Wissenschaft in England

von Christoph Meyer | Kommentare: 5

Wie gut lassen sich Kinder und Wissenschaft in Großbritannien verbinden (siehe Friederike’s Blog)? Meine These ist: Insgesamt besser als in Deutschland. Dies liegt allerdings weniger an der Universität selbst als an den insgesamt besseren Bedingungen für die Vereinbarung von Kindern und Berufstätigkeit in England. weiter ›

Wo sind die Väter und Mütter?

von Friederike Wapler | Kommentare: 17

„Schreiben Sie doch auch einmal etwas über Ihre Work-Life-Balance als Wissenschaftlerin und Mutter“, forderte man mich auf. Mache ich gern, dachte ich, da gibt es einiges zu erzählen. Aber – bange Frage: Wen interessiert das überhaupt? Mal sehen, wie viele Wissenschaftlerinnen mit Kindern ich hier im akademischen Mittelbau noch kenne … weiter ›

Erste Schritte in der Wissenschaft

von Andreas Juergens | Keine Kommentare

Lässt sich die eigene wissenschaftliche Karriere am Reißbrett planen? Wohl kaum. Auf der anderen Seite wäre es naiv darauf zu vertrauen, man müsse nur engagierte Referate halten, sehr gute Hausarbeiten oder Klausuren schreiben, sich ab und an mit klugen Bemerkungen im Seminar hervortun, und dann würde sie irgendwann schon gestellt werden, die alles entscheidende Frage: „Könnten Sie sich vorstellen für mich zu arbeiten?“ weiter ›

Was ist innovativ?

von Jochen Buechel | Keine Kommentare

Universitäten und Akademien gelten gemeinhin als Hochburgen der Intellektualität. Hier treffen sich auf dem Campus verschiedenste Disziplinen und tauschen neugierig und offen ihre Ideen für die Zukunft des Wissens aus. Ist da wirklich so? Welche Möglichkeiten und welche Grenzen tun sich auf, wenn man wirklich die Grenzen der Wissenschaft neu zu definieren versucht? weiter ›

Perfektionismus oder Überforderung?

von Christian Wild | Kommentare: 3

Immer öfter begegnen sie mir in der Naturwissenschaft: Menschen, die sehr viel Zeit und Mühe darauf verwenden die Relevanz von Nebenaspekten zu überprüfen, bzw. den Versuch unternehmen die Schwächen einer Methode zu identifizieren. weiter ›

Warum promovieren?

von Jens Gerdes | Kommentar: 1

Warum Promotion? Die Frage stelle ich mir seit mindestens zwei Jahren. Heute könnte die pragmatisch verkürzte Antwort darauf lauten: Weil ich ja jetzt genau dafür Geld bekomme. Stimmt schon, greift aber natürlich ein wenig zu kurz – das Stipendium erklärt ja nicht, wie es selber überhaupt zustande gekommen ist. Denn dafür muss man ja irgendwann mal eine irgendwie überzeugende Antwort darauf gegeben haben, warum man promovieren will. weiter ›

„You will hear from us shortly“

von Christoph Meyer | Kommentare: 2

Die Nase voll vom Drittmittelprojekt? Von den Emails des Lehrstuhlinhabers mit kleinen Aufgaben und Anfragen? Von der Unsicherheit des deutschen Berufungsverfahrens? Dann könntest Du Dich einfach auf eine Lecturer-Stelle in Großbritannien bewerben. weiter ›