Bildungsinstitutionen benötigen dringend das Konjunkturprogramm Von Jan-Martin Wiarda
Mit ein paar Milliarden Euro aus dem Konjunkturprogramm sollen Schulen und Universitäten saniert werden. Das wird auch Zeit!
© IGS BrackeWas derlei niederschmetternde Bestandsaufnahmen in der Praxis bedeuten, lässt sich am Beispiel Braunschweig gut beschreiben. Inmitten der Wohnburgen der Weststadt steht die Wilhelm-Bracke-Schule, ein gewaltiger Bau aus den frühen siebziger Jahren mit orangefarbenen Fassadenteilen und schmutzigem Sichtbeton. Die Schule hat 150 Räume und 1300 Schüler, die sich in den weiten Fluchten fast verlieren. In den Fluren wellt sich der genoppte Gummifußboden, an der Decke fehlen die Kunststoffplatten, aus dem Hohlraum darüber lugen Rohre und Kabelstränge hervor. Das Regenwasser hat die Platten durchgeweicht, bis sie runtergebrochen sind.
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Braunschweig hat vor einer Weile ein eigenes Investitionsprogramm gestartet, jedes Jahr fließen ein paar Millionen in die Schulen der Stadt. 2011, so hat der Bürgermeister versprochen, sei das Dach der Wilhelm-Bracke- Schule dran - "wenn nichts dazwischenkommt", fügt Franz Rollinger hinzu. Diesen Satz wird er in der nächsten Stunde noch häufiger sagen, wenn er über die von der Stadt versprochenen Sanierungsarbeiten redet. Er war früher selbst mal Kommunalpolitiker, erklärt er. "Ich kenne die Zwänge."
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