Hochschule für Musik Freiburg
Gegründet 1946 als städtische Einrichtung und 1948 vom Land Baden übernommen, gehört die Hochschule für Musik Freiburg zu den renommiertesten in Deutschland. Sie bietet künstlerische und pädagogische Ausbildung über die gesamte Palette der musikalischen Berufsfelder sowie die Möglichkeit, in den Fächern Musikwissenschaft und Musikpädagogik zu promovieren.
Ursprünglich verteilte sich die Hochschule für Musik Freiburg über mehrere Altstadthäuser und Villen, darunter das barocke Wentzingerhaus am Münsterplatz, eines der wichtigsten Baudenkmäler Freiburgs. 1984 bezog die Hochschule einen inmitten einer parkähnlichen Anlage im Osten Freiburgs gelegenen Neubau: Von Licht durchflutet und charakteristisch in der Architektur - mit einer aus akustischen Gründen gewählten Faltung der Fassade und der abgestuften Anlage der Geschosse, die ein luftiges Foyer als Kommunikationszentrum verbindet.
Studierende aus aller Welt
Durchschnittlich 550 Studierende, von denen knapp die Hälfte aus aller Welt für das Musikstudium nach Freiburg kommt, werden dort von nahezu 200 Lehrenden unterrichtet. Dazu gehörten in den vergangenen Jahren namhafte und international bekannte Künstler, Pädagogen und Wissenschaftler wie z. B. der Schweizer Aurèle Nicolet, der große Violinist, Dirigent und Komponist Wolfgang Marschner sowie Größen wie Edith Picht-Axenfeld, Robert Aitken, Robert Levin oder Carl Seemann.
Heute sind in den Klassen von Rainer Kussmaul, Wolfram Christ, Jörg Widmann, Bernhard Wulff, Branimir Slokar, Bruno Schneider oder Felix Renggli - um nur einige zu nennen - zahlreiche Studierende mit bedeutenden internationalen Auszeichnungen erfolgreich.
Karriere durch professionelle Ausbildung
Die Hochschule für Musik Freiburg steht für eine breit angelegte, profunde Ausbildung, was die Karrieren heute erfolgreicher Absolventen zeigen: Pianist Bernd Glemser, der Geiger Daishin Kashimoto, die Bratschistin Tabea Zimmermann, die Sängerin Rachel Harnisch, der Komponist Wolfgang Rihm und nicht zu vergessen die berühmten Stimmen Hildegard Behrens und Fritz Wunderlichs.
Musik für Augen und Ohren
Die intensive praktische Arbeit an der Hochschule spiegeln jährlich mehr als 450 Konzerte, Opernaufführungen und Vortragsabende, die zum festen Bestandteil des Konzertlebens in der Musikstadt Freiburg zählen. Beteiligt sind daran die Gesangs- und Instrumentalklassen sowie die Institute für Musiktheater, für Historische Aufführungspraxis, für Neue Musik (mit dem Studio für Elektronische Musik) und die "Freiburger Akademie zur Begabtenförderung" (FAB). Zudem sind die Studierenden in zahlreichen Hochschul-Ensembles aktiv. Dazu gehören das "Freiburger Schlagzeugensemble", das Orchester, der Chor, das Kammerorchester, der Kammerchor und die Big Band der Hochschule, die "Schola Gregoriana" und die "Frauenschola Exsulta Sion Freiburg". Außerdem stehen aus dem Kreis der Lehrenden international gefragte Musikerpersönlichkeiten auf dem Podium des Konzertsaals, im Kammermusiksaal oder auf den Bühnen verschiedener Kooperationspartner.