Einblicke in die Hochschule für Musik Würzburg
Kultur pur
Collegium Musicum Academicum Wirceburgense
Die Hochschule für Musik Würzburg ist eine der ältesten musikalischen Ausbildungsstätten Deutschlands. Ihre Ursprünge gehen auf den Verein Collegium Musicum Academicum Wirceburgense zurück, den 1797 musikbegeisterte Akademiker gründeten. Bereits fünf Jahre später entstand daraus das Akademische Musikinstitut an der Universität. Es wurde 1820 um eine Singschule erweitert, unter die Aufsicht der königlichen Regierung des Untermainkreises gestellt und Königliches Musikinstitut Würzburg getauft.Dieses Musikinstitut wurde 1875 als Staatsanstalt strukturell wesentlich verändert und Königliche Musikschule Würzburg genannt. Nach der Umwandlung in ein Königliches Konservatorium der Musik 1912 und Bayerisches Staatskonservatorium der Musik 1921, erfolgte 1973 schließlich die Erhebung zur staatlichen Hochschule. Durch die Eingliederung des Hermann-Zilcher-Konservatoriums der Stadt Würzburg im September 2001 wurde die Hochschule noch einmal vergrößert und das Lehrangebot um die Studienrichtung Jazz und die Fächer Elementare Musikerziehung und Akkordeon erweitert.
Konzerte, Konzertreihen, Festivals, Opern
Die HfM Würzburg veranstaltet jährlich über 200 Konzerte und ca. acht Opernaufführungen. Und auch von anderen Konzertveranstaltern, Orchestern, Künstlern und Vereinen werden ihre Konzertsäle gerne genutzt. Neben zahlreichen Klassenabenden, in deren Rahmen Lehrkräfte der Hochschule regelmäßig ihre Studierenden vorstellen, bereichern traditionsreiche Konzertreihen und Festivals den Hochschulalltag und das Würzburger Kulturleben: Tage der Alten Musik; Tage der Neuen Musik; Meisterklassen-Podien und Event mit Dozent. 2008 wurde zum Beispiel der 100. Wiederkehr des Geburtstages von Olivier Messiaen mit einer Konzertreihe gedacht. Es erklang das gesamte Klavier- und Orgelwerk von Olivier Messiaen, sowie Kammermusik, Ensemblewerke und eine Hommage. Im Februar 2009 stehen die Tage der Neuen Musik im Zeichen der zeitgenössischen polnischen Musik und der Komponist Krzysztof Penderecki ist zu Gast. Die in den vergangenen Jahren die hinzugekommenen Mittagskonzerte Musik publik (jeweils Mittwochs und Freitags) erfreuen sich inzwischen einem begeisterten Stammpublikum aus der Hochschule und der Region.Sinfonie Orchester
Das Sinfonie Orchester der HfM Würzburg setzt sich aus den Studierenden der Orchesterinstrumente zusammen. Die zweimal in der Woche stattfindenden Proben sind fester Bestandteil der Ausbildung zum Orchestermusiker. In Projekten wird symphonische Literatur erarbeitet. Die Arbeit am Klang ist immer spannend, da sich die Zusammensetzung von Projekt zu Projekt, von Semester zu Semester ändern kann. Das Orchester wird von den Lehrkräften der Abteilungen Dirigieren, Opernschule oder Chorleitung geleitet. Auch die Hauptfach-Studierenden des Studienganges Dirigieren stehen am Pult des Hochschulorchesters. Bei Werken mit solistischen Parts sind die Solisten in der Regel Studierende der Hochschule, die im Rahmen eines hochschulinternen Wettbewerbs ermittelt werden. Einzigartig ist die Jugend und Frische der Mitwirkenden, ihre Aufgeschlossenheit und Experimentierfreude, die den Aufführungen in der Regel einen eigenen Charme verleiht.Opernschule
Wer Gesang studiert, sollte nicht nur im stillen Kämmerlein singen um zum Kammersänger oder zur Kammersängerin zu avancieren. Deshalb stehen die Gesangstudierenden der HfM Würzburg vom ersten Semester an auf der Bühne und studieren Partien des Musiktheaters verschiedenster Epochen ein. In abwechslungsreichen Inszenierungen bühnenerfahrener Regisseure und Choreographen führen sie vom Musical bis zur Barockoper alles auf, was ein Berufssänger können muss. 2008 stand zeitgenössische Oper von Poulenc und Musiktheater von Purcell auf dem Programm. 2009 werden Mozarts "Don Giovanni", Monteverdis "L'Orfeo " sowie Musical-Szenen einstudiert. Daneben haben sie die Möglichkeit, am Mainfrankentheater Würzburg, ob im Chor oder als Solisten, den realen Bühnenbetrieb hautnah zu erleben. Nicht zuletzt weil die Gesangspädagogen selbst den Opern- und Konzertbetrieb von ihren nationalen und internationalen Engagements genau kennen, können sie die Studierenden optimal in der Opernschule auf den Berufsalltag als Sänger vorbereiten. Namhafte Sänger und Sängerinnen hat die Opernschule in Würzburg hervorgebracht, so wie z. B. die Kammersängerinnen Waltraud Meier und Diana Damrau.Elementare Musikpädagogik
Das Studium der Elementaren Musikpädagogik (EMP) zeichnet sich besonders durch seine Praxisnähe aus. Von Anfang an werden die Studierenden mit ihrer späteren Berufsrealität vertraut gemacht. Dies geschieht durch die ständige Begleitung von Modellklassen unterschiedlichster Zielgruppen, in denen sie durch eigene Lehrversuche alle Altersbereiche aktiv kennen lernen. In Fächern wie "Bewegung, Körperbildung, Tanz", "Rhythmus, Percussion, Ensemble", "Stimmbildung in der Gruppe" und "Rhythmik" erweitern und verfeinern Sie Ihre eigenen Fähigkeiten und bereiten sich intensiv auf das im späteren Beruf notwendige Können vor. Nach Abschluss des 8-semestrigen Studiums oder Ergänzungsstudiums kann man an Musikschulen oder auf dem freien Markt, in Kitas und Allgemeinbildenden Schulen als Kooperationspartner in Freizeit-Einrichtungen, in der Fort- und Weiterbildung von Pädagogen und Musikern und in Ausbildungsinstituten folgende Arbeitsfelder abdecken: Elementares Musizieren mit Eltern-Kind-Gruppen, Elementares Musizieren mit Kindern unterschiedlicher Altersgruppen (Musikalische Früherziehung und Grundausbildung), Spielkreise, Elementares Musizieren mit Erwachsenen, mit Senioren und mit intergenerativen Gruppen.Musikalische Frühförderung
Ein Schwerpunkt der HfM Würzburg liegt in der intensiven Förderung hochbegabter Kinder- und Jugendlicher. Prof. Conrad von der Goltz initiierte 1990 das Projekt der instrumentalen Frühförderung für Violine, das vom Freistaats Bayern unterstützt wurde. 1997 wurde der Modellversuch als offizieller Studiengang integriert und um weitere zehn Unterrichtsfächer erweitert. Inzwischen werden über 70 Kinder und Jugendliche in den Fächern Violine, Klavier, Violoncello, Saxofon, Gesang, Posaune, Harfe, Flöte, Fagott, Tuba, Jazz-Klavier, Orgel, Schlagzeug unterrichtet. Korrepetitionsstunden und der Unterricht in Allgemeiner Musiklehre, ergänzen sinnvoll das Angebot. Durch die Einrichtung regelmäßiger Konzertmatineen erhalten die "Jungstudierenden" auch häufig die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis stellen. Der Unterricht findet nicht nur in den Studiensemestern sondern in den gesamten Wochen des regulären Schuljahres statt.Tonstudio und Studio für experimentelle elektronische Musik eem
Mit dem Beginn des Wintersemesters 2004 nahm in der HfM Würzburg das Studio für experimentelle elektronische Musik eem den Lehrbetrieb auf. Damit wird an der HfM Würzburg eine Tradition der Produktion elektronischer Musik, die zum Beginn der 70er Jahre begründet wurde, mit modernsten technischen Mitteln fortgesetzt. Es stellt das eem die ideale Ergänzung zum qualitativ hochwertigen klassischen Tonstudio dar, das von Diplom-Tonmeister Jürgen Rummel geleitet wird, dar. Der auf Produktion ausgerichtete Schwerpunkt des klassischen Studios wird durch das eem im Bereich der ästhetisch-akustischen Forschung erweitert. Im eem werden Studenten der Kompositionsklasse und Studenten des Hauptfaches Musiktheorie unterrichtet. Darüber hinaus ist es auch für interessierte Studenten anderer Fachbereiche und Dozenten nutzbar.Würzburger Institut für Neue Gegenwärtige Musik WING
Aus den langjährigen engagierten Aktivitäten einiger Hochschuldozenten zur Förderung der zeitgenössischen Musik an der HfM Würzburg ging 2007 das Würzburger Institut für Neue Gegenwärtige Musik WING hervor. Das Institut pflegt Kontakte zu Musikern und Komponisten im In- und Ausland, unterhält Kooperationen im Netzwerk für Zeitgenössische Musik Würzburg zu verschiedenen Institutionen und veranstaltet Konzerte, Konzertreihen, Vorträge und Symposien. Dazu zählen u. a. die alle zwei Jahre im Februar stattfindenden Tage der Neuen Musik.Würzburg, die sonnenverwöhnte Universitäts- und Kulturstadt
Stadt und Region Würzburg hat für Ihre Bewohner und auch seine Unternehmen und Institutionen eine Menge zu bieten. Die Lebensqualität ist hier sehr hoch, weil die Kulturstadt Würzburg mit einem vielfältigen Angebot an Kunst, Architektur, Musik, abwechslungsreicher Landschaft, Sport und Wein aufwartet. Dass die Stadt eine starke Anziehungskraft besitzt, zeigen der rege Tourismus und die Vielzahl der Kongresse, für die sie ausgewählt wird. In kaum einer Stadt findet man Wissenschaft, Kultur und Gesundheitswirtschaft auf so kleinem Raum verdichtet wie in Würzburg: Universität, Musikhochschule, Fachhochschule, Fraunhofer-Institut, Residenz, Festung, Dom, Museen, eine mehrfach preisgekrönte Stadtbibliothek, Mainfrankentheater, Philharmonisches Orchester, Privatbühnen, Kliniken, Medizintechnik usw. Wer den zentral gelegenen Zugknotenpunkt Würzburg als Studienort wählt, kann aber auch sehr schnell andere Metropolen, wie München, Frankfurt a. M. und Stuttgart erreichen. Das Würzburger Umland ist geprägt durch sein mildes Klima, den Fluss Main, den Wein- und Gemüseanbau und die reizvolle Hügellandschaft mit ihrem hohen Freizeitwert.Diese Artikel könnten Sie interessieren
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