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Einzigartig in Deutschland: Das Institute of Cognitive Science der Universität Osnabrück
Von Claudia Sarrazin

Interdisziplinär, international und innovativ - das sind in Bezug auf das Promotionsprogramm (PhD) des Cognitive Science Institutes der Universität Osnabrück nicht nur Schlagworte. Hier werden diese Begriffe täglich neu mit Leben gefüllt.

Einzigartig in Deutschland: Das Institute of Cognitive Science der Universität Osnabrück© mpabild - iStockphoto.com
"Bevor ich hier angefangen habe zu studieren, kannte ich Osnabrück nur von einem kurzen Zwischenstopp beim Interrail", erinnert sich Markus Eronen. Doch der Finne wollte gerne in Norddeutschland seinen Doktor machen, nachdem er dort schon ein Auslandssemester- absolviert hatte. Dann stellte er begeistert fest, dass das Institute of Cognitive Science der Osnabrücker Universität genau auf dem Gebiet tätig ist, in dem er promovieren wollte. "Außerdem ist die Institutssprache Englisch, das ist für mich sehr gut", erklärt Eronen. Englisch ist nicht nur in sämtlichen Vorlesungen und Arbeiten Pflicht, auch untereinander wird eher selten auf Deutsch kommuniziert. "Das liegt daran, dass der Anteil der ausländischen Doktoranden sehr hoch ist", erklärt die deutsche Doktorandin Miriam Kyselo die mit dem Finnen zusammen promoviert. "Hier am Institut arbeiten beispielsweise auch Italiener, Russen und Türken."

Vielfältig sind jedoch nicht nur die Nationalitäten, sondern auch die Forschungsbereiche des Institute of Cognitive Science. Sie umfassen Aspekte aus den Disziplinen Anthropologie, (Neuro-) Biologie, Informatik, Künstliche Intelligenz, (Computer-) Linguistik, Mathematik, Neurowissenschaften, Neuroinformatik, Philosophie und (Kognitive) Psychologie.

Offen für Quereinsteiger

Die Schwerpunkte des Institutes liegen auf der wissenschaftlichen Erforschung von Geist und Gehirn, der Erklärung des menschlichen sprachlichen und nichtsprachlichen Verhaltens sowie der Entwicklung künstlicher intelligenter Systeme. Bei den PhD-Projekten steht der Themenbereich "Adaptivity in Hybrid Cognitive Systems" im Vordergrund. Die Medien wurden auf die Osnabrücker "Cogscies" - wie sich die Studierenden selbst nennen - im vergangenen Jahr jedoch in einem anderen Zusammenhang aufmerksam: Bei den RoboCop-Meisterschaften setzte sich ihr Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden gegen die internationale Konkurrenz durch und errang den Weltmeistertitel. Seit 1998 arbeiten sie an diesem Projekt mit dem Ziel, die Forschung in den Bereichen "künstliche Intelligenz" und "autonome mobile Roboter" voranzutreiben.

Voraussetzung für die Aufnahme in das PhD-Programm sind gute Englischkenntnisse sowie ein Master in den Kognitionswissenschaften oder einer der genannten Unterdisziplinen. Das Institut ist somit offen für Quereinsteiger: Kyselo studierte beispielsweise Philosophie, Soziologie, Psychologie sowie Philosophie der Kognitionswissenschaft in Berlin und Potsdam. In Sussex absolvierte sie ihren Master.