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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

Starten Sie Ihre Mission beim DLR.

Das DLR ist das Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt sowie die Raumfahrtagentur der Bundesrepublik Deutschland. Rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen gemeinsam an einer einzigartigen Vielfalt von Themen in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit. Ihre Missionen reichen von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von innovativen Anwendungen und Produkten von morgen. Wenn auch Sie sich für die Welt der Spitzenforschung in einem inspirierenden, wertschätzenden Umfeld begeistern, starten Sie Ihre Mission bei uns.

Für die Organisationseinheit "Testbetrieb und Messverfahren" des Instituts Test und Simulation für Gasturbinen in Augsburg suchen wir einen

Ingenieur Maschinenbau,
Werkstoffwissenschaften o. ä. (m/w)

Gruppenleitung "Mechanisch-Thermisch-Chemische Versuchseinrichtungen"

Ihre Mission:
Das DLR baut in Augsburg das neue Institut für Test und Simulation für Gasturbinen (SG) auf. Im Bereich der Prüfung von Werkstoffen und Bauteilen unter gleichzeitiger mechanischer, thermi­scher und chemischer Last (MTC) wird eine Arbeitsgruppe aus Forscherinnen und Forschern sowie Technikerinnen und Technikern aufgebaut. Es werden mehrere anspruchsvolle und einzigartige Prüfeinrichtungen entwickelt, aufgebaut und betrieben. Mit chemischen Lasten ist der Einfluss der Verbrennungsgase auf Werkstoffe bei hohen Temperaturen gemeint. Dabei sollen die Lastbedingungen von Gasturbinen und Triebwerken möglichst realitätsgetreu z.B. durch zyklische und transiente Versuche abgebildet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Interaktionen bei gleichzeitigen mechanischen, thermischen und chemischen Lasten.

Ziel der Untersuchungen ist die experimentelle Bestimmung der Versagensmechanismen und der resultierenden Lebensdauer von Hochleistungswerkstoffen und deren Beschichtung unter den genannten Lasten. Als Werkstoffe sind vor allem intermetallische Verbindungen wie z.B. Titan-Aluminide, faserverstärkte Keramiken (CMC) und additiv hergestellte Metalle im Fokus des Instituts. Abgeleitet aus dem wissenschaftlichen Konzept des Instituts sind die wissenschaft­lichen Ansprüche der Prüfeinrichtungen zu definieren und Anforderungen an geeignete Prüfin­frastruktur weiter zu entwickeln. Die Prüfinfrastruktur muss beschafft, aufgebaut und in den wissenschaftlichen Betrieb überführt werden.

Zudem wird am Institut die Simulationsplattform „Virtual Engine“ aufgebaut, die das Betriebsverhalten von Triebwerken in ihrer Gesamtheit durch ein Zusammenwirken mehrerer Simulationstools berechenbar macht. Dabei fließen auch Berechnungsverfahren für das Werkstoff- und Bauteilverhalten unter den genannten Lastbereichen ein. Um Triebwerksbauweisen und -bauteile und die Herstellungsverfahren für Bauteile und Werkstoffe z.B. hinsichtlich Lebensdauer, Gewicht und turbinenspezifischer Leistungsparameter numerisch optimieren zu können, ist die Validierung der numerischen Modelle und Tools auf allen Skalenebenen ein wichtiges Thema des Instituts. Um dies zu unterstützen, sollen die Ergebnisse von Versuch und Simulation in einem integralen Datenbanksystem abgelegt, ausgewertet und vergleichbar gemacht werden. Eine reibungslose Zusammenarbeit mit Experten im Bereich Simulation ist deshalb wichtig und muss von der Leitung der Gruppe aktiv mitgestaltet werden.

Für die Abteilung „Testbetrieb und Messverfahren (TMV)“ des Instituts ist deshalb die Gruppenleitung „Mechanisch-Thermisch-Chemische (MTC) Versuchseinrichtungen“ zu besetzen. Sie sind Teil eines interdisziplinären Teams aus Forscher/innen, Ingenieur/innen und Techniker/innen. Sie bauen die Gruppe auf und entwickeln diese in Zusammenarbeit mit der Instituts- und Abteilungsleitung fachlich und strategisch weiter. Sie führen, fordern und fördern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe. Sie fühlen sich dafür verantwortlich, dass das Institut durch Austausch und Vernetzung der Arbeiten der Gruppe insgesamt vorankommt. Sie stellen sicher, dass neue experimentelle Verfahren und die zugehörigen Messverfahren entwickelt bzw. weiterentwickelt und- in enger Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern- auf reale Turbinenbauteile und -Werkstoffe angewendet werden. Sie sorgen dafür, dass auf jeder Skalenebene die Validierung der numerischen Verfahren durch gezielte Werkstoff- und Bauteilsimulationen verfolgt wird und somit die sonst übliche Trennung zwischen Simulation und Versuch überwunden werden kann. Die Arbeiten des Instituts sind inner- und außerhalb des DLR stark vernetzt. Die Fähigkeit zu interdisziplinären Arbeiten über Abteilungs- und Institutsgrenzen hinweg und eine ausgeprägte Teamfähigkeit werden deshalb zwingend vorausgesetzt. Dies schließt auch die Bereitschaft zu Reisetätigkeiten ein.

Ihre Qualifikation:
  • Diplom/Master und Promotion im Bereich Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften oder verwandten Disziplinen insbesondere mit Schwerpunkt in der Entwicklung und Durchführung von Bauteil- und Werkstoffversuchen bei hohen Temperaturen
  • Erfahrung in der Durchführung von Versuchen unter Druck und Medieneinfluss ist von Vorteil
  • durch umfangreiche, praktische Erfahrung nachgewiesene Kenntnisse im Bereich der experimentellen Untersuchung des nichtlinearen Werkstoffverhaltens, der Versagensvorgänge sowie der Entstehung und Ausbreitung von Rissen bei metallischen Werkstoffen unter statischer und dynamischer Last
  • Kenntnisse des Versagens von faserverstärkten Keramiken (CMC) sind von Vorteil
  • Hintergrundwissen über und Verständnis für die Anforderungen numerischer Verfahren zur Berechnung der physikalischen Phänomene, die in den Versuchen direkt oder indirekt gemessen werden
  • gute Kenntnisse in der mikroskopischen, analytischen Untersuchung von Werkstoffen, insbesondere der Identifizierung und Charakterisierung von Versagensmechanismen
  • erste Erfahrung in der Leitung und Führung von Forschungsgruppen
  • Quantifizierbare Erfolge in der Akquise von Forschungsprojekten und der Einwerbung von Drittmitteln
  • nachgewiesene Erfahrung in der Leitung von Forschungsprojekten mit Partnern aus dem akademischen und industriellen Umfeld
  • Erfahrung im Bereich der Entwicklung und Weiterentwicklung der Messtechnik für Versuche unter extremen Bedingungen sind von Vorteil
  • idealerweise haben Sie sich insbesondere mit den Wechselwirkungen der o.g. Versagensphänomene bei gleichzeitiger mechanisch-thermisch-chemischer Belastung auseinander gesetzt
  • Erfahrungen im Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems nach ISO17025 sind von Vorteil
  • Arbeitserfahrung in der Gasturbinen- oder Triebwerksindustrie wäre sehr wünschenswert
  • gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache

Ihr Start:
Freuen Sie sich auf einen Arbeitgeber, der Ihr Engagement zu schätzen weiß und Ihre Entwick­lung durch vielfältige Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten fördert. Unser einzigartiges Arbeits­umfeld bietet Ihnen Gestaltungsfreiräume und eine unvergleichbare Infrastruktur, in der Sie Ihre Mission verwirklichen können. Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Chancengleichheit von Frauen und Männern sind fester Bestandteil unserer Personalpolitik. Daher begrüßen wir Bewerbungen von Frauen ausdrücklich. Schwerbehinderte Bewerberinnen bevorzugen wir bei fachlicher Eignung.

Fachliche Fragen beantwortet Ihnen gern Stefan Reh telefonisch unter +49 2203 601-3573. Weitere Informationen zu dieser Position mit der Kennziffer 11777 sowie zum Bewerbungsweg finden Sie unter www.DLR.de/dlr/jobs/#23870.
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Erschienen auf academics.de am 19.09.2017
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