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An der Philosophischen Fakultät ist am Institut für Geschichte zum nächstmöglichen Zeitpunkt die durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gestiftete

BKM-Juniorprofessur (W1)
für Soziale und ökonomische Netzwerke
der Deutschen im östlichen Europa
im 19. und 20. Jahrhundert

für zunächst 3 Jahre zu besetzen. Bei positiver Evaluation ist eine Verlängerung des Dienstverhältnisses auf insgesamt 6 Jahre vorgesehen.

Die Stelleninhaberin/Der Stelleninhaber soll das Fachgebiet Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Deutschen im östlichen Europa unter besonderer Berücksichtigung ihrer sozialen und ökonomischen Netzwerke in Forschung und Lehre selbstständig vertreten und an der TU Dresden breit verankern. Die Einbeziehung emotionshistorischer Perspektiven in die Arbeit der BKMJuniorprofessur ist erwünscht. Sie/Er soll Forschungen zur Geschichte der Deutschen im östlichen Europa durchführen sowie anregen und dabei insbesondere Ansätze der Verflechtungsgeschichte und Netzwerkforschung anwenden. Besonderes Augenmerk ist auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu richten. Eine Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung wird vorausgesetzt. Erwartet wird, die Zusammenarbeit mit den Instituten der Philosophischen Fakultät und der Fakultät Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften sowie darüber hinaus mit DRESDEN-concept-Partnern (z. B. Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Deutsches Hygiene-Museum) und dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, dem Hannah- Ahrendt-lnstitut für Totalitarismusforschung, dem Sorbischen lnstitut e.V./Serbski Institut in Bautzen und anderen Kooperationspartnern im Themenfeld Geschichte der Deutschen im östlichen Europa zu entwickeln und weiter auszubauen. Weiterhin sollen die bestehenden wissenschaftlichen Kooperationen mit Partnereinrichtungen im östlichen Europa vertieft und explizit um die Perspektive der Geschichte der Deutschen in Ostmittel-, Südost- oder Osteuropa erweitert werden. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, sich an Verbundprojekten zu beteiligen und eigenständig Projekte, insbesondere zur Geschichte der sozialen und ökonomischen Netzwerke der Deutschen im östlichen Europa im 19. und 20. Jahrhundert, zu initiieren.

Die Bewerberin/Der Bewerber muss im Fach Geschichtswissenschaft mit überdurchschnittlichem Erfolg promoviert worden sein sowie Publikationen und Lehrveranstaltungen zur Geschichte Ostmittel-, Südost- oder Osteuropas nachweisen. Sie/Er soll sich in Forschung und Lehre mit der Geschichte der Deutschen im östlichen Europa sowie mit sozial- oder wirtschaftshistorischen Fragestellungen, insbesondere zum 19. und 20. Jahrhundert, beschäftigt haben. Erwünscht ist ein Interesse an aktuellen geschichts-, kultur-, sprach- und/oder sozialwissenschaftlichen Theorien und Fragestellungen, insbesondere zur Netzwerk- und Emotionsanalyse, sowie die Bereitschaft zu interdisziplinärer Kooperation. Eine zwingende Voraussetzung ist die sichere Beherrschung einer ostmittel-, südost- oder osteuropäischen Sprache und der deutschen Sprache auf Niveau B2. Erwünscht sind Erfahrungen in der Leitung von wissenschaftlichen Teams, profunde Kenntnisse eines Landes aus dem östlichen Europa sowie Erfahrungen in der Drittmitteleinwerbung. Die Bereitschaft und die Befähigung zur Durchführung von Lehrveranstaltungen in englischer Sprache werden erwartet. Die Einstellungsvoraussetzungen richten sich nach § 63 des SächsHSFG.

Die TU Dresden bietet ein speziell auf die Bedürfnisse von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren ausgerichtetes Programm an. Durch Netzwerktreffen, Mentoring-Programme sowie Weiterbildungsprogramme und individuelles Coaching werden die Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren besonders unterstützt. Die TU Dresden trägt Sorge für die Weiterqualifikation der Juniorprofessorin oder des Juniorprofessors. Falls gewünscht besteht an der Fakultät die Möglichkeit, ein Habilitationsverfahren zu durchlaufen. Weitere Informationen finden Sie unter: https://tu-dresden.de/forschung/wissenschaftlicher-nachwuchs/nach-der-promotion/juniorprofessur

Die TU Dresden ist bestrebt, den Anteil der Professorinnen zu erhöhen und fordert deshalb Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben. Auch die Bewerbungen Schwerbehinderter sind besonders willkommen. Die Universität ist eine zertifizierte familiengerechte Hochschule und verfügt über einen Dual Career Service. Sollten Sie zu diesen oder verwandten Themen Fragen haben, steht Ihnen der Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät (Herr Dr. Hermann Diebel-Fischer, +49 351 463- 36389) sowie die Schwerbehindertenvertretung (Frau Birgit Kliemann, Tel.: +49 351 463-33175) gern zum Gespräch zur Verfügung.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte mit einem tabellarischen Lebenslauf, der eine Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs enthalten muss, einer Liste der wissenschaftlichen Arbeiten, einem Verzeichnis der Lehrveranstaltungen, einer drei bis fünfseitigen Skizze eines Forschungsprojekts zur Geschichte der sozialen und ökonomischen Netzwerke der Deutschen im östlichen Europa im 19. und 20. Jahrhundert sowie einer beglaubigten Kopie der Urkunde über den höchsten akademischen Grad bis zum 21.10.2016 (es gilt der Poststempel der ZPS der TU Dresden) an: TU Dresden, Dekan der Philosophischen Fakultät, Herrn Prof. Dr. Lutz M. Hagen, 01062 Dresden.

Bewerbungsschluss: 21.10.2016
Bewerbungsschluss: 21.10.2016 Erschienen in DIE ZEIT vom 15.09.2016
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