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Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung
Ausschreibung für die Fachrichtungen:

  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Maschinenbau
  • Mechatronik
  • Physik

Konzeptionierung und Evaluierung einer selbstfindenden elektrome-chanischen Verbindung für ein In-The-Canal-Hörgerät - Studien-/Abschlussarbeit

Kennziffer: IPA-2016-312
Ihre Aufgaben:
Schwerhörigkeit ist eines der großen Leiden unserer Zeit; allein in den Industrienationen sind ca. 120 Mio. Menschen betroffen. Trotz modernster Hörgerätetechnologie sind viele Patienten mit ihrer Versorgung unzufrieden. Ein häufiger Kritikpunkt an heutigen Hörhilfen ist deren Sichtbar-keit, welche nach wie vor mit einem sozialen Stigma verbunden ist. Viele Anwender stören sich außerdem an den nicht-wiederaufladbaren Batterien, die oft getauscht werden müssen.

Am Fraunhofer IPA wird im Rahmen eines Forschungsprojekts ein neuartiges Hörgerät entwickelt, welches vollständig im Gehörgang untergebracht werden kann und daher von außen nicht zu sehen ist. Dieses besitzt einen piezoelektrischen Schallwandler, der auf dem Trommelfell platziert wird und mit diesem in direktem mechanischen Kontakt steht. Ein tief im Gehörgang liegendes Gehäuse beinhaltet die zugehörige Elektronik und den Energiespeicher. Trommelfellkomponente und Gehäuse werden mit einem flexiblen Kabel lösbar verbunden.

Beim Einsetzen des Gehörgangmoduls muss zuverlässig eine elektrische Verbindung zur Trommel-fellkomponente hergestellt werden, ohne, dass der Bereich zwischen Trommelfellkomponente eingesehen oder dort eingegriffen werden kann. Ein selbstfindender Steckverbinder, dessen Enden durch einen zueinander finden und in Position gehalten werden, wird hier angestrebt. Ebenso muss sich die Verbindung wieder lösen, wenn das Gehörgangsmodul entnommen wird. Besonde-re Herausforderungen sind, dass beim Konnektieren und Lösen dürfen nur äußerst geringe Kräfte auf das Trommelfell wirken dürfen, da dies vom Träger als sehr unangenehm empfunden würde, und dass der Raum für den elektrischen Steckverbinder sehr eingeschränkt ist.
Im Rahmen einer studentischen Arbeit soll ein Konzept für eine miniaturisierte, selbstfindende elektromechanische Steckverbindung erarbeitet werden. Hierfür sollen zunächst verschiedene An-sätze auf basierend auf theoretischen Überlegungen und Vorversuchen miteinander verglichen werden. Die ein oder zwei vielversprechendsten Varianten werden schließlich als Funktionsmuster realisiert und praktisch hinsichtlich Kontakt- und Lösekraft und Zuverlässigkeit des elektrischen Kontakts evaluiert.
Im Detail umfassen die Aufgaben das Folgende:
  • Einarbeiten in das Thema elektromechanische Miniatur-Steckverbinder
  • Ermitteln der Anforderungen an den elektromechanischen Verbinder (geometrisch und elektrisch)
  • Recherche zum Stand der Technik
  • Erarbeiten unterschiedlicher grundlegender Konzepte
  • Vorauswahl auf Basis von Experimenten und theoretischen Überlegungen
  • Konstruktion und Aufbau von Funktionsmustern und Messeinrichtungen
  • Evaluierung der realisierten Konzepte


Die Ausschreibung richtet sich an Studenten aus ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. Grundkenntnisse in der Konstruktion von mechanischen Komponenten, nach Möglichkeit in Kombination mit praktischen Fähigkeiten in CAD, werden vorausgesetzt.

Die Durchführung der Arbeit erfolgt am Sitz der Fraunhofer-Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Bio-technologie (PAMB) am Universitätsklinikum Mannheim.





Ihre Voraussetzungen:
  • Konstruktion
  • CAD-Kenntnisse hilfreich


Fragen zu dieser Position beantwortet gerne:
Frau Nina Warth
Tel.: +49 711 970-1130



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Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung
Mannheim

http://www.ipa.fraunhofer.de


Erschienen auf academics.de am 24.10.2016
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