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Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik
Das Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM forscht an Messverfahren und Materialien und entwickelt darauf basierend maßgeschneiderte Systeme für die Industrie. Grundlage unseres Erfolgs sind unsere rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how – gebündelt in fünf Fachabteilungen: Produktionskontrolle, Materialcharakterisierung und -prüfung, Objekt- und Formerfassung, Gas- und Prozesstechnologie sowie Funktionelle Materialien und Systeme.

Die Gruppe Spektroskopie und Prozessanalytik in der Abteilung Gas- und Prozesstechnologie entwickelt unter anderem Gasmesssysteme auf der Basis der Infrarot-Laserspektroskopie. Eine wichtige Anwendung dabei ist die Detektion von Leckagen. Üblicherweise werden dazu verdächtige Leckstellen mit einem empfindlichen Gassensor „abgeschnüffelt“. Das ist eine manuelle und an schwer zugänglichen Stellen sehr zeitaufwändige Tätigkeit. Eine Lecksuche aus der Entfernung ist bisher nur mit infrarotaktiven Gasen wie Methan durchführbar. Beispielsweise wurde 2014 ein neues laserbasiertes Messsystem zur Ferndetektion von Gasemissionen bei Biogasanlagen bei IPM entwickelt (s. http://biogas.fnr.de/...). Häufig steht jedoch kein geeignetes infrarotaktives Gas zur Verfügung oder die Befüllung eines Systems mit einem solchen Gas ist zu aufwändig.

Mit einem inzwischen patentierten Verfahren soll das nun mit beliebigen Prüfgasen - wie Stickstoff - ermöglicht werden. Die Methode ist der bekannten Lecksuche an einem undichten Fahrradschlauch nachempfunden: dabei wird ein luftgefüllter Schlauch unter Wasser gehalten und an der Stelle des Lecks treten Luftblasen aus. Mit dem neuen Verfahren wird anstelle des Wassers ein in der Umgebung vorhandenes infrarotaktives Hintergrundgas wie CO2 verwendet. Das Hintergrundgas wird an der Leckstelle durch das austretende Gas verdrängt und verdünnt. Das soll infrarotoptisch hochempfindlich und schnell nachgewiesen werden. In der ausgeschriebenen Arbeit soll das Verfahren experimentell untersucht und Nachweisgrenzen an unterschiedlichen Testlecks im Vergleich mit einer berührungslosen CH4-Messung und mit einer Schnüffelsonde bestimmt werden.

Master- oder Diplomarbeit zum Thema "LeakEye" - berührungslose optische Gaslecksuche

Kennziffer: IPM-2015-32
Ihre Aufgaben:
  • Mitarbeit bei Laboraufbau und Charakterisierung von laserspektroskopischen Messsystemen für CO2 und CH4.
  • Durchführung von Experimenten zur Leckdetektion und Auswertung der Messergebnisse


Ihre Voraussetzungen:
  • Studium der Ingenieur- oder Naturwissenschaften (Physik, Elektrotechnik, Mikrosystemtechnik, Verfahrenstechnik).
  • Programmiererfahrung (z.B. MATLAB, Labview).
  • Der Besuch von Vorlesungen zur optischen Spektroskopie oder instrumenteller Analytik ist vorteilhaft.


Allgemein:
Die Fraunhofer-Gesellschaft legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.
Die Vergütung richtet sich nach der Gesamtbetriebsvereinbarung zur Beschäftigung der Hilfskräfte.


Fragen zu dieser Position beantwortet gerne:
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen an armin.lambrecht@ipm.fraunhofer.de.



Erschienen auf academics.de am 25.11.2015
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