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Universitätsklinikum Freiburg

Universitätsklinikum Freiburg, Sektion Ernährungsmedizin & Diätetik
AG Ernährung, Bewegung und Stoffwechsel

www.ernaehrungsforschung.uniklinik-freiburg.de

Unsere Arbeitsgruppe ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst die Bereiche Ernährungsmedizin, Ernährungs- und Sportwissenschaften. Eine wichtige Aufgabe für uns, ist die Betreuung und Ausbildung von Studenten/-innen, des klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchses, durch die wir in den letzten Jahren eine Vielzahl an wissenschaftlichen Abschlussarbeiten initiiert und betreut haben. Die Sektion wurde 1977 gegründet, einzigartig zu diesem Zeitpunkt in Deutschland. Seit damals gab es viele klinische Forschungsprojekte, die in den deutschlandweiten Leitlinien zur Ernährungstherapie mündeten und weiterhin münden.
Forschungsschwerpunkte:
• Bestimmung des Ernährungsstatus
• Diagnostik sowie Behandlung/Beeinflussung der Kachexie und Sarkopenie
• Ernährungsstatus und Outcome bei Tumorpatienten
• Erhalt der Muskulatur und körperlichen Leistungsfähigkeit während der Krebstherapie
• Supportive Maßnahmen während der Tumortherapie
• Metabolische Ernährungstherapien
• Vitamin D (Vitamin-D-Optimierung von Speisepilzen durch UV-Licht

Masterarbeit - Ernährungswissenschaften (Klinische Studien)

Einfluss einer "Western Diet" oder "Low-Carb Mediterranean Diet" auf die Zahngesundheit, Entzündungsmarker und Körperzusammensetzung - randomisierte kontrollierte Studie

Studiengänge: Ernährungswissenschaften & Oecotrophologie

Die vorliegende Masterarbeit findet im Rahmen eines Forschungsprojektes von Dr. Johan Wölber der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie statt.

Die Parodontitis sowie die Gingivitis sind bakteriell assoziierte Entzündungen des Zahnfleisches, die in einem irreversiblen Abbau des Zahnhalteapparates münden können. Studien konnten u.a. zeigen, dass ein wichtiger Auslöser von Zahnfleischentzündungen systemische Entzündungsprozesse sind, welche zu einem ökologischen Besiedlungsvorteil von parodontalpathogenen Keimen führen.
Die sogenannte „Western Diet“ umfasst die in den westlichen Industrienationen vorherrschende Ernährung, die im Wesentlichen auf einer kohlenhydratreichen, transfettsäurereichen und ballaststoffarmen Ernährungsweise beruht. Diese Ernährungsweise wird mit einer höheren systemischen Inflammation in Verbindung gebracht. Demgegenüber konnte gezeigt werden, dass eine Ernährungsumstellung basierend auf einer Reduktion von hoch-glykämischen Kohlenhydraten und einer erhöhten Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren, Antioxidantien und Ballaststoffen entzündungshemmend wirkt.

Ziel dieser Studie ist es, den Einfluss einer mundgesundheitsoptimierten Ernährung auf das orale Mikrobiom (subgingivalen Biofilm) und Zahngesundheit zu untersuchen. Die vorliegende Masterarbeit wird sich vorwiegend mit dem Einfluss beider Ernährungsmuster auf die Körperzusammensetzung sowie Entzündungsmarker im Serum (CRP, IL-6, TNF-alpha) befassen. 30 Probanden werden in zwei Gruppen randomisiert: "Western Diet" oder "Low-Carb Mediterranean Diet" und ernähren sich anfangs zwei Wochen nach dem "Western Diet" Muster. Danach folgt die 4-wöchige Interventionsdiät mit Erhebung der Endpunkte vor und am Ende der Diätphase.
Zur Kontrolle ob die Probanden sich an die jeweilige Diätempfehlungen gehalten haben, müssen die Probanden zwei 7-Tage-Ernährungsprotokolle durchführen. Diese direkte, semi-quantitative Erhebungsmethode erfasst prospektiv den Lebensmittel- und Getränkeverzehr. Die Protokolle werden mit der Ernährungssoftware Prodi 6.5 Basis ausgewertet, basierend auf BLS, Produktdaten der Lebensmittelindustrie sowie benutzerdefinierten Lebensmitteln.

Methoden: u.a. 7-Tage-Ernährungsprotokolle, Bioelektrische Impedanzanalyse, Laborparameter

Beginn: März 2017
Dauer: 5 Monate vor Ort

Bewerbungsschluss: 15.01.2017 Erschienen auf academics.de am 23.11.2016
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