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Universitätsklinikum Freiburg, Sektion Ernährungsmedizin & Diätetik

Universitätsklinikum Freiburg, Sektion Ernährungsmedizin & Diätetik
AG Ernährung, Bewegung und Stoffwechsel
www.ernaehrungsforschung.uniklinik-freiburg.de

Unsere Arbeitsgruppe ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst die Bereiche Ernährungsmedizin, Ernährungs- und Sportwissenschaften. Eine wichtige Aufgabe für uns, ist die Betreuung und Ausbildung von Studenten/-innen, des klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchses, durch die wir in den letzten Jahren eine Vielzahl an wissenschaftlichen Abschlussarbeiten initiiert und betreut haben. Die Sektion wurde 1977 gegründet, einzigartig zu diesem Zeitpunkt in Deutschland. Seit damals gab es viele klinische Forschungsprojekte, die in den deutschlandweiten Leitlinien zur Ernährungstherapie mündeten und weiterhin münden.
Forschungsschwerpunkte
• Bestimmung des Ernährungsstatus
• Diagnostik sowie Behandlung/Beeinflussung der Kachexie und Sarkopenie
• Ernährungsstatus und Outcome bei Tumorpatienten
• Erhalt der Muskulatur und körperlichen Leistungsfähigkeit während der Krebstherapie
• Supportive Maßnahmen während der Tumortherapie
• Metabolische Ernährungstherapien
• Vitamin D (Vitamin-D-Optimierung von Speisepilzen durch UV-Licht)

Masterarbeit - Ernährungswissenschaften (Klinische Studien) Beginn: Juli/August 2017

Auswirkungen eines kurzfristigen modifizierten Fastens, alleine und in Kombination mit einer fastenunterstützenden Diät während der Chemotherapie (CTX) auf Häufigkeit und Schweregrad von CTX-bedingten Toxizitäten bei Krebs-patienten - randomisierte kontrollierte Crossover-Pilotstudie

MOFAX17

Studiengänge: Ernährungswissenschaften & Oecotropholgie

Zell- und Tierexperimente zeigten eine drastische Verringerung therapiebedingter Toxizität durch kurzzeitiges Fasten vor Chemotherapie (CTX) ohne Einfluss auf den therapeutischen Effekt. Das Haupterklärungsmodell für den fastenabhängigen Schutz gesunder Zellen ist, dass sie einen Zustand erreichen, der sich durch reduzierte Zellteilung und Resistenz gegenüber Stress während geringer Energieversorgung auszeichnet. Die Wirkung vieler Chemotherapeutika liegt darin, Zellteilung zu stören und dadurch das Absterben schnell teilender Zellen wie Krebszellen herbeizuführen.

Vierzig Krebspatienten werden in vier verschiedene Studienarme randomisiert. Alle Studienarme erhalten ein kurzfristiges modifiziertes Fasten (96 h) während 2-3 CTX Zyklen und eine nicht kalorienreduzierte Kost ebenfalls während 2-3 CTX Zyklen. Der Energiegehalt des modifizierten Fastens beträgt 25% des individuellen täglichen Energiebedarfs. Des Weiteren erhält die Hälfte der Patienten eine 6-tägige nicht kalorienreduzierte ketogene Diät vor jeder kurzfristigen Fastenperiode. Wir möchten erstmalig untersuchen, ob eine vorgeschaltete ketogene Diät als fastenunterstützende Intervention nützlich ist, um fastenbedingte Beschwerden (z.B. Hunger) zu mindern sowie die Compliance des vorliegenden Fastenschemas zu erhöhen.
Endpunkte: CTX-induzierte Toxizität (NCI CTCAE), Lebensqualität, Köperzusammen-setzung, Handkraft, Laborparameter

Beginn: Juli/August 2017
Dauer: 5-6 Monate vor Ort







E-Mail: paul.urbain@uniklinik-freiburg.de

Erschienen auf academics.de am 14.11.2016
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