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Am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt gemeinsam eine

W3-Professur
für Translationale Radioonkologie

(Kennziffer 84/2017)

im Rahmen des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) zu besetzen.
Die Berufung als Professor/in erfolgt im "Jülicher Modell" (Berufung an die Universität Heidelberg, Beurlaubung an das DKFZ). Am DKFZ wird er/sie eine neue Abteilung für Translationale Radioonkologie leiten und die kli­nische Forschung innerhalb des Radioonkologie- und Bildgebungsprogramms des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Kernzentrum DKFZ stärken.
Das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung ist eine gemeinsame Initiative des BMBF, der beteiligten Bundesländer und des DKFZ. Die Allianz zwischen dem DKFZ als Kernzentrum und den univer­sitären Partnerstandorten in Berlin, Dresden, Essen/Düsseldorf, Frankfurt/Mainz, Freiburg, München und Tübingen baut gemeinsame Translationszentren auf. Im Fokus stehen interdisziplinäre Forschungsansätze und innovative klinische Studien, die zur Verbesserung der Vorsorge und Diagnose sowie zu einer rascheren Anwendung personalisierter Therapien für Krebspatienten beitragen sollen.
Die Professur wird in das National Center for Radiation Oncology – Heidelberg Institute of Radiation Oncology (NCRO-HIRO) und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) integriert und formiert eine zentrale Schnittstelle zwischen Grundlagen- und klinischen Forschungsaktivitäten in den teilnehmenden Instituten. Die Abteilung wird auf der Grundlage der existierenden translationalen Forschungsprojekte und der besonderen Infrastruktur des HIRO, welches ein breites Spektrum an radiobiologischer Forschung, molekularer Diagnostik, Medizinphysik, onko-technologischer Entwicklung sowie funktioneller und molekularer Bildgebung abdeckt, gebildet. Die Infrastruktur von HIRO beinhaltet die klinische und experimentelle Hochpräzisions-Ionenstrahl- Therapieanlage (HIT – Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum), präklinische und klinische Bild­ge­bungs­platt­formen sowie ein großes Spektrum an Hochdurchsatztechnologien für molekulare Analysen und Radiobiologie.
Gesucht wird ein/e hochmotivierte/r Kandidat/in mit Nachweis exzellenter wissenschaftlicher Arbeiten, umein multidisziplinäres Forschungsteam für die Translation neuer Entwicklungen aus Strahlenbiologie und -physik in die klinische Anwendung aufzubauen. Der/die Kandidat/in sollte eine solide Grundlage in moderner Krebs­bio­logie aufweisen und insbesondere die sich schnell entwickelnden Gebiete der interzellulären Kommunikation des Tumor­mikr­omi­lieus, inter-/intratumorale Heterogenität sowie die molekularen Mechanismen der Tumor­resistenz gegenüber multimodaler Therapien abdecken. Ausgewiesene Expertisen in modernen molekularen und funktionalen Omics-basierten Methoden werden vorausgesetzt. Die Abteilung Translationale Radio­onko­logie soll die Entwicklung von präklinischen Rationalen für multimodale Therapien vorantreiben, molekulare Prädiktoren/Surrogate der Strahlentherapiewirkung identifizieren, in Zusammenarbeit mit Einrichtungen am DKFZ/NCT eine umfassende Biobank etablieren, molekulare und klinische Daten fusionieren sowie Bio­com­puting und integrative Datenanalyse zur Entwicklung einer modernen biologisch individualisierten Radio­on­ko­logie anwenden. Insgesamt suchen wir exzellente Kandidaten/innen, die die zentralen translationalen Heraus­forderungen, die im DKTK-Programm Radioonkologie definiert wurden, mit innovativen Strategien in Angriff nehmen (http://www.dktk.org).
Die Beschäftigung mit ärztlichen Aufgaben erfolgt in Nebentätigkeit im Rahmen eines Angestelltenvertrags am Universitätsklinikum. Die Durchführung von Studien an Patienten und die Nutzung entsprechender klinischer Ausstattung erfolgt in der Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie. Der/die Stelleninhaber/in erhält hierfür den notwendigen Status eines/einer Sektionsleiter/ in. Im Rahmen der Professur wird eine Beteiligung an Heidelberger Graduiertenprogrammen, dem medizinischen Lehrcurriculum, den Masterstudiengängen und der NCT/DKTK School of Oncology sowie an der akademischen Selbstverwaltung vorausgesetzt. Der/die Kandi­dat/in sollte eine starke Bereitschaft aufweisen, an existierenden Kollaborationen mitzuwirken sowie neue Kollaborationen aufzubauen.
Voraussetzungen für die Bewerbung sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie gemäß § 47 Landes­hoch­schulgesetz Baden-Württemberg die Habilitation, eine erfolgreich evaluierte Juniorprofessur oder eine vergleichbare Qualifikation. Idealerweise liegen wissenschaftliche und administrative Führungserfahrungen vor. Bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen erfolgt die Verbeamtung auf Lebenszeit.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Universität Heidelberg streben einen höheren Anteil von Frauen in der Forschung an. Qualifizierte Wissenschaftlerinnen werden besonders um ihre Bewerbung gebeten. Schwer­behinderte werden bei gleicher Qualifikation und Eignung bevorzugt.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf inkl. Kopien von Abschlüssen und Urkunden, Schrif­ten­verzeichnis, Forschungskonzept) sind bis zum 27.04.2017 an den Dekan der Medizinischen Fakultät Heidel­berg, Herrn Prof. Dr. Wolfgang Herzog, Im Neuenheimer Feld 672, 69120 Heidelberg und an den Wissen­schaft­lichen Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums,-
Herrn Prof. Dr. Michael Baumann, Im Neuenheimer Feld 280,
69120 Heidelberg zu richten.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Kennziffer vorzugsweise über
das Online-Bewerbertool des DKFZ (www.dkfz.de/jobs) und in loser Papierform
an den Dekan der Medizinischen Fakultät.

Bewerbungsschluss: 27.04.2017
Bewerbungsschluss: 27.04.2017 Erschienen in DIE ZEIT vom 16.03.2017
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