Besoldung
Beamtenbesoldung: Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts belasten Länderhaushalte
Das Urteil aus Karlsruhe setzt die Länder unter Druck: Für viele Beamt:innen geht es nun um mögliche Nachzahlungen und eine Neuberechnung der Besoldung. Erste Länder nennen bereits konkrete Summen.
Aktualisiert: 29.05.2026
Urteil des Bundesverfassungsgerichts
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Wie Table.Briefings berichtet, zwingt ein im November 2025 veröffentlichtes Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) die Länder dazu, die Beamtenbesoldung anzupassen. Das Gericht hat damit neue Maßstäbe für die Prüfung der amtsangemessenen Alimentation gesetzt. Für Beamte ist das vor allem deshalb relevant, weil die Besoldung in mehreren Ländern nun neu bewertet werden muss und daraus Nachzahlungen entstehen können. Erste Bundesländer haben bereits konkrete Kostenschätzungen vorgelegt.
Bremen
In Bremen könnten sich die Nachzahlungen für aktive und pensionierte Beamte von Land und Stadt für die Jahre 2024 und 2025 auf knapp 120 Millionen Euro belaufen. Dort soll die Besoldung rückwirkend über alle Besoldungsstufen hinweg um 2,5 Prozent angehoben werden. Ein Gesetzentwurf ist für August angekündigt, Geld soll ab November fließen.
Berlin
Auch in Berlin sind die Auswirkungen erheblich: Dort hat das Bundesverfassungsgericht die Besoldung für die Jahre 2008 bis 2020 für verfassungswidrig erklärt. Für Nachzahlungen an Beamte, die gegen ihre Besoldung in diesem Zeitraum Einspruch eingelegt hatten, kalkuliert der Senat laut einem Bericht des rbb mit rund 880 Millionen Euro.
Anstehende Urteile
Für 2026 stehen in Karlsruhe weitere Urteile zur angemessenen Besoldung an, darunter zu Verfahren in Bremen, im Saarland und in Schleswig-Holstein. Die Verfahren betreffen unterschiedliche Zeiträume und Besoldungsgruppen. Es ist jedoch absehbar, dass auch diese Entscheidungen weitere Auswirkungen auf die Beamtenbesoldung haben und zu zusätzlichen Nachzahlungen führen dürften.
➥ Weitere Informationen finden Sie auf Table.Briefings
Alle Besoldungstabellen auf einem Blick
(che)