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Hightech Agenda Deutschland
Roadmaps für sechs Schlüsseltechnologien starten in die Umsetzung mit Wirtschaft, Wissenschaft und Ländern

  • Bundesregierung stellt Roadmaps für die Hightech Agenda Deutschland vor
  • Sechs Schlüsseltechnologien: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung sowie Technologien für die klimaneutrale Mobilität.
  • Roadmaps sollen agil angepasst werden, zentrales Instrument für die Weiterentwicklung ist eine Online-Konsultation (jetzt teilnehmen!)

Aktualisiert: 26.05.2026

Von: academics
News Wissenschaftssystem Forschungsförderung Künstliche Intelligenz

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Bundeskabinett stellt Roadmaps vor Die sechs Schlüsseltechnologien Entstehung der Roadmaps Hightech Agenda Deutschland

Bundeskabinett stellt Roadmaps vor

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© academics Grafik

Das Bundeskabinett hat die Roadmaps für die Schlüsseltechnologien der Hightech Agenda Deutschland (HTAD) vorgestellt. Die HTAD ist das zentrale innovationspolitische Vorhaben der Bundesregierung zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und technologischer Souveränität. Seit ihrem Beschluss vor weniger als einem Jahr sind knapp die Hälfte der 76 Flaggschiffmaßnahmen bereits gestartet. Mit den Technologie-Roadmaps geht die Bundesregierung den nächsten Schritt zur Umsetzung der HTAD.

Die HTAD konzentriert sich auf sechs Schlüsseltechnologien, die laut Pressemitteilung entscheidend für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftskraft und Souveränität sind: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung sowie Technologien für die klimaneutrale Mobilität. Hinzu kommen fünf strategische Forschungsfelder und übergreifende Hebel zur Stärkung des Innovationsökosystems.

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Die sechs Schlüsseltechnologien

Konkrete Beispiele aus den sechs Schlüsseltechnologien:

👉 Künstliche Intelligenz: Deutschland soll gemeinsam mit europäischen Partnern zum weltweit führenden KI-Standort und Leitmarkt für industrielle KI-Anwendungen sowie KI-basierte Robotik werden. Mit dem „KI-Robotikbooster" legt das BMFTR 2026 einen eigenständigen Schwerpunkt für verkörperte KI (embodied AI).

➥ Mehr lesen: KI in der Hightech Agenda als Schlüsseltechnologie

👉 Mikroelektronik: Die Roadmap baut maßgeblich auf der im Oktober 2025 im Bundeskabinett beschlossenen „Mikroelektronik-Strategie der Bundesregierung“ auf, die von BMWE und BMFTR gemeinsam erarbeitet wurde. Kernziele sind der Ausbau der Chipdesignfähigkeiten in Deutschland, die Beschleunigung des Transfers vom Forschungslabor in die industrielle Umsetzung, der weitere Ausbau von Marktanteilen am wachsenden Chip-Markt sowie eine höhere Resilienz der Lieferketten. Neue Chipfabriken, Pilotlinien und das ausgeschriebene Kompetenzzentrum Chipdesign sollen Deutschland zum europäischen Zentrum für Chipdesign machen.

👉 Quantentechnologien: Zwei fehlerkorrigierte Quantencomputer auf europäischem Spitzenniveau wollen wir bis 2030 realisieren. Quantensensoren sollen bis 2030 in die medizinische Anwendung gebracht werden – etwa zur Früherkennung von Krankheiten lange vor sichtbaren Symptomen. Mit Quantenkommunikation – vom Forschungssatelliten bis zum Quantenrepeater in Glasfasernetzen – wird die Cybersicherheit auf eine neue, physikalisch basierte Grundlage gestellt.

➥ Mehr lesen: Quantentechnologie: DPG-Expertenforum

👉 Biotechnologie: Bis 2028 soll die erste mRNA-Krebsimmuntherapie zugelassen werden, die individuell auf den Tumor des einzelnen Patienten zugeschnitten ist. Im selben Jahr eröffnet das Berlin Center for Gene and Cell Therapies, das das BMFTR mit bis zu 100 Millionen Euro bis 2035 unterstützt und in dem bis zu 20 Start-ups parallel an neuen Therapien arbeiten können.

👉 Fusion: Das weltweit erste kommerzielle Fusionskraftwerk soll in Deutschland entstehen. Bereits heute entstehen dadurch Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Laser-, Magnet- und Materialforschung.

👉 Batterie: Mit der Forschungsfertigung Batteriezelle in Münster wurde im Dezember 2025 erstmals eine funktionsfähige Lithium-Ionen-Batteriezelle auf Basis einer durchgängigen europäischen Prozesskette hergestellt. Neue Zellchemien wie Natrium-Ionen-Batterien reduzieren kritische Rohstoffabhängigkeiten.

Mehr Infos zu den Roadmaps

Damit die Investitionen in die HTAD Wirkung entfalten können, brauche es einen gemeinsamen Orientierungsrahmen, heißt es in der Mitteilung weiter. Mit den vorgelegten Technologie-Roadmaps gehe die Bundesregierung dafür einen entscheidenden Schritt. Die Roadmaps schaffen Transparenz und mache die politische Zielsetzung greifbar. Sie integrierten die bereits laufenden Flaggschiffmaßnahmen der Bundesregierung, Beiträge der Länder, definieren Meilensteine und identifizieren Katalysatoren und Rahmenbedingungen. So bündelten sie die Anstrengungen der verschiedenen Akteure und beschleunigen die Umsetzung.

„Die Hochschulkooperationen fördern nicht nur die Entwicklungsmöglichkeiten in den Partnerländern, sondern stärken auch Deutschlands Interessen in Wissenschaft, Wirtschaft und Außenpolitik weltweit. Wir sollten daher gemeinschaftlich großes Engagement daran setzen, diese Netzwerke langfristig zu erhalten“

DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee

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Entstehung der Roadmaps

Grundlage der Roadmaps der HTAD sind 26 Partnerdialoge, die die Bundesregierung von Januar bis April 2026 in den Schlüsseltechnologien durchgeführt hat. Vertreterinnen und Vertreter von Ressorts, Ländern, Wissenschaft, Wirtschaft und weiteren Stakeholdern haben in dieser Zeit gemeinsam die technologiespezifischen Entwicklungspfade diskutiert.

Die Roadmaps wurden darauf aufbauend in enger Abstimmung ressortübergreifend erarbeitet (Inhaltlich verantwortlich: BMFTR, BMWE, BMDS, BMAS, BMV; mitwirkend unter anderem BMG, BMLEH, BMBFSFJ). Nun sollen die Roadmaps mit Stakeholdern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie den Bundesländern gemeinsam umgesetzt und regelmäßig aktualisiert werden.

Die Roadmaps, so heißt es weiter, „sind ausdrücklich als lebendige Arbeitsdokumente konzipiert. Sie werden gemeinsam mit Umsetzungspartnern, Stakeholdern und der Öffentlichkeit weiterentwickelt“. Zentrales Format für die Weiterentwicklung ist eine Online-Konsultation. Weitere Roadmaps seien in Planung, beispielsweise wurde der Prozess für die Wasserstoff-Roadmap gestartet.

Zur Online-Konsultation

(mas)

Die Hightech Agenda Deutschland

Die Hightech Agenda Deutschland ist das zentrale innovationspolitische Vorhaben der Bundesregierung. Sie konzentriert sich auf sechs Schlüsseltechnologien, die entscheidend für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftskraft und Souveränität sind: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und klimaneutrale Energieerzeugung sowie Technologien für die klimaneutrale Mobilität. Hinzu kommen fünf strategische Forschungsfelder und übergreifende Hebel zur Stärkung des Innovationsökosystems.

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