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Allianzen und Verbünde

In den letzten Jahren haben sich Hochschulen zu eigenen Hochschulverbünden zusammengeschlossen. Welche sind dies? Welche Ziele haben sie und wer ist jeweils daran beteiligt? Eine Übersicht.

Allianzen und Verbünde© Foto-Ruhrgebiet - Fotolia.comEine Übersicht über die verschiedenen Hochschulverbünde Deutschlands

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK)

ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Sie hat gegenwärtig 267 Mitgliedshochschulen. Die HRK versteht sich als die Stimme der Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit und als Forum für den gemeinsamen Meinungsbildungsprozess der Hochschulen. Sie befasst sich mit allen Themen, die Aufgaben der Hochschulen betreffen: Forschung, Lehre und Studium, wissenschaftliche Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer, internationale Kooperationen sowie Selbstverwaltung.

TU9

Die TU9 verstehen sich als die "führenden Technischen Universitäten in Deutschland". Dazu gehören die RWTH Aachen, die TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, die Leibniz Universität Hannover, das Karlsruher Institut für Technologie, die TU München und die Universität Stuttgart. Drei von ihnen wurden zu Exzellenz-Universitäten gekürt: Die RWTH Aachen, die Universität Karlsruhe (TH) (jetzt Karlsruher Institut für Technologie) und die TU München. Deutschlandweit stammen nach eigenen Angaben 51 Prozent der Universitäts-Absolventen in den Ingenieurwissenschaften von TU9-Universitäten. Rund zehn Prozent aller Studierenden in Deutschland sind demnach an TU9-Universitäten immatrikuliert.

German U15

Mit der Zielsetzung, "die Bedingungen für Wissenschaft, Forschung und Lehre zu verbessern", wollen 15 große "forschungsorientierte und medizinführende" Universitäten in Deutschland künftig ihre strategischen Interessen gemeinsam vertreten. Ihr Anliegen sei es, die Lehr- und Forschungsleistungen, der Politik ebenso wie der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft stärker bewusst zu machen. Nicht erst die Exzellenzinitiative habe gezeigt, dass es 'die' Hochschulen nicht gebe. Hochschulen hätten unterschiedliche Aufgaben und Kompetenzen in einer arbeitsteiligen deutschen Wissenschaftslandschaft. Es gehe nicht um "gut" oder "schlecht", sondern darum, die Komplementarität der Hochschulen in Forschung und Lehre besser zu nutzen. In "German U15" haben sich die Freie Universität Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universitäten Bonn, Frankfurt, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Heidelberg, Köln, Leipzig und Mainz, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Universitäten Münster, Tübingen und Würzburg zusammengeschlossen.

Netzwerk der mittelgroßen Universitäten

Das Netzwerk mittelgroßer Universitäten geht auf eine Initiative der Universitäten Oldenburg und Kassel im Jahre 2006 zurück und hat sich mit insgesamt dreizehn Gründungsmitgliedern im April 2008 offiziell konstituiert. Es dient nach eigenen Angaben den Universitäten als Plattform zum Erfahrungsaustausch und als Sprachrohr in der Hochschulpolitik. Inzwischen ist das Netzwerk auf 17 Mitgliedsuniversitäten angewachsen und weiterhin offen für neue Mitglieder. Das Netzwerk vereint Universitäten mittlerer Größe aus Deutschland, die ein jeweils spezifisches Profil aufweisen, die einen expliziten Forschungsanspruch verfolgen, der zu Forschungsexzellenz in definierten Profilbereichen führt, die eine hohe Bedeutung für ihre Standortregion besitzen.
Gegenwärtig gehören dazu: Otto-Friedrich-Universität Bamberg, TU Chemnitz, Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald, die TU Ilmenau, die TU Kaiserslautern, die Universitäten Kassel, Osnabrück, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, die Universität des Saarlandes, die Universitäten Siegen, Trier und Koblenz-Landau sowie die Leuphana Universität Lüneburg und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

UAS7

Die Mitgliedshochschulen des UAS7 e.V. (Universities of Applied Science) gehören nach eigener Einschätzung zu den "führenden Fachhochschulen" in Deutschland und stehen für hohe Standards in der Lehre sowie für exzellente Forschung mit ausgeprägtem Anwendungscharakter. UAS7 e. V. ist seit 2005 der Zusammenschluss von sieben forschungsorientierten deutschen Fachhochschulen mit starker internationaler Ausrichtung. Nach dem Grundsatz "Gemeinsam sind wir stärker" bilden die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Hochschule Bremen, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Fachhochschule Köln, die Hochschule München, die Fachhochschule Münster und die Hochschule Osnabrück.

Aus Forschung & Lehre :: November 2012

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