Das Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von In Kooperation mit DIE ZEIT Forschung und Lehre

Bachelor-Abschluss

Was ist ein Bachelor-Abschluss? Wie erreicht man einen Bachelor-Abschluss? Was für Bachelor-Abschlüsse gibt es?

Bachelor-Abschluss
Um den veränderten Anforderungen an die Hochschulen zu entsprechen, beschloss die Kultusministerkonferenz Ende 1998 die Einführung eines Verfahrens der Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Die veränderten Anforderungen ergaben sich insbesondere aus der Expansion des Bereiches der höheren Bildung, den Veränderungen in der Berufswelt sowie der zunehmenden internationalen Verflechtung im Hochschulbereich. Die Akkreditierungsverfahren für Bachelor- und Masterstudiengänge stehen unter den Prämissen Vielfalt, Transparenz und Qualität.

2005 wurde in ganz Deutschland begonnen, Bachelorstudiengänge als Regelstudiengänge einzuführen. Ziele der schrittweise durchgeführten Ersetzung der Diplom- und Magisterstudiengänge waren unter Anderem, das Studium berufsorientierter zu gestalten, die Studiendauer zu verkürzen und die bessere Anerkennung der Abschlüsse im Ausland.

Das Bachelor-Studium ist ein grundständiges, stark berufsorientiertes und berufsqualifizierendes Studium und zeichnet sich durch ein Leistungspunktesystem (LP oder Credit Points) auszeichnet. Jedes Semester wird mit Leistungsnachweisen und Prüfungen abgeschlossen, auch soll es fächerübergreifende und berufsvorbereitende Studienanteile besitzen.

Mit einem Bachelor of Arts (Geistes- und Sozialwissenschaften) oder einem Bachelor of Engeneering/Science (Ingenieur- und Naturwissenschaften) kann man direkt in das Berufsleben einsteigen. Es ist aber auch möglich, direkt (konsekutiv) oder nach einer Phase beruflicher Tätigkeit ein stark wissenschaftlich ausgerichtetes Master-Studium anzuschließen. Die Zulassung zu einem Master-Studiengang kann von der Qualität des Bachelor-Abschlusses und anderen Kriterien abhängig gemacht werden.

Die Regelstudienzeit für Bachelor-Studiengänge beträgt mindestens drei, höchstens vier Jahre. Die Regelstudienzeit für Master-Studiengänge beträgt mindestens ein, höchstens zwei Jahre (bei konsekutivem Aufbau beträgt die Gesamtregelstudienzeit höchstens fünf Jahre). Seit 2010 sind der Bachelor und der Master die Regelabschlüsse an deutschen Hochschulen.

Im Sommer 2006 forderten der Deutsche Lehrerverband, der Philosophische Fakultätentag, der Deutsche Hochschulverband und der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultätentag in einer gemeinsamen Erklärung, das Staatsexamen als Abschluss der Lehramtsstudiengänge beizubehalten. Der hohe Qualitätsstandard der Lehrbefähigung sei durch einen Bachelorstudiengang nicht zu gewährleisten. Jedoch wurden die Bachelor- und Masterstudiengänge auch für das Lehramtsstudium übernommen. Jedoch sind Lehramtsstudierende nach dem Bachelor noch nicht für den Schuldienst zugelassen, sie müssen noch den Masterabschluss vorweisen, bevor sie das Referendariat antreten können.

Zur Glossar-Übersichtsseite
Mehr zu Bachelor-Abschluss