Das Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von In Kooperation mit DIE ZEIT Forschung und Lehre

Berufungsverfahren: Was zählt als Drittmittel?

Angabe von Drittmitteln bei Bewerbungen auf Professuren?© Tatjana Balzer - Fotolia.com

Als Post-Doc bin ich aktuell freiberuflich tätig, in wissenschaftliche Netzwerke eingebunden, forsche, publiziere und trage vor.

Im Rahmen meiner freiberuflichen Tätigkeit arbeite ich in der berufsbegleitenden Qualifikation und habe hierfür recht umfangreiche Mittel eingeworben (ca. 100.000 €). Auftraggeber sind größtenteils Bildungsministerien auf Länderebene.

Nun meine Frage: Bei der Angabe von Drittmitteln bei Bewerbungen auf Professuren habe ich diese Mittel bisher nicht angegeben, weil ich davon ausgegangen bin, dass es sich bei Drittmitteln ausschließlich um Forschungsgelder handelt. Nun habe ich an anderer Stelle gelesen, dass der Bereich der Weiterbildung sowie die Tätigkeit in der dritten Phase Lehrerbildung auch den Drittmitteln zuzuordnen ist.

Deshalb nun meine Frage: Was ist als Drittmittel zu werten und kann entsprechend in den Bewerbungsunterlagen auf eine Professur aufgeführt werden?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Sofern Sie im Rahmen von Bewerbungen auf Professuren Ihre Drittmitteleinwerbung dokumentieren, können Sie durchaus neben Forschungsgeldern auch sonstige eingeworbene Mittel anderer Auftraggeber, z.B. auf Landesebene oder kommunaler Ebene wie z.B. Bildungsministerien mit angeben. Unter Drittmitteln im weiteren Sinne sind insoweit tatsächlich sämtliche Mittel zu verstehen, die nicht aus dem Etat der Hochschule kommen. Insoweit stellt die Akquise derartiger Mittel durchaus einen Erfolg in wissenschaftlicher Hinsicht dar, den Sie im Rahmen von Bewerbungsunterlagen dokumentieren sollten.
Ausgewählte Artikel