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Bezahlung in Europa schlechter als in Indien

 

Die Europäische Union hat die Bezahlung von Wissenschaftlern international verglichen und ist dabei zu überraschenden Ergebnissen gelangt.

Bezahlung in Europa schlechter als in Indien© Hanquan Chen - iStockphoto.com
Forscher in Europa bekommen einer Studie der Europäischen Union (EU) zufolge im Durchschnitt weniger Gehalt als ihre Kollegen in Indien und anderen Teilen der Welt.

In Europa verdienen Wissenschaftler im Durchschnitt etwa 40 000 Euro pro Jahr. Für eine vergleichbare Tätigkeit bekomme ein Forscher in Indien rund 45 000 Euro und in Japan etwa 61 000 Euro. Australien und die USA seien mit Jahresgehältern von 62 000 und 63 000 Euro finanziell noch attraktiver.

Auch der Abstand zu Forschern in Deutschland ist der Untersuchung zufolge beträchtlich. Hier verdiene ein Spezialist durchschnittlich 53 358 Euro im Jahr. Innerhalb der EU reichten nur die Forschergehälter in Luxemburg (56 268 Euro), den Niederlanden (56 721 Euro) und Österreich (60 530 Euro) an den Durchschnitt ihrer Kollegen in
anderen wichtigen Regionen der Welt heran. Für Forscher in der
Schweiz errechnete die Kommission ein durchschnittliches
Jahresgehalt von 59 902 Euro.

Die Kommission hat in ihrer Studie auch Kaufkraftunterschiede, Karrierestufen und andere Faktoren einbezogen. Die Untersuchung belegt auch große Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. So bekomme ein bulgarischer Forscher mit 9 770 Euro rund sechsmal weniger als sein Kollege in Österreich. In den Niederlanden erhalte ein Mann in der Forschung fast 48 Prozent mehr Einkommen als seine Kollegin, in Deutschland 26,5 Prozent. Mehr als 30 Prozent beträgt der Gehaltsunterschied zwischen Mann und Frau in Belgien, Estland, Großbritannien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien und Zypern.

Aus Forschung & Lehre :: Januar 2008

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