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Dissertation mit Prädikat "bestanden" - habe ich trotzdem eine Chance auf eine FH-Professur?

Dissertation mit Prädikat © DerSchmock - Fotolia.com

Die Ausbildung von Studenten hat mir immer Spaß gemacht, weswegen ich derzeit an einer FH-Professur interessiert bin. Ich habe über 12 Jahre Berufserfahrung außerhalb der Hochschule. Meine Promotion habe ich berufsbegleitend gemacht, was dazu geführt hat, dass die Promotion 7 Jahre gedauert hat.

Der Professor, der mich seinerzeit als Doktorand angenommen hat, wurde emeritiert, das Hauptgutachten wurde dann vom nachfolgenden Professor erstellt, der großen Wert auf Dinge gelegt hat, die nicht Inhalt meiner Arbeit waren. Das Zweitgutachten wurde vom Emeritus erstellt. Diese Situation hat leider dazugeführt, dass die Begutachtung der Promotion nur mit dem Prädikat "bestanden" abgenommen wurde, was m. E. nicht gerechtfertigt ist. Habe ich unter diesen Umständen trotzdem die Möglichkeit Professor an einer FH zu werden?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Freilich können wir nicht final darlegen, ob Sie unter den genannten Umständen die Möglichkeit haben, Professor an einer Fachhochschule zu werden. Nach den einschlägigen gesetzlichen Regelungen ist Einstellungsvoraussetzung für die Bekleidung einer Professur die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit. Diese besondere Befähigung wird - hier unterscheiden sich die Landeshochschulgesetze ein wenig - z. B. durch "die Qualität einer Promotion", durch eine "qualifizierte Promotion" oder etwa durch eine "überdurchschnittliche Promotion" nachgewiesen. Diese Aufzählung ist freilich nicht vollständig. Hieraus wird allerdings deutlich, dass es im Grundsatz auf die Promotionsnote ankommen wird. Im Rahmen einer Gesamtabwägung kann natürlich die Benotung einer Promotionsleistung in den Hintergrund treten. Dies hängt von der Bewertung der jeweiligen Berufungskommission ab.
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