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Coaching im Team

Von Karin Schmitz

Ein Trainingsprogramm unterstützt Chemiker mit erster Berufserfahrung bei der persönlichen und beruflichen Entwicklung.

Coaching im Team© Lindsay Birmingham - iStockphoto.comIm Team Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen zu gewinnen ist die Chance, die sich den Teilnehmern von Coaching im Team bietet
Sie haben den beruflichen Einstieg erfolgreich gemeistert und möchten sich weiterentwickeln. Dabei geht es Ihnen sowohl darum, Ihren methodischen Werkzeugkasten zu erweitern als auch Ihre Soft Skills für den beruflichen Erfolg zu professionalisieren. Coaching im Team will Sie dabei unterstützen. Weitere Ziele des Programm sind es, die eigenen Potenziale zu erkennen und auszuschöpfen sowie die persönlichen Ziele und Vorstellungen zu strukturieren und zu reflektieren. Coaching im Team soll dazu motivieren, gesteckte Ziele umzusetzen, und will die Teilnehmer dabei begleiten. Es hilft auch dabei, den beruflichen Alltag zu bewältigen und mit kritischen Situationen umzugehen. Die Teilnehmer erlernen Verhandlungsstrategien und deren praktische Umsetzung. Dadurch treten sie insgesamt souveräner auf, beispielsweise bei Meetings und in Einzelgesprächen.

Zu zehnt im Team

Das Programm wendet sich an Chemiker und Absolventen verwandter Berufe mit ein bis etwa acht Jahren Berufserfahrung. Bei Coaching im Team haben Sie die Chance, in einem festen Kreis über ein Jahr an den obigen Themen zu arbeiten, im Team Erfahrungen auszutauschen, neue Ideen zu gewinnen und Handlungsalternativen in vertrauenswürdiger Umgebung zu testen. Die Teilnehmerzahl beträgt maximal zehn. Mit der Auftaktveranstaltung finden insgesamt elf Termine in einem Jahr statt, an denen sich die Teilnehmer zu fest umrissenen Themen austauschen und von der Coaching leiterin Input und Feedback erhalten. Die Treffen finden alle zwei Monate jeweils an einem Freitagnachmittag von 14 bis 18 Uhr in Frankfurt am Main statt. An den anderen Freitagen gibt es etwa zweistündige Telefonkonferenzen ab 17 Uhr. Die Teilnehmer können und sollen Themen sowie Fallbeispiele einbringen. Dabei erhält nicht nur der fragende Teilnehmer Hilfe für seine konkrete Situation, sondern auch die übrigen Teilnehmer profitieren durch grundlegende Informationen und Verhaltensregeln für vergleichbare Situationen.

Vom Blitzlicht zum Leitfaden

Wie läuft ein Coachingtreffen beispielhaft ab? Es startet mit dem " Blitzlicht": Alle Teilnehmer berichten kurz über wichtige Ereignisse oder Veränderungen im vergangenen Zeitraum, etwa über aktuelle Projekte, Erfolge und Schwierigkeiten oder ein Beurteilungsgespräch. Anschließend bearbeitet die Gruppe ein Schwerpunktthema, beispielsweise Kommunikation und Führungsverhalten, Umgang mit Konfliktsituationen, Präsentationstechniken, Zeit- und Selbstmanagement, Zieldefinition und -umsetzung. Es folgen Übungen und Diskussionen zum Schwerpunktthema. Dann analysiert die Gruppe aktuelle Praxisfälle, auch aus der eigenen Runde. Das Erarbeitete wird zu einem Best-practice-Leifaden zusammengefasst.

Die Teilnehmer erhalten am Ende einer Sitzung Aufgaben, die sie bis zum nächsten Treffen erledigen sollen. Ist beispielsweise Zeitmanagement das Schwerpunktthema des nächsten Termins, könnte eine Aufgabe sein, die anfallenden Aufgaben nach Dringlichkeit und Wichtigkeit zu klassifizieren und so Zeitfresser zu identifizieren. Beim Schwerpunktthema selbst entwickelt die Gruppe später Techniken, um diese Zeitfresser zu reduzieren. Mit Coaching im Team entwickeln Sie sich beruflich und persönlich weiter. Die GDCh führt das Programm seit 2008 durch. Wie unsere bisherige Erfahrung zeigt, bauen Sie sich außerdem ein kompetentes und vertrauensvolles Netzwerk auf, das Ihnen in Ihrer weiteren beruflichen Laufbahn zur Verfügung steht.

Gute Erfahrungen

Bisherige Coaching-Teilnehmer berichten von Ihren Erfahrungen. Thorben Bonarius, Global Regulatory Affairs Manager bei Novartis Animal Health, sagt: "Auch wenn die eigene Firma Coachings anbietet, schätze ich das GDCh-Coaching-Programm sehr, weil man sich firmenextern vertraulich austauschen kann und es die Möglichkeit bietet, über den Tellerrand des eigenen Betriebes zu schauen." Viele Alltagssituationen beträfen Kommunikation und Umgang mit Menschen unabhängig vom konkreten Unternehmen und dem speziellen Fachgebiet, berichtet eine Teilnehmerin.

"Daher ist es hilfreich, gerade mit Firmenexternen vertraulich Fallbeispiele diskutieren und von ihrer Erfahrung profitieren zu können." Auch Alexander Dyck, Projektleiter bei FWB Kunststofftechnik, hat positive Erfahrungen gesammelt: "Der unbeschwerte Austausch mit Gleichgesinnten auf Augenhöhe über die eigene Rolle im Unternehmen, führte zu einem zielsichereren Umgang mit Schwierigkeiten und half beim Aufbau eigener Personalverantwortung." Hendrik Reimann, Betriebsingenieur bei Südzucker berichtet: "Für mich war es immer interessant zu sehen, wenn Selbst- und Fremdwahrnehmung aufeinander treffen und sich Konflikte aus einem anderen Blickwinkel völlig unterschiedlich darstellten." Er weiß vor allem die Arbeit im Team zu schätzen: "Mir gab es immer ein gutes Gefühl und motivierte mich auch, zu sehen, wie andere gestärkt aus gelösten Problemen hervor gingen, zum Beispiel, wie ich mit Techniken aus dem Coaching negative Situationen ins Gegenteil wenden konnte."

Die Auftaktveranstaltung wird am 18. Februar 2011 in Frankfurt am Main stattfinden. Danach können sich die Teilnehmer endgültig für oder gegen eine Teilnahme entscheiden. Die weiteren Termine werden in der Gruppe abgestimmt.

Karin Schmitz
Email: Karriere@gdch.de.

Informationen zu Terminen und Gebühren sowie weitere Details unter www.gdch.de/coaching».

Aus Nachrichten aus der Chemie» :: Dezember 2010

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