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Know-Center Graz: "Europa braucht mehr Mut"

Rolf Hoffmann

Seit seiner Gründung 2001 hat sich das Know-Center an der TU Graz als Österreichs Forschungszentrum Nummer eins für Data-driven Business und Big Data Analytics etabliert. Finanziert vom österreichischen Programm Competence Centers for Excellent Technologies (COMET) und vernetzt mit über 40 Unternehmen sowie mit mehr als 100 internationalen Wissenschaftsinstitutionen ist das Know-Center ein Forschungsstandort mit globaler Bedeutung.

Prof. Stefanie Lindstaedt© Helmut LunghammerProf. Stefanie Lindstaedt ist seit 2011 Managing Director im Know-Center an der TU Graz
Hier wird angewandte und interdisziplinäre Informatikforschung betrieben: In vier Wissenschaftsbereichen forschen mehr als 85 Data Scientists zum Beispiel zu Knowledge Discovery, Social Media oder zum Cognitive Computing, das den Computer als funktionales Organ des Menschen sieht. Im Kern geht es immer darum, den Menschen zu unterstützen und ihm Aufgaben abzunehmen, die Computer besser bewältigen können, um z.B. große Datenbestände für den Menschen nutzbar zu machen und den Umgang mit den Daten zu erleichtern - und das in allen Bereichen. Fakt ist heute: "Data Science revolutioniert alle Disziplinen vom Maschinenbau bis zur biomedizinischen Technik", so der Rektor der TU Graz, Professor Harald Kainz.

Ziele und Arbeitsweise des Know-Centers skizziert Prof. Stefanie Lindstaedt, seit 2011 Managing Director und dort seit mehr als 15 Jahren in führenden Positionen tätig. Aufgrund der Erfahrungen aus ihren langjährigen Tätigkeiten in den USA geht sie auch auf die Unterschiede der Forschung in Europa und den Staaten ein.

academics: Das Know-Center forscht zu allen Themen, die aktuell diskutiert werden: Big Data, Industrie 4.0, Digital Life Science, Social Media usw. Wie hat sich das entwickelt?

Wir entwickeln seit 15 Jahren intelligente Technologien für den Umgang mit Wissen und Daten - also nicht erst seit gestern. Unsere Forschung ist zum einen sehr technologisch und analytisch orientiert, wird aber durch einen starken Fokus auf die Bedürfnisse von Menschen und Unternehmen komplementiert. Als Institution, die von COMET gefördert wird, müssen wir zudem alle acht Jahre unsere Kompetenz und aktuelle Relevanz unter Beweis stellen. Das ist gerade im vergangenen Jahr geschehen.

Know Center

Know Center TU Graz
Das Know-Center wurde im Jahr 2001 gegründet und ist Österreichs Forschungszentrum für Data-driven Business und Big Data Analytics. An unserem Standort direkt am TU Graz Campus arbeiten über 85 Data Scientists und ForscherInnen. Gemeinsam mit über 40 Partnern aus der Industrie arbeiten wir an langfristig, strategisch angewandten Forschungsprojekten.
academics: Woher kommen die Studierenden?

Lindstaedt: Vorwiegend aus Österreich, Deutschland und aus osteuropäischen Ländern. In der Forschung sind wir noch internationaler aufgestellt, mit Wissenschaftlern etwa aus Italien, Spanien und Argentinien. Nicht zuletzt reizt natürlich auch die attraktive Umgebung der Steiermark.

academics: Welchen Stellenwert hat die internationale Kooperation?

Lindstaedt: Wir sind Teil umfassender internationaler Netzwerke. Das ist nur machbar über den Kontakt zwischen den Menschen. Wie schon seit 2001 kommen daher in diesem Oktober wieder mehr als 500 führende Forscher und Entwickler zu unserer Tagung i-KNOW nach Graz. In diesem Jahr wollen wir alle europäischen wissenschaftlichen Big Data Centers of Excellence zusammenholen und zeigen, welche Power Europa hier entwickelt.

academics: Welche Unterschiede sehen Sie zu den USA?

Lindstaedt: Uns fehlt der Mut zum Experimentieren. Ich habe in den USA in einem Start-up gearbeitet - ein sehr dynamisches, prickelndes Umfeld, in dem neue Ideen schnell ausprobiert, evaluiert, verworfen oder weiterentwickelt werden. Wir müssen die Stärken Europas zum Tragen bringen: In der Forschung brauchen wir uns nicht zu verstecken, und wenn man Produktionsstätten vergleicht, sind wir Lichtjahre voraus, was soziale und Umweltstandards betrifft. Aber uns fehlt der Mut, diese Stärken mit innovativer Digitalisierung zu kombinieren und mit neuen Geschäftsmodellen zu experimentieren. Das Konzept der "Platform Enterprise" ist in Europa noch viel zu wenig bekannt und seine inhärente Transformationsgewalt weitgehend unterschätzt.

academics: Was ist wichtigstes Ziel des Know-Centers?

Lindstaedt: Vorstände müssen erkennen, dass es keine Option ist, beim Data-driven Business nicht mitzumachen. Bei uns können sie erste konkrete Erfahrungen sammeln, denn praktische Ergebnisse überzeugen verantwortliche Entscheider immer am besten.

academics: Ihr Wunsch für die Zukunft?

Lindstaedt: Europa braucht mehr Mut! Jammern hilft nicht weiter. Und man muss einfach Spaß an Data Science haben, weil man sieht, was für faszinierende Dinge sich damit machen lassen. Aktuell arbeite ich daran, den Standort Graz weiter in Richtung Data Science auszubauen. So ist es mir gerade gelungen, zusätzlich eine Stiftungsprofessur nach Graz zu holen. Die Professur ist am Institut für Wissenstechnologien der TU Graz angesiedelt und wird vom Know-Center und den stiftenden Firmen AVL, Infineon, Magna und der voestalpine mit getragen und finanziert.


Stimmen stiftender Unternehmen zum Thema Data Science und Industrie 4.0


Magna Steyr
"Magna Steyr unterstützt die Stiftungsprofessur des Know-Center Graz im Rahmen unserer SmartFactory-Strategie mit Schwerpunkt Big Data: Zur Förderung und Ausbildung für von der Industrie dringend gesuchten Data Scientists, um den unausweichlichen Paradigmenwechsel bezüglich Prozessoptimierung und die Bewältigung der ständig wachsenden Datenmengen in der Industrie voranzutreiben. Darüber hinaus ist uns die notwendige Integration dieser Expertinnen in die vielfältigen Aufgabengebiete des Unternehmens Magna Steyr ein wichtiges Anliegen."
- Dr. Wolfgang Zitz, Vice President Contract Manufacturing -

voestalpine Stahl Donawitz GmbH
"Die voestalpine Stahl Donawitz GmbH unterstützt gerne die vom BMVIT geförderte Stiftungsprofessur für Data Science und Big Data Management, die an der Technischen Universität Graz angesiedelt wird. Im Umfeld einer immer stärker vernetzten und sensorbasierten Produktionsumgebung ist die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Smart Production / Industrie 4.0 unerlässlich. Die ständig wachsenden Datenmengen bedürfen zum einen eine zukunftsfähige Hardwareinfrastruktur und zum anderen Spezialistinnen und Spezialisten - sogenannte "Data Scientists", die den richtigen Umgang mit diesen Daten beherrschen. Insofern ist es der voestalpine ein wichtiges Anliegen, die Ausbildung dieser ExpertenInnen zu unterstützen und diese - nach Abschluss ihrer Ausbildung - in die breiten Aufgabengebiete im Zuge der Stahlherstellung und -verarbeitung zu integrieren."
- DI Dr. Gerald Klösch, MBA, Leitung Produkt-, Prozess- und Werkstoffentwicklung Forschung & Entwicklung -

InfineonTechnologies Austria AG
"Ein weiterer Schritt bei der Umsetzung von Industrie 4.0 ist die verstärkte Nutzung, Verwendung von Produkt-, Prozess- und Anklagendsten um die Prozesse in Produktion und Entwicklung weiter zu optimieren. Schwerpunkt hierbei liegt in der Datenspeicherung, das Erkennen von Mustern und Trends um damit Vorhersagen zu treffen und selbststeuernde Regelkreise aufzubauen."
- Dr. Sabine Herlitschka, MBA, CEO InfineonTechnologies Austria AG -

Dieser Text ist ein Angebot der TU Graz