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Zeitspanne der Promotion: Dauer im Durchschnitt

Von Julia Becker

Oft ist zu lesen: Eine Promotion hat eine Dauer von drei Jahren. Jedoch ist diese Zahl ein Richtwert, vor allem aber ein sportliches Ziel.

Das richtige Dissertationsthema© franny-anne - iStockphoto.comDie kürzestes Promotionsdauer erreichen Doktoranden in strukturierten Promotionsprogrammen
Tatsächlich brauchen Doktoranden im Schnitt vier bis fünf Jahre, bis sie ihren Doktortitel in der Tasche haben. Wie eine Umfrage des Hochschul-Informations-Systems (HIS) zeigt, wird die kürzeste Promotionsdauer in strukturierten Programmen erreicht. Hier reichen durchschnittlich 4 Jahre für die Promotion.

Die Doktoranden hingegen, die eine Promotionsstelle innehaben, brauchen der Umfrage zufolge 4,5 bis 4,6 Jahre. Die meiste Zeit investieren Nachwuchswissenschaftler, die völlig frei promovieren: Bis zum Erhalt ihres Doktortitels vergehen im Schnitt 4,8 Jahre.

Unterschiede zwischen Fachbereichen

Nicht nur die Promotionsart beeinflusst die Dauer, es gibt auch erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Fachbereichen: Mit durchschnittlich 5,1 Jahren promovieren Geisteswissenschaftler der Umfrage zufolge am längsten, gefolgt von Ingenieuren mit 5,0 Jahren und Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern mit 4,6 Jahren. Am schnellsten promovieren Naturwissenschaftler, Mathematiker und Psychologen: Sie erhalten ihren Doktortitel im Schnitt bereits nach 4,3 Jahren. Die Umfrage zeigt auch: Unabhängig von Promotionsart und Fachbereich benötigen die Doktoranden im Schnitt ein halbes bis ganzes Jahr länger, als sie ursprünglich geplant hatten.

academics :: März 2015