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AICES Graduate School, © Peter Winandy AICES Graduate School, © Peter Winandy AICES Graduate School, © Peter Winandy AICES Graduate School, © AICES Graduate School, © Andreas Hub

AICES Graduate School

Verkürzte Promotionszeit in einem interdisziplinären Umfeld

Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science

Die Graduiertenschule Aachen Institute for Advanced Study in Computational Engineering Science (AICES) wurde 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative gegründet. AICES bietet ein neuartiges englischsprachiges Promotionsprogramm für Bachelor- und Masterstudenten/innen an, das einen verkürzten und attraktiven Weg zur Promotion eröffnet. Ziel ist eine interdisziplinäre Ausbildung von Doktoranden an der Schnittstelle zwischen Mathematik, Informatik und den Ingenieurwissenschaften. Der wissenschaftliche Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Synthese von technischen Systemen, die einem breiten Anwendungsfeld entstammen.

Heutzutage sind moderne Simulationswerkzeuge in der Industrie unverzichtbar geworden. Mit Hilfe solcher Werkzeuge werden in vielen Industriezweigen - etwa im Automobil- und Flugzeugbau, in der chemischen Industrie oder in der Medizintechnik - Planungen und Optimierungen von wachsender Komplexität durchgeführt. Dabei ist allerdings die bloße Verfügbarkeit immer leistungsfähigerer Computer nicht ausreichend, um die technologischen und naturwissenschaftlichen Herausforderungen der Zukunft zu lösen. Die eigentlichen Schwierigkeiten liegen in der mathematischen Darstellung und in ihrer Umsetzung auf dem Computer. Dies erfordert Kenntnisse aus der Mathematik, der Informatik, sowie dem Bereich der Anwendungen. Moderne Simulationstechniken sind somit inhärent interdisziplinär. So bildet die Graduiertenschule AICES eine neue Generation von Doktoranden aus, die in intensiver Forschungsarbeit neue interdisziplinäre Ansätze und mathematische Methoden zur Optimierung technischer Systeme entwickeln.

Der fächerübergreifende Ansatz wird auch durch die beteiligten Einrichtungen deutlich: mehr als 25 Hochschulinstitute der RWTH Aachen aus den Fachbereichen bzw. Fachgruppen Mathematik, Informatik, Physik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Medizin, sowie Material- und Geowissenschaften kooperieren am AICES. Zusätzlich involviert sind das Forschungszentrum Jülich und das Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf.

Das Graduiertenprogramm bietet Bachelorabsolventen/innen ein beschleunigtes Promotionsverfahren. Dazu wird eine kursbasierte Masterphase mit einer intensiven Betreuung bei der Promotion kombiniert. Ein Kernelement von AICES ist die Einrichtung eines Betreuerteams für jeden Doktoranden mit einem verantwortlichen Betreuer (unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter/in bzw. Juniorprofessor/in), einem Co-Betreuer (etablierter Professor/in), einem Mentor (erfahrener Promotionsstudent), sowie einem Mitglied des AICES Service Teams. Dadurch wird dem Doktoranden der Einstieg in die Promotionsphase erleichtert und es stehen jederzeit sowohl wissenschaftliche als auch administrative Ansprechpartner zur Verfügung.

Optimal ergänzt wird dies durch den engen Kontakt zur Industrie und anderen nationalen sowie internationalen Forschungseinrichtungen. Regelmäßig organisierte Workshops sollen die internationale Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Austausch fördern.

Das AICES Programm steht einer begrenzten Anzahl von hoch qualifizierten Absolventen/innen offen. Allen Fast-Track-Studierenden wird während der Masterphase eine einjährige HiWi - Tätigkeit mit Option auf Verlängerung zugesichert. Doktoranden erhalten während der dreijährigen Promotionsphase ein Stipendium in Höhe von € 2.000 monatlich.

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