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Digital oder herkömmlich Publizieren?

Von Lisa Srikiow

Da die Publikationsmöglichkeiten vielfältiger werden, sollte man sich überlegen, was man mit der Veröffentlichung erreichen möchte. Wer ohnehin weiß, dass er nach der Dissertation in die Wirtschaft gehen möchte, für den ist eine Open Access-Lösung eine schnelle und kostengünstige Lösung.

Aber auch wer eine akademische Laufbahn anstrebt, sollte wissen, dass man durch den digitalen Wandel sichtbarer werden kann. "Man muss mit seiner Publikation ins Netz, um wissenschaftlich beachtet zu werden", sagt Jürgen Christof von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Trotzdem sollte man den konventionellen Weg nicht ignorieren. "Ein begehrter Fachverlag in der Publikationsliste ist immer noch mehr wert als tausend Downloads, zumindest wenn es um die wissenschaftliche Karriere geht", sagt Simone Rieger vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin. Für Nachwuchswissenschaftler spielen zudem Rezensionen in Fachzeitschriften eine große Rolle, und deren Redakteure schauen nun einmal zuerst in die Kataloge der konventionellen Verlage.

Die Entscheidung über den Weg der Publikation sollte man daher gründlich abwägen - auch mit seinem Betreuer und vor allem unter Berücksichtigung der eigenen Fachkultur. So hat sich der elektronische Weg in den Naturwissenschaften bereits stärker durchgesetzt als bei den Geisteswissenschaftlern.


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academics :: Juni 2013


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