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Dr. Susanne Schreiber ist Preisträgerin des Bernstein Preises 2008

 

Ein Interview mit der Preisträgerin des Bernstein Preises 2008, Dr. Susanne Schreiber, Humboldt-Universität zu Berlin.

Dr. Susanne Schreiber ist Preisträgerin des Bernstein Preises 2008© Dr. Susanne SchreiberDr. Susanne Schreiber
Sie forschen zu den Eigenschaften von Nervenzellen. Welche Erfolge erhoffen Sie sich für die Behandlung bisher unheilbarer Krankheiten wie z.B. Epilepsie?

Defekte in einzelnen Proteintypen reichen bereits aus, um komplexe Erkrankungen wie Epilepsie hervorzurufen. Die Proteine wirken in der Einzelzelle, verändern deren Eigenschaften, die dann wiederum einen Einfluss auf das kollektive Verhalten des gesamten Netzwerkes von Zellen haben. Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Einzelzell- und Netzwerkeigenschaften werden aus meiner Sicht langfristig dazu beitragen, Ansatzpunkte für neue Medikamente zu finden, mit denen pathologische Netzwerkzustände (wie z.B. bei epileptischen Anfällen) verhindert werden können.

Sie sind erfolgreiche Wissenschaftlerin und haben Kinder. Was ist Ihr Rezept?

Ein Rezept gibt es leider nicht. Aber eine gute Ganztagskinderbetreuung und ein unterstützendes Umfeld, allen voran der Partner, aber auch Vorgesetzte und Kollegen, sind sehr hilfreich. Auch die Förderung durch die Christiane Nüsslein-Volhard Stiftung hat die Vereinbarkeit für mich sehr erleichtert.

Sie haben einige Jahre in USA und Großbritannien geforscht. Warum sind Sie nach Deutschland zurückgekehrt?

Die Promotion wollte ich aufgrund der kürzeren Promotionszeiten offiziell in Deutschland abschließen. Als ich fertig wurde, etablierte das BMBF in Deutschland gerade die neuen Zentren für Computational Neuroscience, welche ein hervorragendes Forschungsumfeld bieten, das mich überzeugt hat.

Aus Forschung und Lehre :: Januar 2009

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