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Drittmittel

Was sind Drittmittel? Wie werden Drittmittel beantragt?

Drittmittel
Drittmittel nennt man Gelder für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Hochschulen, die nicht oder nur teilweise aus den Haushaltsmitteln finanziert werden, die von den Ländern und vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Drittmittel werden von Wirtschaftsunternehmen, Institutionen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder anderen Sponsoren (Fundraising) eingefordert.

Drittmittelprojekte werden von den Hochschulen befürwortet, wenn die Erfüllung ihrer sonstigen Aufgaben durch sie nicht beeinträchtigt wird und die Finanzierung unter angemessener Berücksichtigung der Folgekosten sichergestellt ist.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Stand Okt. 2011) konnten die Hochschulen in Deutschland ihre Drittmitteleinnahmen von privaten und öffentlichen Einrichtungen 2009 gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Prozent auf 3,86 Milliarden Euro steigern. Die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen lagen dabei pro Professor bzw. Professorin bei 107.600 Euro. Das sind 7,6 Prozent mehr als im Jahr 2005.

Die Höhe der eingeworbenen Drittmittel ist abhängig von der Hochschulart, der Fächergruppe und dem Lehr- und Forschungsbereich. Universitätsprofessoren und -professorinnen konnten beispielsweise im Jahr 2006 mit durchschnittlich 175.200 Euro weitaus höhere Drittmitteleinnahmen einwerben als ihre Kollegen und Kolleginnen an anderen Hochschularten. Das sind 5,9 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

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