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Duales System

Was ist das Duale System? Wie funktioniert das Duale System?

Duales System
Das deutsche System der dualen Berufsausbildung gibt es in ähnlicher Form nur in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. "Duales System" besagt, dass die Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf an zwei Lernorten vermittelt wird: in einem Ausbildungsbetrieb und im Berufskolleg bzw. in einer Berufsakademie. Zur Zeit gibt es ca. 400 anerkannte Ausbildungsberufe. Ausbildungsmöglichkeiten bieten die Industrie, das Handwerk, der Handel, die Landwirtschaft, das Dienstleistungsgewerbe, Verwaltungen, freie Berufe (z.B. Arztpraxen, Anwaltskanzleien), die Seeschifffahrt und die Hauswirtschaft.

Die Auszubildenden bzw. Studierenden agieren in der betrieblichen Arbeitswelt mit Kollegen, Kunden und realen Betriebsabläufen und bekommen gleichzeitig eine theoretische Ausbildung am Kolleg bzw. an der Akademie (zwölf Unterrichtsstunden pro Woche). Praktische und theoretische Ausbildung wechseln in einem Rhythmus von zwölf Wochen. Während des Studiums erhalten die Studierenden und Auszubildenden eine Vergütung von rund 500 Euro monatlich durch die Ausbildungsbetriebe. Die Abschlussprüfungen werden von den Industrie- und Handelskammern bzw. Handwerkskammern durchgeführt.
Angesichts der Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen besteht die Sorge, dass die zukunftsweisende Tradition der Integration von Teilzeitarbeit in die Bildungsphase wegfällt.

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