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Förderprogramme für Rückkehrwillige

Von Bärbel Broer

Wenn das Heimweh größer wird oder auch die Sehnsucht nach einem anderen Land: Hier finden deutsche und internationale Wissenschaftler und Forscher im Ausland geeignete Förderprogramme mit Kurzinfos und Links im Überblick.

EURAXESS - Researchers in Motion berät international mobile Forscher, die für eine wissenschaftliche Tätigkeit nach Deutschland kommen oder in ein anderes Land gehen möchten. Hierunter findet sich auch eine Förderdatenbank.


Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung deutsche Wissenschaftler im Ausland bei der beruflichen Wiedereingliederung in Deutschland.


Um die Wiedereingliederung in das deutsche Wissenschaftssystem zu fördern, gewährt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den von ihr geförderten Stipendiaten auf zusätzlichen Antrag Rückkehrstipendien.


Die Daimler und Benz Stiftung bietet seit 2012 ein neues Stipendienprogramm an, das sich an junge Wissenschaftler nach der Promotion wendet. Um den Weg in die Wissenschaft zu unterstützen, werden Postdoktoranden und Juniorprofessoren in der Frühphase ihrer wissenschaftlichen Arbeit sowie junge Forscher in vergleichbarer Position, wie etwa selbstständige Leiter von Nachwuchsforschergruppen, gefördert.


Das Land NRW bietet ein "Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland" an. Nachwuchswissenschaftler im Ausland soll damit die Chance gegeben werden, eine selbstständige Nachwuchsgruppe an einer nordrhein-westfälischen Universität ihrer Wahl aufzubauen. Jeder Gruppe stellt das Land über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 1,25 Millionen Euro zur Verfügung.


Die German Scholars Organization e.V. (GSO) setzt sich ebenfalls für die Rückkehr von im Ausland lebenden hoch qualifizierten Wissenschaftlern nach Deutschland ein. Mit drei Förderprogrammen werden Universitäten und Forschungseinrichtungen unterstützt, die sich für die Rückkehr Hochqualifizierter einsetzen. So bietet das Dr. Wilhelmy-GSO-Reisekostenprogramm deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den MINT-Fächern, die im Ausland tätig sind, eine Chance, trotz knapper Reisekostenbudgets der Forschungseinrichtungen, zu Bewerbungsgesprächen nach Deutschland eingeladen zu werden. Die Else Kröner-Fresenius-Förderinitiative für medizinische Spitzenforscher aus dem Ausland unterstützt Universitäten bei der Besetzung medizinischer Professuren und die gemeinsame Initiative der Carl-Zeiss-Stiftung und der GSO ermöglicht Universitäten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen die Einwerbung von Fördermitteln, um sich im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe aus den MINT-Fächern zu behaupten.

academics :: Juni 2012

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