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Forschungsförderung auf dem Weg zur Lebensprofessur

Von Julia Becker

Wer heutzutage eine Lebensprofessur anstrebt, hat einige Möglichkeiten, auf seinem Weg gefördert zu werden - sei es während der Habilitation oder in Programmen, die eine Alternative zur Habilitation darstellen. Eine Auswahl dieser Förderprogramme soll auf dieser Seite aufgezeigt werden.

Forschungsförderung auf dem Weg zur Lebensprofessur© James Steidl - iStockphoto.comHabilitationen können auf unterschiedlichen Wegen eine Förderung erhalten

Forschungsförderung für Habilitanden: Das Habilitationsstipendium

Viele Universitäten schreiben Habilitationsstipendien aus, die herausragende Wissenschaftler während ihrer Habilitation finanziell unterstützen. Informationen zu diesen Stipendien finden sich auf den jeweiligen Seiten der Hochschulen. Neben den universitären Stipendien schreiben auch einige Stiftungen, wie beispielsweise die FAZIT-Stiftung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Habilitationsstipendien aus. Das FAZIT-Stipendium richtet sich an Wissenschaftler, die sich in finanzieller Notlage befinden und nur über das Stipendium ihr Forschungsvorhaben verwirklichen können. Die monatlichen Förderbeiträge liegen zwischen 500 und 800 Euro.

Eine Alternative zur Habilitation: Das Emmy Noether-Programm

Eine Alternative zur Habilitation stellt das Emmy Noether Programm der DFG dar: Es gibt herausragenden Wissenschaftlern die Möglichkeit, in fünf bis sechs Jahren die Befähigung zur Lebensprofessur zu erhalten. Der Kern des Programms besteht darin, den teilnehmenden Wissenschaftlern die Leitung einer eigenen wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe zu übertragen und den Wissenschaftlern Lehraufträge an Hochschulen anzubieten. Bewerben können sich herausragende Postdoktoranden mit einigen Jahren Forschungserfahrung (auch international). Die Förderung besteht in der Finanzierung der Stelle des Wissenschaftlers und der Finanzierung weiteren Personals, Sachmitteln und Reisekosten.

Förderung ausländische Nachwuchsprofessoren in Deutschland: Das Humboldt-Forschungsstipendium

Für ausländische Wissenschaftler, die als Assistant Professor oder Nachwuchsgruppenleiter auf dem Weg zur Lebensprofessur sind und einen Forschungsaufenthalt in Deutschland planen, bietet die Alexander-von-Humboldt-Stiftung ein Forschungsstipendium in Höhe von monatlich 2450 Euro an. Die Förderungsdauer beträgt zwischen sechs und 18 Monate. Neben mehrjähriger, eigenständiger Forschung werden von den Bewerbern unter anderem zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen in internationalen Verlagen und Zeitschriften erwartet. Zudem darf die Promotion des Bewerbers nicht länger als zwölf Jahre zurück liegen.

Förderung für fortgeschrittene Spitzenforscher: Das EURYI-Programm der EU

Die European Young Investigator Awards werden von der EU an junge Weltklasse-Wissenschaftler aller Nationen vergeben, die innerhalb der Europäischen Union forschen. Wer sich auf die Awards bewerben möchte, muss zwischen zwei und acht Jahre Forschungserfahrung nach der Promotion nachweisen können. Es werden in jedem Verfahren rund 25 Awards vergeben, die jeweils mit einer Millionen Euro für fünf Jahre dotiert sind. Kriterien für die Bewertung der Anträge sind Forschungsleistungen des antragstellenden Wissenschaftlers, der Ruf der Forschungsinstitution und die Qualität und die Originalität des eingereichten Forschungsantrags.

Quelle: academics

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