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Forschungsförderung für Habilitierte und Professoren

Von Julia Becker

Je höher der Wissenschaftler bereits auf der Karriereleiter voran geschritten ist, desto höher werden auch die finanziellen Mittel, die er beantragen kann.

Forschungsförderung für Habilitierte und Professoren© Dietmar Klement - iStockphoto.comAuch die eigene Professur kann gefördert werden

Förderung einer eigenen Professur: Die Heisenberg-Professur der DFG

Die Heisenberg-Professur der DFG richtet sich an herausragende Wissenschaftler, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeitprofessur erfüllen. Die Förderung besteht in der Finanzierung einer Professorenstelle an einer deutschen Hochschule, die an einer W2 bzw. W3-Besoldung ausgerichtet ist. Die beteiligte Hochschule muss dafür eine entsprechende Professorenstelle schaffen und garantieren, dass die Professoren nach Auslauf der fünfjährigen Förderung von der Hochschule übernommen werden. Die Heisenberg-Professur ist im Besonderen für Wissenschaftler gedacht, die ihre Berufbarkeit über das Emmy-Noether-Programm der DFG, DFG-Projektstellen, Forschungstätigkeit in der Wirtschaft oder durch Stellen im akademischen Mittelbau erhalten haben. Ferner können sich auch evaluierte Juniorprofessoren, Habilitierte und Wissenschaftler aus dem Ausland bewerben.

Förderung von risikobehafteten Projekten: Die Reinhard Koselleck Projekte der DFG

Wer ein Forschungsprojekt plant, das in hohem Maße innovativ ist oder risikobehaftet ist, der kann sich auf die Förderung der Reinhard-Koselleck-Projekte bewerben. Voraussetzung ist, dass der antragstellende Wissenschaftler berufen oder berufbar ist und sich durch einen herausragenden wissenschaftlichen Lebenslauf auszeichnet. Es werden nur Projekte gefördert, die aufgrund ihrer Besonderheit in anderen Fördermaßnahmen nicht berücksichtigt und nicht von den jeweiligen Institutionen durchgeführt werden können. Die finanzielle Förderung beläuft sich auf einen Betrag zwischen 500.000 und 1,25 Millionen Euro, der für Personal, wissenschaftliche Geräte, Reisen, Publikationen und Verbrauchsmaterial zur Verfügung stehen. Die Summe wird für die gesamte Förderlaufzeit von fünf Jahren bereit gestellt, gestaffelt in Stufen von jeweils 250.000 Euro.

Förderung internationale Gastprofessoren: Das Mercator-Gastprofessurenprogramm

Ausländische Dozenten, die für eine Gastprofessur nach Deutschland kommen möchten, können Unterstützung durch das Mercator-Gastprofessurenprogramm der DFG erhalten. Zunächst muss der Gastprofessor dafür eine Befürwortung des Hochschulrektors der anvisierten Hochschule, die auch den Antrag bei der DFG zu stellen hat. Den Antrag bei der DFG auf die Gastprofessur stellt ebenfalls die betroffene Hochschule. Die Förderung in diesem Programm besteht aus einem Zuschuss für die Bezahlung der Professorenstellen, die Fahrtkosten für Hin- und Rückreise, Reisekosten innerhalb Deutschlands in Höhe von 1500 Euro und in der Bezahlung von Hilfskräften bis zu einer Höhe von 12.500 Euro. Der Antrag auf eine Mercator-Gastprofessur sollte mindestens vier Monate vor Beginn des Gastaufenthaltes gestellt werden.

Quelle: academics

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