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Die Graduiertenschule LEAD
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Forschungsschwerpunkte der Graduiertenschule LEAD

Interdisziplinäre Forschung zu Lernen und Lehren

Forschungsschwerpunkte von LEAD

Bei LEAD wird in fünf Intersections interdisziplinär zu Lernen, Leistung und lebenslanger Entwicklung geforscht.

Traditionell haben sich insbesondere die Pädagogische Psychologie und die Erziehungswissenschaft mit der empirischen Erforschung des Lernens und Lehrens beschäftigt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die "großen Fragen" in der Erforschung von Bildung hochkomplex sind und viele Faktoren daran beteiligt sind, die - etwa - auf der Ebene des einzelnen Schülers, der Ebene des Lehrmaterials, der Lehrer-, Klassen- und Schulebene sowie auf der gesellschaftlichen Ebene angesiedelt sind. Sie können daher nicht zufriedenstellend innerhalb der Grenzen einer einzelnen Disziplin beantwortet werden.

Das Erstarken der Empirischen Bildungsforschung mit ihrer originär interdisziplinären Ausrichtung war eine logische Konsequenz dieser Beobachtung. Es ist zudem erforderlich, sich mit solch großen Fragen innerhalb von konzertierten Forschungsprogrammen zu befassen, die viele Jahre dauern und Wissenschaftler mit komplementärem Fachwissen zusammenbringen. LEAD kombiniert ein überaus produktives Bildungsforschungsprogramm mit der Integration zusätzlicher Forschungsfelder, die von offensichtlicher Relevanz für die Beantwortung großer Fragen der Bildung sind und die nachweislich hochproduktiv in Tübingen arbeiten.

  • Unter anderem ist Tübingen bekannt für sein starkes Forschungsprogramm in Kognitions- und Sozialpsychologie, zu dem sowohl die Universität als auch das Leibniz-Institut für Wissensmedien beitragen.
  • In ähnlicher Weise hat der Standort eine lange Tradition herausragender Forschung in Neurowissenschaften und Informatik, deren Erkenntnisse für die Analyse von Gehirnprozessen auf der Mikro-Ebene, die an Lernen und Lehren beteiligt sind, verwendet werden.
  • Des Weiteren sind in Tübingen sehr produktive Abteilungen für Klinische Psychologie und Psychiatrie zuhause, die Fachwissen und Aufmerksamkeit für psychische Störungen mitbringen, die in der wissenschaftlichen und öffentlichen Bildungsdebatte immer noch unterrepräsentiert sind.
  • Angesichts der langjährigen Erfolge in linguistischer Forschung verfügt LEAD mit Tübingen auch über den idealen Standort, um Sprach- und Bildungsforschung stärker in Verbindung zu bringen.
  • Und nicht zuletzt besitzt Tübingen bekannte soziologische und wirtschaftswissenschaftliche Institute, zu deren Expertenwissen die Erforschung der langfristigen Erträge von Bildung gehört.

Die Forschungsfelder, die zu LEAD beitragen, sind charakterisiert durch die unterschiedlichen Auflösungsebenen, auf denen sie Lernen, Leistung und lebenslanger Entwicklung erforschen: In manchen Fällen sind die Ergebnisse von Lernprozessen unmittelbar messbar (Psychologie oder Neurowissenschaften). In anderen Fällen sind die Ergebnisse erst nach Monaten (Bildungsforschung) oder Jahren (Soziologie/Wirtschaftswissenschaften) messbar. Darüber hinaus liegt in den einzelnen Forschungsfeldern das Hauptinteresse auf unterschiedlichen Variablen, und die jeweils bevorzugt verwendeten Forschungsdesigns und Techniken der Datenanalyse differieren.

LEAD bringt diese Forschungsansätze zusammen und lässt die Mitglieder in den fünf Intersections voneinander profitieren:

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