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Softwareentwickler - Gehalt der Spezialisten besonders hoch

von academics

Softwareentwickler sind in beinahe allen Branchen tätig, die moderne Informationstechnologie hat ihren festen Platz in Wirtschaft und Verwaltung sowie in sozialen und künstlerischen Bereichen. Aufgrund der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten sind Softwareentwickler entsprechend gefragt und gut bezahlt.

Softwareentwickler - Gehalt der Spezialisten besonders hoch© kallejipp - photocase.deSoftwareentwickler haben gute Gehalts- und Karriereaussichten
Softwareentwickler haben nach dem Studium der Informatik, der Ingenieurwissenschaften oder eines naturwissenschaftlichen Fachs verschiedene Möglichkeiten des Berufseinstiegs - je nach fachlicher Spezialisierung. Softwareentwicklung ist ein Berufsbild, das nicht zwangsläufig von einem speziellen Studiengang abhängig ist. Für diese Tätigkeit gibt es in Deutschland und Österreich bisher keine geschützte Berufsbezeichnung, sodass sich insbesondere Softwareingenieure und Informatiker darauf spezialisieren. Aber auch Ingenieure anderer Fachgebiete und Naturwissenschaftler entscheiden sich nach dem Studium oft für eine Tätigkeit als Softwareentwickler - Motivation können hier neben dem reinen Interesse an dem Arbeitsbereich die guten Gehalts- und Karriereaussichten sein.

Softwareentwickler - Gehalt abhängig vom Studienabschluss

Wie in akademischen Berufen weit verbreitet, ist auch für Softwareentwickler das Gehalt abhängig vom Studien- oder Berufsabschluss. Wird das Studium als Master abgeschlossen, sind die Gehaltsaussichten laut Angaben von oeffentlicher-dienst.info im öffentlichen Dienst um rund 350 Euro monatlich höher als bei einem Abschluss als Bachelor oder mit Fachhochschul-Diplom.
Der Abschluss als Master ist im öffentlichen Dienst Voraussetzung für einen Einsatz im höheren Dienst (s. Eingruppierungsbeispiele unter oeffentlicher-dienst.info) mit entsprechend höherer Bezahlung. Ähnlich verhält es sich in vielen Unternehmen: hier sind Bewerber mit Spezialisierung besonders gefragt. Da Softwareentwicklung nur an wenigen Hochschulen als eigenständiges Studienfach angeboten wird, spezialisieren sich Absolventen verschiedener Studiengänge in besonderen Seminaren oder Zusatzausbildungen auf dieses Thema. Eine interessante Alternative ist ein Studienabschluss als Software-Ingenieur. Unternehmen sind an diesen Bewerbern besonders interessiert und daher auch bereit, ein höheres Gehalt zu zahlen - als eins von vielen anderen Faktoren, welches Unternehmen Softwareentwicklern bieten kann.

Der Einstieg in Wirtschaft oder Verwaltung

Softwareentwickler entscheiden sich für eine Tätigkeit in der öffentlichen Verwaltung oder in einem Privatunternehmen. Behörden entwickeln in vielen Bereichen eigene Software und arbeiten zu diesem Zweck häufig in einem Verbund mehrerer Verwaltungen zusammen. Softwareentwickler sind daher auch im öffentlichen Dienst gefragt und unterliegen oft einem vergleichbar starken Leistungs- und Erfolgsdruck, genau wie in Privatunternehmen. Wie hoch für einen Softwareentwickler im öffentlichen Dienst das Gehalt ist, legen die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst (TVöD, TV-L) verbindlich fest (Quelle: oeffentlicher-dienst.info, Stand 2015):

  • Monatliches Einstiegsgehalt mit Bachelor-Abschluss oder Fachhochschuldiplom: 3.022 - 3.129 Euro
  • Monatliches Einstiegsgehalt mit Master-Abschluss: 3.489 Euro.

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Softwareentwicklers in der Privatwirtschaft beträgt laut gehaltsvergleich.com ebenfalls rund 3.200 Euro brutto im Monat und ist daher in Einzelfällen auch niedriger, als der Verdienst in einer Behörde.

Berufserfahrung und Personalverantwortung zahlen sich aus

Deutlicher als der Studienabschluss wirken sich Berufserfahrung und Personalverantwortung auf das Gehalt aus. Beispielsweise erhöht sich für Softwareentwickler das monatliche Bruttogehalt mit steigender Berufserfahrung wie folgt:

Was Softwareentwickler mit Berufserfahrung verdienen
Berufserfahrung Monatliches Bruttogehalt Softwareentwickler (in Euro)
Quelle: www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Softwareentwickler-Softwareentwicklerin, Tabelle: academics.de
Berufseinstieg 3.200
> 5 Jahren 3.400
> 10 Jahren 3.700 - 3.800
> 15 Jahren 4.100
> 20 Jahren 4.300 - 4.400
> 25 Jahren 4.500

Softwareentwickler mit Personalverantwortung sind laut computerwoche.de deutlich höher eingestuft vom Gehalt. Mit einem eigenen Team sind bis zu über 90.000 Euro Jahresgehalt möglich.

Softwareentwickler - Gehalt auch branchenspezifisch

Besonders groß sind die Gehaltsunterschiede zwischen den verschiedenen Branchen in der freien Wirtschaft. Nach Angaben von computerwoche.de erhalten Softwareentwickler außergewöhnlich hohe Gehälter mit Jahreseinkommen zwischen 60.000 und 65.000 Euro in Großbanken, Versicherungen und Medizintechnikunternehmen. In Bildungs- und Forschungsinstitutionen, der Werbung oder auch PR sind die Gehälter mit jährlich zwischen 43.000 und 46.000 Euro deutlich niedriger. Generell sind laut in der Metallindustrie die Gehälter aufgrund der Tarifpolitik der Branche ebenfalls allgemein höher, als zum Beispiel im Einzelhandel oder der Baubranche.

Firmenstandort und Unternehmensgröße beeinflussen das Gehalt

Kleinere Firmen zahlen für Softwareentwickler ein Gehalt, das deutlich niedriger ist, als das in großen Unternehmen. Der Unterschied zwischen den Gehältern, die ein Unternehmen mit bis zu 500 und eines mit mehr als 1.000 Mitarbeitern bezahlt, beträgt bis zu 800 Euro brutto monatlich. Auch spielt der Standort des Unternehmens für die Bezahlung eine entscheidende Rolle, wie folgende Übersicht von gehaltsvergleich.com zeigt:

Das können Softwareentwickler monatlich verdienen
Bundesland Gehaltsspanne eines durchschnittlichen Monatsgehalts für Softwareentwickler (in Euro)
© gehaltsvergleich.com/gehalt, Tabelle: academics.de
Baden-Württemberg 2.916 - 5.405
Bayern 2.860 - 5.363
Berlin 2.392 - 4.767
Brandenburg 2.602 - 4.894
Bremen 2.873 - 5.125
Hamburg 2.627 - 5.506
Hessen 2.837 - 5.721
Mecklenburg-Vorpommern 1.849 - 4.650
Niedersachsen 2.377 - 4.810
Nordrhein-Westfalen 2.458 - 4.894
Rheinland-Pfalz 2.428 - 4.842
Saarland 2.392 - 4.341
Sachsen 1.963 - 3.828
Sachsen-Anhalt 1.735 - 3.516
Schleswig-Holstein 2.884 - 4.997
Thüringen 2.125 - 4.053