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Hochschulpakt

Was ist ein Hochschulpakt? Wer schließt einen Hochschulpakt ab?

Hochschulpakt
Der Hochschulpakt ist eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, die Finanzierung zur Schaffung von neuen Studienplätzen zu gewährleisten.

Der Hochschulpakt wurde von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vorgeschlagen. Er basiert auf der Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK), dass die Studierendenzahlen in den nächsten Jahren stetig ansteigen und bis 2020 auf einem hohen Niveau bleiben werden. Gründe hierfür sind größere Abiturjahrgänge und die demographische Entwicklung.

Die erste Phase des Hochschulpakts schließt die Jahre 2007 bis 2010 ein. In dieser Zeit stellt der Bund den Ländern Finanzierungsraten von rund 565 Mio. € zur Verfügung. Diese Finanzierungsraten werden als Vorauszahlungen gewährt, ab 2011 werden sie dann auf der Basis der tatsächlich aufgenommenen Studenten verrechnet. Bis 2010 sollen gut 90.000 weitere Studienanfänger an den Hochschulen aufgenommen werden. Dadurch soll Deutschland als Forschungsstandort gesichert und weiterhin gefördert werden. Durch den Hochschulpakt wird gewährleistet, dass das Geld des Bundes auch an den vereinbarten Stellen eingesetzt wird; gleichzeitig haben die Länder Planungssicherheit.

Außerdem umfasst der Pakt eine Programmkostenpauschale ("Overhead"), mit der die Vollkostenfinanzierung erfolgreicher Hochschulforschung gestartet wird. Forschungsprojekte, die von der DFG gefördert werden, erhalten vom Bund zusätzlich 20 Prozent der Fördersumme.

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