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HRK: Drei Milliarden für Hochschulpakt II pro Jahr

 

Die HRK fordert drei Milliarden Euro um für die steigende Anzahl von Studierenden qualifiziertes wissenschaftliches Lehrpersonal einstellen zu können.

HRK: Drei Milliarden für Hochschulpakt II pro Jahr© HRK - PHOTOFIEGELHRK-Präsidentin Margret Wintermantel
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat von Bund und Ländern für die Hochschulen bis 2020 durchschnittlich drei Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr gefordert. Grund dafür sei die erhöhte Studienanfängerprognose der Kultusministerkonferenz (Stand September 2008).

In diesem Mehrbedarf seien sowohl die steigenden Studienanfängerzahlen als auch die dringend notwendige Intensivierung der Lehre enthalten. Auch anteilige Investitionen wie z.B. zum Neu- und Umbau von Lehrgebäuden seien berücksichtigt. Auch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) komme auf Grundlage eigener Analysen zum gleichen Finanzbedarf im Rahmen des Hochschulpakts II.

"Die Studienanfänger sind in diesem Semester an den Hochschulen mit teilweise unhaltbaren Studienbedingungen konfrontiert", sagte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel. "Mit überfüllten und zum Teil maroden Hörsälen, viel zu großen Seminaren und unzureichender Ausstattung schrecken wir junge Leute ab, statt ihnen attraktive und motivierende Studienbedingungen zu schaffen."

Die HRK forderte Bund und Länder erneut auf, bei den derzeitigen Verhandlungen über den Hochschulpakt II Planungssicherheit zu schaffen.

Damit die Hochschulen für die steigende Anzahl von Studierenden qualifiziertes wissenschaftliches Lehrpersonal einstellen könnten, benötigten sie für das nächste Jahrzehnt verlässliche finanzielle Zusagen. Diese seien auch für den Erfolg der Bologna- Reform unabdingbar.

Der errechnete finanzielle Mehrbedarf beziehe sich nach HRK-Angaben auf das Ist des Jahres 2005. Die Steigerung ergebe sich aufgrund der erhöhten Vorausberechnungen der Kultusministerkonferenz über die Zahl der Studienanfänger.

Danach müsse nunmehr davon ausgegangen werden, dass für den Zeitraum von 2011 bis 2015 insgesamt 275.000 zusätzliche junge Menschen ein Studium aufnehmen. Diese KMK-Zahlen sind die Beratungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Hochschulpakts und finden sich auch im Abschlussbericht des Bildungsgipfels.

Aus Forschung und Lehre :: Dezember 2008

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