Das Karriereportal für Wissenschaft & Forschung von In Kooperation mit DIE ZEIT Forschung und Lehre

Internationale Personalsuche wird immer wichtiger

VON MAIKE BECHTEL

Die internationale Ausrichtung der Personalsuche in Wissenschaft und Forschung gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Diese Ergebnisse erzielte eine Umfrage mit Entscheidern aus dem Wissenschaftsbereich, die academics durchführte.

Internationale Personalsuche wird immer wichtiger Abb.1: Stellenwert der internationalen Personalsuche
academics führte im Mai 2011 eine Online-Umfrage zum Thema "Internationale Stellensuche in Wissenschaft und Forschung" durch. Insgesamt nahmen 220 Personalentscheider aus Lehre und Forschung an der Befragung teil. Mithilfe der Befragung konnten die derzeitigen Kriterien bei der internationalen Personalrekrutierung festgestellt, die Erwartungen der Personalleiter in Wissenschaft und Forschung herausgefunden sowie mögliche Trends für die Zukunft abgeleitet werden.

Die Ergebnisse der Studie

Die Suche nach wissenschaftlichem Personal findet bei 70% der Befragten auf europa- und weltweiter Ebene statt. Dabei wird die internationale Personalrekrutierung insgesamt relevanter: 65% der befragten Personalleiter stufen die Suche nach internationalem Personal "wichtig" bis "sehr wichtig" ein. Nicht zu vergessen ist der für die Personalrekrutierung genutzte Kanal. Die Digitalisierung und damit einhergehend die vermehrte Nutzung des Internets findet auch im Personalmarketing statt. Regionale Zeitungen, Personalagenturen und Personalberater werden von den befragten Personalleitern für die Personalsuche am geringsten verwendet. Sie nutzen für die Ausschreibung ihrer internationalen Stellen hingegen regelmäßig die eigene Website und das Angebot von Online-Stellenbörsen.

Internationale Personalsuche wird immer wichtiger Abb.2: geografische Ausrichtung der Personalsuche
Zu der Frage "In welchem Land suchen Sie verstärkt nach wissenschaftlichem Personal" gaben 80% der Befragten das Deutschsprachige Ausland, 65% Westeuropa und 42% Nordamerika an. Osteuropäische Staaten und Asien landen bei dieser Frage auf den hinteren Plätzen. Damit wird deutlich, dass die verantwortlichen Personalleiter eindeutige geografische Prioritäten bei der Personalsuche haben. Die wachsende Bedeutung der internationalen Personalrekrutierung macht auch der zunehmende Bedarf an internationalem Personal deutlich. Den Anteil der internationalen Mitarbeiter wollen 60% der befragten Personalleiter in Zukunft erhöhen. Derzeit werden pro Jahr im Durchschnitt fünf Mitarbeiter für den Wissenschaftsbetrieb gesucht. Insgesamt zeigt die Studie nachweislich, dass die internationale Personalrekrutierung und die Ausschreibung auf Online-Stellenportalen deutlich an Relevanz gewinnen.

academics :: 21.07.2011

Ausgewählte Artikel