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Ist das Anstreben einer Promotion mit fast 50 Jahren lohnenswert?

Ist das Anstreben einer Promotion mit fast 50 Jahren lohnenswert?© trolf - stock.xchng

Ich verfüge über eine breite berufliche, insbesondere auch wissenschaftliche Erfahrung in Forschung und Lehre, Veröffentlichungen etc., bin aber nicht promoviert: Lohnt sich das mit fast 50 noch?

Gibt es Altersgrenzen für Einstellungen im öffentlichen Dienst bzw. insbesondere für Professuren?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Ob es sich lohnt, mit fast 50 Jahren ein Promotionsvorhaben zu beginnen, wird maßgeblich davon abhängen, welches Ziel Sie damit verfolgen. Eine Professorinnentätigkeit wird nach aller Erfahrung schwerlich zu realisieren sein. Dies gilt jedenfalls für Universitäten, bei denen regelmäßig auf die Promotion eine Habilitation zu folgen hat. An Fachhochschulen kann sich die Sachlage freilich anders gestalten, da hier eine Habilitation nicht notwendig ist.

Altersgrenzen für die Ernennung in ein Beamtenverhältnis existieren regelmäßig. Für Professorinnen und Professoren liegen sie bei ca. 45 bis zu 52 Jahren, je nach Bundesland. Für andere Stellen, z. B. im Bereich des Akademischen Mittelbaus, liegen sie oft bereits darunter. Dies sind aber - wohlgemerkt - Altersgrenzen für die Einstellung in das (Lebenszeit-)Beamtenverhältnis, nicht Altersgrenzen für die Anstellung im öffentlichen Dienst auf der Basis eines Arbeitsvertrages.