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Ist es ratsam, eine befristete Stelle als Akademische Rätin anzunehmen?

Ist es ratsam, eine befristete Stelle als Akademische Rätin anzunehmen?

Stellenangebote im akademischen Bereich sind fast nur noch befristet. Daher finden sich auch zunehmend Stellen, die eine Verbeamtung auf Zeit vorsehen. Ich stehe vor der Entscheidung, eine Stelle als Akademische Rätin - natürlich befristet - anzunehmen.

Ist dies überhaupt ratsam? Schließlich scheide ich dann zeitweise aus den gesetzlichen Versicherungen (Arbeitslosigkeit, Rente, Krankenversicherung) aus. Dies würde für ein Angestelltenverhältnis sprechen.

Andererseits habe ich mit dem Status als Akademische Rätin vielleicht bessere Chancen für noch folgende Bewerbungen, oder?

Die Antwort des DHV-Expertenteams: Nun zu Ihrer Frage: Eine Akademische Ratsstelle kann bei Vorliegen der beamtenrechtlichen Einstellungsvoraussetzungen in einem Beamtenverhältnis auf Zeit oder in einem befristeten Angestelltenverhältnis wahrgenommen werden.

Wie Sie zu Recht ausführen, hat ein Beamtenverhältnis auf Zeit zunächst den Vorteil, dass Ihre Nettobesoldung höher ist als in einem Angestelltenverhältnis. Der Beamte auf Zeit zahlt nur geringe Sozialversicherungsbeiträge (z. B. keine Beiträge für die Rente und die Arbeitslosigkeit). Wenn Sie aus einem Beamtenverhältnis auf Zeit ausscheiden, und sich kein anderes Beamtenverhältnis anschließt, können Sie beim Dienstherrn beantragen, dass die Beamtenzeit als Akademische Rätin bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte nachversichert wird.

Nach Ausscheiden als Akademische Rätin aus einem Beamtenverhältnis auf Zeit erhalten Sie allerdings nur für höchstens sechs Monate ein Übergangsgeld. Nach einem Ausscheiden aus einem Angestelltenverhältnis mit entsprechender Dauer könnten Sie hingegen ggf. bei anschließender Arbeitslosigkeit ein Arbeitslosengeld erhalten.

Die entsprechenden Personalabteilungen der Hochschulen informieren Sie über die Vor- und Nachteile des Beamten- und Angestelltenverhältnisses. Auf Ihre Chancen für noch folgende Bewerbungen nach Innehaben einer Ratsstelle wird sicherlich die Begründung der Ratsstelle im Angestellten- oder Beamtenverhältnis nicht unbedingt Auswirkungen haben.